24
Physiotherapie Peickert

Alle Einträge unter "Gesundheit"

Ausgezeichnete Altenhilfe

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen bestätigt: Angebote des Johannesstifts in der Altenpflege sind sehr gut.

In den vergangenen 12 Monaten wurden 20 Altenhilfe-Einrichtungen des Johannesstifts durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) überprüft. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Durchweg gab es bei den Gesamtnoten eine 1 vor dem Komma. Dabei wurden die Einrichtungen nach folgenden Kriterien geprüft: Pflege und medizinische Versorgung, Umgang mit demenzkranken Bewohnern, soziale Betreuung und Alltagsgestaltung, Wohnen, Verpflegung,  Hauswirtschaft als auch Hygiene.

Die Altenpflege des Johannesstift wurde ausgezeichnet und mit "sehr gut" bewertet.

Die Altenpflege des Johannesstift wurde ausgezeichnet und mit “sehr gut” bewertet. Foto: Patrick Rein

„Am Wasserturm“ Top-Pflegeheim

Darüber hinaus wurden auch die Bewohnerinnen und Bewohner in den 20 Einrichtungen befragt. Aus der Befragung ging hervor, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner in den Einrichtungen der Altenhilfe des Evangelischen Johannesstifts sehr wohl fühlen. Das Seniorenzentrum „Am Wasserturm“ zählte bereits bei Deutschlands größtem Pflegewohnvergleich zu den Top- Pflegeheimen der Bundesrepublik. Im Oktober erhielt das Seniorenzentrum „Am Wasserturm“ aufgrund dieser Ergebnisse von der FOCUS-Redaktion – welche die Datenerhebung durchgeführt hatte – eine Urkunde. Die Datenerhebung von FOCUS basierte ebenfalls auf den Bewertungskriterien des MDK.

Johannisstift-Logo-SpandauFür mehr Transparenz

Bei ambulanten Pflegediensten und in stationären Pflegeeinrichtungen (Pflegeheimen) überprüft der MDK im Auftrag der Landesverbände der sozialen Pflegekassen, ob die Pflegeeinrichtungen die vereinbarten Qualitätsstandards einhalten. Seit dem 1. Juli 2009 bilden die Ergebnisse der MDK-Qualitätsprüfungen von Pflegeeinrichtungen die Grundlage für die Ermittlung und Veröffentlichung von Pflegenoten. Nach welchen Kriterien die Einrichtungen bewertet werden, haben der GKV-Spitzenverband, die überörtlichen Sozialhilfeträger und die kommunalen Spitzenverbände in gemeinsamen Verhandlungen mit den Verbänden der Leistungserbringer festgelegt. Die Pflegenoten beziehungsweise die so genannten Transparenzberichte werden von den Spitzenverbänden der Krankenkassen im Internet veröffentlicht. In diesem Zusammenhang werden auch die Einrichtungen des Evangelischen Johannesstifts geprüft und benotet.

Patrick Rein

Direkter Draht ganz ohne Handy

Besonders bei medizinischen Notfällen können Autobahn-Notrufsäulen die bessere Alternative sein.

Ein Wochenende der Hitzerekorde liegt hinter dem gesamten Bundesgebiet, doch auch das nächste soll es nach kurzer Abkühlung wieder in sich haben. Zudem enden nicht nur in Berlin dann auch die Sommerferien. Bei Temperaturen von voraussichtlich über 30 Grad und gleichzeitig Ferien in allen Bundesländern, kann in alle Richtungen mit erheblichem Verkehr in den Urlaub oder bereits mit Rückreiseverkehr auf den Autobahnen gerechnet werden. Die extremen Bedingungen machen dabei vielen Reisenden gesundheitlich zu schaffen.

Die Notrufsäulen an den Autobahnen haben trotz Mobilfunks nicht ausgedient.

Die Notrufsäulen an den Autobahnen haben trotz Mobilfunks nicht ausgedient. Foto: Patrick Rein

Notrufsäule weiterhin gebraucht

Doch wer mit dem Kraftfahrzeug liegen bleibt, muss nicht auf Handyakku, Empfang oder Guthaben vertrauen. Trotz des Mobilfunkzeitalters betreibt der Gesamtverband der deutschen Versicherer (GDV) die Autobahn-Notrufsäulen. Rund 80 Prozent der orangenen Säulen wurden allein im letzten Jahr in beansprucht und von der Zentrale fast 75.000 Notrufe entgegengenommen. Auch Notfälle von Hitzeopfern können jederzeit über die zahlreichen Notrufsäulen gemeldet werden und bringen Vorteile. “Über die Säulen können wir sofort die Notsituation exakt orten und den unmittelbaren Kontakt zur nächstgelegenen Polizei oder Rettungsleitstelle herstellen, die dann über ihre Rettungskräfte die schnelle Hilfe sichert”, erläutert Heiko Beermann, Geschäftsführer der GDV Dienstleistungs-GmbH und verantwortlich für die Notruf-Zentrale. Technisch und personell, so Beermann weiter, sei die Notrufzentrale an diesen Wochenenden auf extreme Belastungen vorbereitet.

Warnweste an und Erste Hilfe leisten

Vor allem Säuglinge und kleine Kinder, chronisch Kranke sowie pflegebedürftige Menschen leiden bei extremer Hitze. “Bei langen Fahrten, in aufgeheizten Fahrzeugen, in Stresssituationen wie in langen Staus oder bei Flüssigkeitsmangel kann diese Belastung dramatisch zunehmen”, sagt Beermann. Sein nachdrücklicher Ratschlag: die heißesten Tageszeiten für Fahrten möglichst ganz meiden und vor allem große Getränkevorräte mitnehmen. Gleichzeitig empfiehlt der Notruf-Experte bereits bei den kleinsten Anzeichen von Schwäche oder Unwohlsein keinerlei Risiken einzugehen und sofort die nächste Raststätte oder den nächsten Parkplatz anzusteuern, um eine Pause einzulegen. Bei einem Notstopp an der Notrufsäule sollten die Reisenden mit einer Warnweste bekleidet das Auto verlassen und hinter der Leitplanke warten. Hitzeopfer sollen möglichst im Schatten gelagert und bis zum Eintreffen der Rettungskräfte mit Erster Hilfe versorgt werden.

Doch auch die Notrufsäule kann mobil genutzt werden: Der gebührenfreie Handy-Notruf der deutschen Autoversicherer ist rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr unter der Nummer 0800 NOTFON D (0800 – 668366 3) erreichbar. Er ist die mobile Notrufsäule für jeden Kraftfahrer.

Patrick Rein

Wie rollstuhlgerecht ist Spandau?

Mittels wheelmap.org können sich Menschen mit Einschränkungen weltweit über die Barrierefreiheit vor Ort informieren.

Die Wheelmap ist eine Karte für rollstuhlgerechte Orte. Unter www.wheelmap.org kann jeder auch in Spandau ganz leicht Orte finden, eintragen und über ein Ampelsystem bewerten – weltweit. Die seit 2010 verfügbare Karte soll Rollstuhlfahrern und Menschen mit anderen Mobilitätseinschränkungen helfen, ihren Tag planbarer zu gestalten. Aktuell sind über 350.000 Cafés, Bibliotheken, Schwimmbäder und viele weitere öffentlich zugängliche Orte erfasst. Täglich kommen über 200 neue Einträge hinzu. Die Wheelmap ist auch als kostenlose App für iPhone und Android verfügbar. So kann die Karte unterwegs bequem über das Smartphone genutzt werden.

Auf wheelmap können sich Menschen mit Mobilitätseinschränkungen über öffentliche Begebenheiten informieren.

Auf wheelmap können sich Menschen mit Mobilitätseinschränkungen über öffentliche Begebenheiten informieren.

Über 2 Millionen Betroffene

Wheelmap.org ist ein Projekt der Sozialhelden, eine Gruppe von engagierten jungen Menschen, welche seit 2004 gemeinsam kreative Projekte entwickeln um auf soziale Probleme aufmerksam zu machen und sie im besten Fall zu beseitigen. Allein in Deutschland gibt es 1,6 Millionen Rollstuhlfahrer, zudem nutzen 4,8 Millionen Menschen einen Rollator. Mit Blick auf den demografischen Wandel ist zu erwarten, dass diese Zahl noch steigen wird. Rollstühle oder speziell gefertigte Autos zum einen, Aufzüge und Rampen zum anderen ermöglichen Menschen mit Mobilitätseinschränkungen dennoch eine unabhängige Tagesgestaltung. Aber: Häufig entscheiden die letzten Meter ob sich der Ausflug zum Kino, Biergarten oder Supermarkt wirklich gelohnt hat. Schon eine einzelne Stufe am Eingang kann dann ein unüberwindbares Hindernis darstellen. Genau hier setzt die Wheelmap an: Nutzer geben anderen Nutzern Auskunft darüber, wie zugänglich ein Zielort ist. Damit trägt die Karte zu einem aktiven und abwechslungsreichen Lebensstil für Rollstuhlfahrer bei.

Auch Personen mit Rollatoren oder Kinderwagen leiden häufig unter bestimmten Zugänglichkeiten.

Auch Personen mit Rollatoren oder Kinderwagen leiden häufig unter bestimmten Zugänglichkeiten. Foto: Melanie Wehnert, Sozialhelden e.V.

Rollatoren und Kinderwagen

Aber auch Menschen mit Rollatoren oder Kinderwägen profitieren von dem Angebot. Ziel der Wheelmap ist es, Betreiber von nicht rollstuhlgerechten öffentlichen Orten auf das Problem aufmerksam zu machen. Sie sollen dazu angeregt werden über die Barrierefreiheit in ihren Räumen nachzudenken und diese zu verbessern. Die Wheelmap will bundesweit – und auch international – immer bekannter werden. Immer mehr Städte sollen mit möglichst vielen markierten Orten hinzukommen. Außerdem wird das Angebot der verfügbaren Sprachen Stück für Stück erweitert. Initiator Raul Krauthausen führt aus: „Als Berliner kann ich jetzt herausfinden, wo ich bei einem Münchenaufenthalt meine Weißwurst essen kann, ohne draußen vor der Tür kehrt machen zu müssen. Dank Wheelmap haben Menschen mit Mobilitätseinschränkungen jetzt einen Guide für rollstuhlgerechte Orte. Sie haben es damit leichter im Alltag neue Orte zu entdecken und andere Menschen, auch nicht-behinderte, zu treffen. Das ist, ganz im Sinne der Wheelmap, dann ‚Inklusion’.“

Patrick Rein

Schlechte Zeiten für Allergiker

Der Fehler liegt im System: Pollenflugvorhersagen sind für Allergiker nur bedingt hilfreich, da die Daten meist vom Vortag stammen und ihre Erhebung ein Fehlerpotenzial birgt.

Zwar veröffentlichen die Wetterdienste detaillierte Vorhersagen für den Pollenflug, die sogar mit dem Mobiltelefon über Apps abrufbar sind. Doch deren Datenbasis ist verhältnismäßig alt und mitunter fehlerträchtig, so dass selbst gute Meteorologen nur einen vagen Trend ableiten können. Für Allergiker ist das nur bedingt brauchbar.

Vorhersagen sind für Allergiker nur bedingt hilfreich.

Vorhersagen sind für Allergiker nur bedingt hilfreich. Foto: Patrick Rein

12 Millionen Allergiker

Nach Angaben des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung leidet etwa jeder siebte Deutsche unter Allergien, die durch Pollen hervorgerufen werden. Die Tendenz ist steigend. Symptome zeigen sich meist über Nase, Augen und Haut, aber auch durch Atemnot oder Husten. Typisch ist der sogenannte Heuschnupfen mit Niesreiz und laufender Nase. Weil auch Kreuzreaktionen mit Nahrungsmitteln beobachtet werden, sollten Pollenallergien stets ernst genommen werden. Als heftigste Reaktion gilt der anaphylaktische Schock, eine lebensgefährliche Überreaktion des Immunsystems. Wer eine Allergie bei sich vermutet, sollte zum Arzt gehen. Der macht einen einfachen Prick-Test, um eine Reaktion auf bestimmte Pollen festzustellen. Dann können Sprays oder Antihistaminika-Tabletten helfen, die im Gegensatz zu früher nicht mehr müde machen. Leiden die Betroffenen extrem, kann eine Hyposensibilisierung dauerhaft Abhilfe schaffen – doch das Verfahren mit vielen Spritzen ist unangenehm und langwierig.

Seit 60 Jahren unverändert

Das der Pollenflugvorhersage zugrunde liegende System ist europaweit nahezu einheitlich: Eine sogenannte Hirst- oder Burkard-Falle saugt Außenluft an und sammelt den darin enthaltenen Blütenstaub. Dann wird unter einem Mikroskop die Pollenart und -konzentration ermittelt. Das simple, bereits 1952 veröffentlichte Verfahren wird bis heute praktisch unverändert angewandt. In Deutschland gibt es 45 solcher Messstationen, deren Ergebnisse vom Deutschen Wetterdienst einmal täglich als Pollenflugvorhersage veröffentlicht werden. Daneben erstellen auch private Wetterdienste Vorhersagen. Viele Apps hingegen bilden anscheinend nur den saisonalen Verlauf des Pollenflugs, den sogenannten Pollenkalender, ab. Dieser basiert auf langjährigen Erfahrungswerten. Eine aktuelle Messung der Pollenkonzentration liegt nicht zu Grunde. Sachkundige bemängeln die Aktualität der Messungen: Die 24 bis 48 Stunden alten Erhebungen könnten für Allergiker nur bedingt von Relevanz sein. Vorteilhaft wäre, möglichst frühzeitig vorgewarnt statt nachträglich informiert zu werden. Um die Betroffenen wirksam zu unterstützen, müssten Pollenart und -aufkommen quasi in Echtzeit, mindestens aber mehrfach am Tag, ermittelt und veröffentlicht werden.

Kritik wird auch an der Methodik der manuellen Identifikation der teils nur 0,01 mm kleinen Pollenpartikel geübt. Bestimmte Arten lassen sich nur anhand feinster Variationen in Größe, Symmetrie sowie in Anzahl und Gestalt unterscheiden. Ringversuche in mehreren europäischen Ländern haben Fehlerquoten von bis zu 50 Prozent ergeben. Dass der Pollenflug zudem nicht ganzjährig flächendeckend gemessen wird, gilt als weiteres Manko. Zwar blühen Pflanzen naturgemäß in warmen Perioden, doch das ist relativ: Einschließlich Vor- und Nachblüte haben viele Arten von Februar bis September Saison. Lediglich von Oktober bis Januar herrscht weitgehend Ruhe.

Patrick Rein

Damit beim Auslandsaufenthalt nichts „schief“ läuft

Wer als Au-pair oder Student ins Ausland geht, gewinnt viele wertvolle Erfahrungen, doch wie sieht es dabei mit dem Versicherungsschutz aus?

In Zeiten der Globalisierung werden Fremdsprachenkenntnisse immer wichtiger. Zunehmend mehr junge Menschen nutzen daher die Möglichkeit, als Au-pair gleich nach dem Abitur oder später als Student eine längere Zeit im Ausland zu verbringen: Das Leben weitab von zuhause genießen, viele neue Eindrücke, ein großes Stück Selbstständigkeit. Doch bei aller Begeisterung sollten Reisewillige die Risiken eines Auslandsaufenthalts nicht ignorieren. Denn Missgeschicke, Krankheit und Unfälle passieren in der Ferne genauso wie zu Hause.

Birgit Dreyer ist studierte Betriebswirtin und ausgebildete Reiseverkehrskaufrau und seit vielen Jahren in der ERGO Versicherungsgruppe tätig.

Birgit Dreyer, studierte Betriebswirtin und ausgebildete Reiseverkehrskaufrau, ist seit vielen Jahren in der ERGO Versicherungsgruppe tätig. Foto: ERGO

Nur bedingt abgesichert

Birgit Dreyer von der Europäischen Reiseversicherung erläutert, warum sich Au-pairs und Studenten schon im Vorfeld Gedanken über den passenden Versicherungsschutz machen sollten. Denn: Die gesetzliche Krankenversicherung greift während eines längeren Auslandsaufenthaltes nur bedingt. Dabei macht es zunächst einen Unterschied, wo der Student sein Auslandssemester absolviert oder in welchem Land die Gastfamilien der Au-pairs leben. Gerade in besonders beliebten Ländern wie den USA, Kanada oder Australien gibt es keine Erstattung der Behandlungskosten. Innerhalb der EU greift der Versicherungsschutz zwar grundsätzlich, allerdings wird nur das erstattet, was den vor Ort Versicherten auch gezahlt werden würde – und das ist oft deutlich weniger. Weitere Einschränkungen: Viele Leistungen sind im Ausland gar nicht versichert, wie beispielsweise der Transport ins nächste Krankenhaus. Diese Kosten müssten Studenten und Au-pairs aus eigener Tasche zahlen.

In europäischen Ländern - wie hier in Schweden/Göteborg - greift grundsätzlich erst Mal der heimische Versicherungsschutz.

In europäischen Ländern – wie hier in Schweden/Göteborg – greift grundsätzlich erst Mal der heimische Versicherungsschutz. Foto: Patrick Rein

Kostendeckung bei Zahnbehandlung

Da sich Studenten und Au-pairs über einen längeren Zeitraum in fremden Ländern aufhalten, sichert eine spezielle Studenten- und Au-pair-Versicherung die jungen Reisenden während des gesamten Auslandsaufenthalts bei Unfällen und akuten Erkrankungen ab. Außerdem kümmert sie sich – wenn nötig – um einen Rücktransport ins Heimatland. Das kann eine große finanzielle Entlastung sein, da ein Heimtransport leicht einen fünfstelligen Betrag ausmacht. Bei den im Alltag häufigeren, kleineren Unfällen mit oftmals teuren Folgen springt die Versicherung ebenfalls ein: Wer sich zum Beispiel eine Ecke vom Zahn ausbeißt, müsste sich auch fern der Heimat um die Kosten einer Zahnbehandlung keine Sorgen machen.

Auch eine Haftplichtversicherung kann bei entstehenden Schäden im Ausland hilfreich sein.

Auch eine Haftplichtversicherung kann bei entstehenden Schäden im Ausland hilfreich sein. Foto: Patrick Rein

Erkrankung von Familienmitgliedern

Nach Ansicht der Expertin ist es ebenso sinnvoll, die Auslandskrankenversicherung um einen weiteren Auslandsschutz zu ergänzen, beispielsweise ein Paket aus Unfall-, Haftpflicht- und Unterbrechungs-Versicherung. Angenommen, das Au-pair lässt die teure Vase aus dem Familienerbe fallen: Dann bleibt er oder sie nicht auf den Kosten sitzen – die Versicherung kommt für den entstandenen Schaden auf. Vorteil der Unterbrechungs-Versicherung ist, wenn aus wichtigen Gründen – beispielsweise schwere Erkrankung eines Familienmitglieds – eine schnelle Heimreise nötig wird. Dann trägt die Versicherung die Kosten für die Rückreise und bei Unterbrechung sogar für die erneute Anreise.

Patrick Rein

„Vom Baden wird abgeraten“

Die Badestellen Kleine Badewiese und Grunewaldturm erfüllen EU-Richtlinien nicht und fallen aus den regelmäßigen Untersuchungen.

Zwar legte der Sommer eine kurze Pause ein, doch jetzt scheint er wiederzukommen. Doch die Freunde des Wassersports müssen wieder eine schlechte Nachricht hinnehmen: Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) wird für die beiden Badestellen Grunewaldturm und Kleine Badewiese in 2013 keine weiteren Untersuchungsergebnisse veröffentlichen. Die Empfehlung “Vom Baden wird abgeraten” wird an diesen beiden Badestellen die gesamte weitere Saison über bestehen bleiben.

An der Kleinen Badewiese wird die gesamte Saison über vom Baden abgeraten

An der Kleinen Badewiese wird die gesamte Saison über vom Baden abgeraten.

Wasserqualität mangelhaft

Hintergrund sind die gesetzlichen Regelungen der EU-Badegewässerrichtlinie, nach denen der Zustand der Badegewässer anhand der mikrobiologischen Parameter Escherichia coli und intestinale Enterokokken über den Zeitraum der letzten 4 Jahre beurteilt werden muss. Daher wird die aktuell gültige Einstufung „mangelhaft“ in diesem Jahr nicht mehr geändert. Der Schwerpunkt bei der Überwachung der Badegewässer zum Schutz der Badenden liegt nicht mehr wie bisher auf den 14-tägigen Messungen der Gewässerqualität. Die Badestellen südlich von Grunewaldturm und Kleiner Badewiese – beispielsweise Lieper Bucht oder Breitehorn  – sind dagegen auch weiterhin zum Baden geeignet. Für diese Badestellen werden die Untersuchungsergebnisse auch in der laufenden Badesaison regelmäßig veröffentlicht.

Spandau als wasserreicher Bezirk hat vielfältige Wassersportangebote an und auf dem Nass.

Spandau als wasserreicher Bezirk hat vielfältige Wassersportangebote an und auf dem Nass. Fotos (2): Patrick Rein

Fast nur Spandaus Gewässer betroffen

Die Badegewässerqualität wurde 2012 (Untersuchungszeitraum 2009-2012) an fast allen Berliner Badestellen mit „ausgezeichnet“ eingestuft. Ausgenommen davon sind neben den beiden bereits angesprochenen Badestellen nur noch das “Breitehorn” mit der Abstufung „gut“, welche die Kriterien nicht erfüllten. Damit sind nahezu drei Spandauer Badestellen betroffen, während alle anderen mit „ausgezeichnet“ bewertet wurden.  Damit bleiben den Spandauerinnen und Spandauern nur noch die Bürgerablage, das Breitehorn sowie der Groß Glienicker See nördlich und südlich zur Erfrischung wenn das Wetter wieder sommerlich werden sollte. Zumal steht mit dem Staaken Süd weiterhin nur ein Sommerbad zur Verfügung.

Baderegeln beachten

Normalerweise ist die Selbstreinigungsfähigkeit der natürlichen Gewässer sehr hoch. Selbst ein langer heißer Sommer mit vielen badenden Menschen macht den Badegewässern nicht viel aus. Dennoch kann jeder einzelne auch dazu beitragen, dass Belastungen gering bleiben. Hunde verrichten ihre Notdurft niemals beim Schwimmen im Wasser. Das sollte auch für den Menschen gelten. Wer es überdies auf sich nimmt, statt in die Büsche in das nächste Toilettenhäuschen zu gehen, schont seine Badestelle, denn so können beim nächsten Regen Urin und Kot nicht ins Gewässer eingespült werden. Zudem gehören Abfall sowie Essensreste in Müllkörbe und sollten nicht einfach liegengelassen werden. Außerdem sollten Schilfgürtel und Röhricht gemieden werden – denn diese bilden die natürlichen Filter des Gewässers.

Patrick Rein

In wirklich guten Händen

Spandauer Orthopädie zählt zu Deutschlands Spitzenkliniken: Focus Gesundheit bestätigt erneut Qualität der Unfallchirurgie und Orthopädie.

Nachdem bereits die Havelklinik bei Patientenbefragungen Bestnoten erhielt, zählt nun auch die Orthopädie und Unfallchirurgie des Evangelischen Waldkrankenhauses unter der Leitung von Professor Dr. med. Wolfgang Noack bundesweit zu den Spitzenkliniken. In Deutschlands größtem Krankenhaus-Vergleich prüfte ein unabhängiges Recherche-Institut für das Magazin Focus Gesundheit die Qualität von über 2000 Kliniken. Dabei belegte die Orthopädie zum 3. Mal einen der Spitzenplätze.

Besonders die Orthopädie des Waldkrankenhauses genießt deutschlandweit einen guten Ruf.

Besonders die Orthopädie des Waldkrankenhauses genießt deutschlandweit einen guten Ruf.

Ausgezeichnete Qualität

In die Bewertung flossen Daten ein, die Aufschluss geben über Erfahrungen, Fallzahlen, den nachhaltigen Behandlungserfolg bei Operationen, Komplikationsquoten, Ausstattung mit Technik oder die Anzahl betreuender Ärzte, die Qualifikation der Pflegemitarbeiter bis hin zum Hygienestandard der Häuser. Für die Erhebung befragte Focus über 22000 einweisende Ärzte und mehr als 1000 Kliniken zu den Fachbereichen. Zudem wurden die Qualitätsberichte der Krankenhäuser ausge-wertet. Die Orthopädie des Evangelischen Waldkrankenhauses erzielte diesmal Platz 14.

Das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau in der Stadtrandstraße 555-561

Das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau in der Stadtrandstraße. Fotos (2): Patrick Rein

Kinderorthopädie und Wirbelsäulenchirurgie

Hauptauswahlkriterium für eine Top 100 Platzierung war die Empfehlung zuweisender Ärzte. „Das ist eine offizielle Bestätigung unserer Qualität, vor allem durch unsere niedergelassenen Kollegen, über die wir uns natürlich sehr freuen“, erläutert Professor Noack. Ergänzt werden sollten seiner Ansicht nach auch die neueren Schwerpunkte der Klinik. „Unsere Departments für Kinderorthopädie und für Wirbelsäulenchirurgie zeichnen sich durch ihre hervorragenden Behandlungserfolge aus und sind in Berlin-Brandburg führend.“ Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie mit dem Schwerpunkt Endoprothetik ist mit insgesamt rund 1.200 operativen Eingriffen an Hüfte, Knie, Schulter und Sprunggelenken pro Jahr die größte ihrer Art in Berlin. Prof. Dr. med. Wolfgang Noack gilt als Pionier und genießt auch international einen außerordentlich guten Ruf als einer der renommiertesten Operateure. Rund 600 neue Hüften und 400 neue Kniegelenke haben er und sein Team Patientinnen und Patienten im vergangenen Jahr eingesetzt.

Das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau – ein Unternehmen der Paul Gerhardt Diakonie – ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité -Universitätsmedizin Berlin und mit mehr als 470 Betten das größte freigemeinnützige Krankenhaus Berlins. In den acht Fachabteilungen und zwölf medizinischen Zentren des 1952 gegründeten Krankenhauses werden jährlich rund 19.000 Patienten stationär und weitere 40.000 Patienten ambulant versorgt.

Patrick Rein

Das Wochenende war sportlich

Neben dem Havelfest zogen auch die F-Games auf dem Parkdeck, der Lamborghini Cup in Staaken und das Bürger- und Familienfest der SPD die Besucher nach draußen.

Die Voraussetzungen waren optimal für ein erlebnisreiches Wochenende: Endlich Sonne und kein Regen. Dennoch war der Besucherzuspruch bei einigen Veranstaltungen überschaubar. Sicherlich führte die Vielzahl der Angebote am Samstag bei dem ein oder anderen zu Entscheidungsschwierigkeiten. Denn neben dem alles überragenden Havelfest – bei dem es kurz vorm großen Feuerwerk sogar zu Nachschubproblemen beim Bierausschank kam – luden drei andere Veranstaltungen zur sportlichen Betätigung auf.

Die Stars von Morgen kamen aus dem gesamten Bundesgebiet und Dänemark zum Fußballturnier nach Staaken.

Die Stars von Morgen kamen aus dem gesamten Bundesgebiet und Dänemark zum Fußballturnier nach Staaken.

Internationales Nachwuchsturnier

So hatte der SC Staaken zum bereits 3. Internationalen Lamborghini Berlin Fussball Cup des Jahrgangs 2004 (F-Jugend) in den Sportpark Staaken geladen, der ein erlesenes Teilnehmerfeld aus Nachwuchsmannschaften von Bundesligisten, Tradition- und Ausbildungsvereinen sowie zwei Vereinen aus Dänemark folgten. Letztendlich gingen der SC Staaken, Hertha BSC, 1.FC Union Berlin, Bredballe IF (DK), Boldklubben Søllerød-Vedbæk (DK), Potsdamer Kickers 94, RB Leipzig, 1.FC Magdeburg, Hallescher FC, LFC Berlin und der Weißenseer FC an den Start. Ein Kinderschmink- und Würfelstand sowie das schon fast obligatorische Speedschießen rundeten das Programm ab. Nach den abwechslungsreichen und fairen Partien setzte sich am Ende die Mannschaft des Bundesligaaufsteigers Hertha BSC gegen den Halleschen FC als Turniersieger durch. Den dritten Platz erspielten sich die Gäste aus Dänemark vom Boldklubben Søllerød-Vedbæk. Die Gastgeber vom SC Staaken beendeten das Turnier auf dem 5. Platz.

Ismail Öner (2. v. li.) erhielt für sein Projekt Mitternachtssport e.V. Fußbälle von Bezirksstadtrat Stephan Machulik (re.) und dem Bezirksverordneten Jürgen Keßling (li.).

Ismail Öner (2. v. li.) erhielt für sein Projekt Mitternachtssport e.V. Fußbälle von Bezirksstadtrat Stephan Machulik (re.) und dem Bezirksverordneten Jürgen Kessling (li.) überreicht.

Bürger- und Familienfest

Überwiegend unpolitisch ging es zeitgleich im Wilhelm-Schleusener-Stadion vor, obwohl hier die Abteilung Falkenhagener Feld der SPD zum Fest geladen hatte. Fußballturnier, laufen für den guten Zweck und die Footballer der Spandau Bulldogs standen im Vordergrund. Zudem wurde die Hans-Schultz-Ehrenmedaille an Heike Ließfeld, Detlef Schuster und Käthe Reiman verliehen. Allein der UNICEF Lauf über 100 Meter ermöglichte 500 Dosen gegen Masern, 4000 Wasserreinigungstabletten und 5000 Bleistifte für das Kinderhilfswerk. Und auch der Mitternachtssport e.V. wurde geehrt und erhielt anstatt Medaille nützlichere Fußbälle als Unterstützung.

Es war noch Platz zur sportlichen Betätigung auf dem Parkdeck der Spandau Arcaden hoch über den Dächern des Bezirks.

Es war noch Platz zur sportlichen Betätigung auf dem Parkdeck der Spandau Arcaden hoch über den Dächern des Bezirks. Fotos (3): Patrick Rein

Über den Dächern von Spandau

Zu guter letzt fand als Auftakt zu den Sommerferien auf dem Parkdeck F der Spandau Arcaden eine Veranstaltung für Groß und Klein statt. Bei den “Deck F Games” sollten Kinder und Jugendliche zeigen, welcher Sportsgeist in ihnen steckt. An verschiedenen Stationen konnte an motorischen und koordinativen Fähigkeiten gefeilt werden. Neben Torwand und Soccercage standen erstmals auch eine Minigolf- und eine Biathlonanlage zur Verfügung. Lediglich die angekündigte Verpflegung war nicht zu entdecken und auch das Teilnehmerfeld gestaltete sich bei so vielen Aktionen im Bezirk eher dürftig.

Patrick Rein

Jeder fängt mal klein an

Eine Woche vor dem größten Jugendhandballturnier im Stadion Hakenfelde arrangierte Centrovital Schülern ein Schnuppertraining mit zwei Profispielern.

Schon ein Mal kamen Schülerinnen und Schüler der Wolfgang-Borchert-Oberschule in den Genuss mit zwei Handballprofis des Bundesligisten Füchse Berlin zu trainieren. Am letzten Freitag kamen nun wiederholt zwei Spieler nach Spandau, die selbst in der Jugend noch als SG Spandau/Füchse Berlin auf Torejagd gingen und danach den Sprung in den Profikader schafften: Johannes Sellin und Colja Löffler. Letzterer ist Spandauer Eigengewächs und nahm seine ersten Bälle bei der SG ASC/VfV Spandau in die Hand und spielte selbst bei dem am Wochenende wieder stattfindenden Bärlin-Cup im Stadion Hakenfelde.

Am Samstag und Sonntag treten wieder Groß und Klein aus dem gesamten Bundesgebiet beim Bärlin Cup im Stadion Hakenfelde an.

Am Samstag und Sonntag treten wieder Groß und Klein aus dem gesamten Bundesgebiet beim Bärlin Cup im Stadion Hakenfelde an.

Größtes Turnier der Region

Am Samstag und Sonntag von 9 bis 16 Uhr erwartet die SG ASC/VfV Spandauletztmalig als Spielgemeinschaft – wieder an die 150 Mannschaften aus Berlin und dem gesamten Bundesgebiet zum größten Jugendkleinfeldhandballturnier der Hauptstadt und Brandenburgs. Erstmalig werden auch Handballer des VfL Wolfsburg begrüßt, während Mannschaften aus Hamburg als auch vom MTV Lübeck schon seit Jahren zum Turnier nach Spandau kommen. Eine Herausforderung war in diesem Jahr auf Grund des Legionellen-Befalls einiger sanitären Hallenanlagen die Unterbringung der Gäste. Doch Schirmherr und Stadtrat für Schule und Sport Gerhard Hanke signalisierte: „Wir werden eine Lösung finden!“. Er als auch seine Mitarbeiter im Bezirksamt hielten Wort und stellten Räumlichkeiten zur Verfügung um allen Gastmannschaften eine Unterbringung zu gewährleisten.

Die Handballprofis Johannes Sellin (li.) und Colja Löffler spielten in der Jugend erfolgreich in der damaligen SG Spandau/Füchse Berlin.

Die Handballprofis Johannes Sellin (li.) und Colja Löffler spielten in der Jugend erfolgreich in der damaligen SG Spandau/Füchse Berlin. Fotos (2): Patrick Rein

Schüler waren begeistert

Nicht nur der Stadtrat möchte sich am Wochenende selbst ein Bild vom Turnier machen, auch Colja Löffler plant am Sonntag – wenn die älteren Jahrgänge antreten – an die alte Wirkungsstätte zurückkehren. Dabei müssen er als auch Johannes am Samstag selbst noch mal in Hannover beim letzten Saisonspiel ran. Neben dem Bärlin-Cup wird aber auch noch das Hinrundenspiel um die Deutsche Meisterschaft der A-Jugend in Berlin ausgetragen. Die Mannschaft der Füchse Berlin steht zum dritten Mal im Finale und konnte die letzten beiden Titel noch als SG Spandau/Füchse Berlin gewinnen. Die Entwicklung des Handballs in Berlin hat eine beeindruckende Entwicklung genommen, so überrascht es auch wenig dass der Deutsche Handballbund mittlerweile einen Umzug in die Hauptstadt beschlossen hat. Und auch beim  Probetraining der beiden Füchse – ermöglicht vom Gesundheitszentrum Centrovital – konnten wieder Schülerinnen und Schüler von der Sportart mit dem Ball in der Hand überzeugt werden.

Patrick Rein

Staaken bleibt Tabellenführer

Im Lokalderby zwischen den Spandauer Kickers und dem SC Staaken II trennen sich die beiden Aufstiegskandidaten unentschieden.

Sowohl der SC Staaken als auch die Spandauer Kickers stehen in der Bezirksliga mit deutlichem Vorsprung auf einem Aufstiegsplatz. Dementsprechend groß war – trotz Regen – auch der Zuschauerandrang auf dem Heimspielgelände der Kickers am Sommerbad Staaken West. Es ging um die Tabellenspitze, denn der Aufstieg ist beiden Mannschaften kaum noch zu nehmen. Die abwechslungsreiche Partie bot auch ebenso wie das Champions-League Finale am Sonnabend alles was das Fußballherz begehrt: Vier Tore mit teils sehenswerten Treffern, Elfmeter, zwei rote Karten und diskussionsanregende Schiedsrichterentscheidungen.

In einer fair gefürhten Partie trennetn sich Spaki und Staaken II unentschieden.

In einer fair geführten Partie trennten sich Spaki und Staaken II unentschieden.

Gerechtes Unentschieden

Während des Spiels erhielten die Gäste lautstarke Unterstützung des Staakener Anhangs, dennoch ging Gastgeber „Spaki“ durch Christian Oberreuter mit 1:0 in Führung ehe Sven Trautmann per Elfmeter noch vor der Halbzeit den Ausgleich erzielte. Mit einem fulminanten Freistoß, ausgeführt von Marc Theilig, konnte der Eintore-Vorsprung für die Kickers wiederhergestellt werden. Doch die Staakener steckten nicht auf und Frederik Kammer erzielte per Kopfball den 2:2 Endstand. In einer fairen Partie beendeten sowohl die Spandauer Kickers als auch der SC Staaken das Spiel um jeweils einen Mann reduziert. Die Schiedsrichterentscheidungen sorgten in beiden Fällen für Diskussionen und wurden von beiden Lagern als zu „hart“ interpretiert. Zwar konnte der SC durch dieses Ergebnis die Tabellenführung behaupten, beide Mannschaften bleiben aber durch die Punkteteilung auf dem Sprung in die Landesliga.

Der anhaltende Regen des Wochenendes machte auch beim Lokalderby nicht halt.

Der anhaltende Regen des Wochenendes machte auch beim Lokalderby nicht halt. Fotos (2): Patrick Rein

Pokalhalbfinale der Ersten

Am Mittwoch muss dann die erste Mannschaft von Staaken zum Halbfinale im Berliner Pilsner Pokal zum SV Lichtenberg 47. Für das Auswärtsspiel und der Chance auf den Finaleinzug – in dem im letzten Jahr bereits mit Gatow ein anderer Spandauer Fußballverein stand – wird extra ein Fanbus gechartert. Nervenstärke hatten die Staakener schon beim Gewinn des Spandauer Bürgermeisterpokals im letzten Sommer bewiesen.

Und am nächsten Wochenende, den 8. Juni, tritt dann auch wieder die Spandauer Gastronomie zum mittlerweile 8. Gastro-Cup für den guten Zweck an. Gespielt wird auch in diesem Jahr wieder im Helmut-Schleussener-Stadion am Askanierring von 10 bis 16 Uhr.

Patrick Rein

Erstes Siddhalepa Ayurveda Center in Spandau

Das centrovital erweitert sein Gesundheits-Spektrum um Sri-lankisches Ayurveda-Angebot.

Auf großes Interesse stieß am Dienstag der Tag der offenen Tür im centrovital anlässlich der Eröffnung des ersten Siddhalepa Ayurveda Centers in Berlin. Rund 200 Neugierige kamen in das 4-Sterne-Hotel des centrovital, um in die Welt des sri-lankischen Ayurveda einzutauchen. Das Siddhalepa Ayurveda Center im centrovital bietet zukünftig mit einem dreiköpfigen Team aus einem erstklassig deutsch sprechenden, sri-lankischen Ayurveda-Spezialisten und zwei Therapeuten zwanzig verschiedene Anwendungen sowie Arrangements und Kuren an, die auf dem 200-jährigen ayurvedischen Wissen des sri-lankischen Familienunternehmens Siddhalepa beruhen und gesundheitsfördernde Wirkung haben.

Der Botschafter Sri Lankas in Berlin, Upali Sarrath Kongahage, eröffnete den neuen Ayurveda-Bereich im centrovital.

Der Botschafter Sri Lankas in Berlin, Upali Sarrath Kongahage, eröffnete den Ayurveda-Bereich im centrovital.

Alles individuell angepasst

Die hierfür verwendeten Produkte werden von Siddhalepa in Sri Lanka nach eigener Rezeptur und strengen Qualitätsmaßstäben produziert. Der ayurvedischen Lehre entsprechend wird in einer Konsultation mit dem Spezialisten vor den Anwendungen die individuelle Konstitution des Gastes analysiert, um die Anwendungen und Produkte entsprechend anzupassen. Ergänzend serviert das centrovital ayurvedische Kost, die – wie die Anwendungen – auf die individuelle Konstitution der Gäste abgestimmt ist. Für eine authentische Atmosphäre sorgt ein traditionell srilankischer Einrichtungsstil mit lebhafter, harmonischer Farbgebung und handgefertigten Möbeln, die extra in Sri Lanka  angefertigt wurden.

Das sri-lankanische Flair weckte das Interesse der Besucher zur Eröffnung.

Das sri-lankanische Flair weckte das Interesse der Besucher zur Eröffnung. Fotos (2): Patrick Rein

Eröffnung durch Botschafter

So wurde die neue Wellness-Oase auch durch den Botschafter Sri Lankas in Berlin, Upali Sarrath Kongahage, feierlich eröffnet, der sich im authentischen Ambiente bei einem Rundgang gleich heimisch fühlte. centrovital-Geschäftsführer Jürgen Goerißen erklärt: „Mit dem Siddhalepa Ayurveda Center erweitern wir unser ganzheitliches Angebot zur Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens unserer internationalen Gäste um eine bedeutenden Baustein. Für ein Mehr an Wellness müssen unsere Gäste nicht nach Sri Lanka reisen, sondern können auch hier in originalgetreuem Ambiente ayurvedische Anwendungen sri-lankischer Tradition genießen.“

„Ayurveda“ bedeutet wörtlich übersetzt „Lebenswissen“. Dieses Wissen wurde im indischen Kulturkreis seit 5000 Jahren von Generation zu Generation weitergegeben. Es umfasst eine Lehre zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit bis ins hohe Alter.

Patrick Rein

Die Welt von unten verändern, auch in Spandau

Vortrag zur Transition im Klima Klub

KlimaWerkstatt in Spandau (Bild: Veranstalter)

KlimaWerkstatt in Spandau (Bild: Veranstalter)

Die KlimaWerkstatt lud zu einem Vortrag in ihre neuen Räume in der Mönchstraße. Gerd Wessling zeigte mit seinen Vortrag zum Thema Transition, dem Konzept vom Wandel einen möglichen Weg in eine bessere Umwelt auf: „Energie- und Kulturwandel mit Kopf, Herz und Händen.“

Mit vielen Dingen um uns herum ist es nicht zum Besten bestellt. Wir verschwenden in gewaltigen Mengen Lebensmittel. Diese werden in Massen produziert, weil sie jederzeit und billig in jeder Menge vorrätig sein sollen. Der Preis dafür ist die Vernichtung der nicht genutzten Reste. Ohne Massentierhaltung würde es uns also nicht unbedingt schlechter gehen.

Weltweit wird der Aufwand immer größer, Energierohstoffe, wie Öl, zu gewinnen. Damit steigen auch die Kosten – von anderen Faktoren einmal abgesehen. Reicht es, zur Energiewende einfach ein paar Kraftwerke auszuschalten und ein Park von Windrädern in die Landschaft zu setzen? Bevor acht Kernkraftwerke vom Netz genommen wurden, hieß es, in Deutschland würden nun die Lichter ausgehen, oder wir müssten Strom importieren, um „überleben“ zu können. Nun, noch immer exportiert Deutschland eine Menge Strom …

Vor vielen Jahren war der Begriff Agenda 21 in aller Munde. Auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (UNCED) 1992 in Rio de Janeiro wurde dieses umweltpolitische Aktionsprogramm aus der Taufe gehoben. Nachhaltigkeit wurde zur Maxime, weil die hemmungslose Verschwendung von Ressourcen so nicht weitergehen durfte. Ziel der daraus entstandenen Lokalen Agenda war es, die Lebens- und Wirtschaftsweise der menschlichen Spezies zukunftsfähig zu gestalten, frei nach dem Motto: „Global denken – lokal handeln!“

Transition, die Bewegung von Unten

War die Agenda 21 eher eine von oben initiierte Angelegenheit, versucht die Transition-Bewegung, den Prozess von „Unten“ in Gang zu bringen. Dabei sind die Vorgehensweisen höchst unterschiedlich. Es gibt kein festes Muster, was einfach auf andere Gegebenheiten übertragen werden könnte. Das macht es erst einmal sehr theoretisch und wenig greifbar.

Transition will ein Weg sein, in der gegenseitige Achtsamkeit und nachhaltiges Leben eine Welt schaffen, in sich ein System etabliert, welches das Gleichgewicht mit der Natur schafft und bewahrt und so fähig ist, auch auf Extremsituationen zu reagieren, ohne dass das System dabei zerstört wird.

Ressourcen/Energie zu sparen steht dabei im Vordergrund. Von einem positiven Blick in die Zukunft ausgehend, soll der Mensch sensibler für die Prozesse in seiner Umwelt werden. Mit der Prämisse, dass jeder gebraucht wird, sollen sich starke lokale Gemeinschaften entwickeln, die alle nach sehr „einfachen“ Prinzipien arbeiten. Alte Techniken zu entdecken und wieder anzuwenden – ohne gleich in die technologische Steinzeit zu verfallen, wieder selbst etwas zu fertigen, kann ein Weg sein.

In der Folge ließe sich auch das Problem mit dem Klimawechsel in den Griff kriegen. Ein wenig vergeistig, esoterisch und abgehoben hört sich das auf den ersten Blick an.

Die Prinzessinnengärten am Moritzplatz in Berlin, als Beispiel für “Urban Gardening”, also städtisches Gärtner, ein ökologisch geführter Garten oder das „Betreute Ackern in Spandau“ , aber auch Pr0jekte, die sich um die Förderung des Radverkehrs kümmern, sind Beispiele für eine überraschend bodenständige Durchführbarkeit solcher Ideen. Man kann also ganz klein anfangen …

 

Ralf Salecker

 

Weitere Informationen zum Thema unter:

www.transition-initiativen.de

http://transitionberlinbrandenburg.wordpress.com

KlimaWerkstatt

  • Mönchstraße 8
  • 13597 Berlin
  • www-klimawerkstatt-spandau.de

Laufen und Gutes tun inklusive

Auch der mehrfache Paralympics-Sieger Henry Wanyoike läuft dieses Jahr erneut beim Run of Spirit am Pfingstmontag mit.

Bereits zum 5. Mal unterstützt und bereichert der blinde Ausnahmeathlet das Laufevent für Menschen mit und ohne Behinderungen im Evangelischen Johannesstift. Wanyoike zeigt, dass jeder Mensch auf seine Weise ein Champion sein kann, dass jeder für sich etwas erreichen kann, wenn er hart arbeitet und seinem Herzen folgt. In diesem Jahr feiert der Run of Spirit am 20. Mai mit der 5. Ausrichtung ein kleines Jubiläum und das im 155. Jahr des Evangelischen Johannesstifts.

Der Zieleinlauf mit seiner Kulisse und Zuschauern wird auch in diesem Jahr wieder die letzten Kräfte mobilisieren.

Der Zieleinlauf mit seiner Kulisse und Zuschauern wird auch in diesem Jahr wieder die letzten Kräfte mobilisieren.

Vom Kinder- bis zum Volkslauf

Nicht nur Schirmherrin Marianne Buggenhagen blickt dem Laufevent bereits voller Freude entgegen: „Ich freue mich, den Namen dieses Laufes nicht nur in meinem Herzen zu tragen, sondern der Sportwelt nun auch in offizieller Funktion davon berichten zu können”. Unter dem Motto “Bewegung und Begegnung” finden acht Wettbewerbe, vom Kinderlauf bis zum klassischen 10 km Volkslauf und einer Teamstaffel statt. Neu hinzugekommen ist ein Jugendlauf über 2,5 km integriert, um das sportliche Angebot für den Nachwuchs zu erweitern. Die vielfältigen Laufkategorien ermöglichen die Teilnahme von Jung und Alt, von Anfängern und Profis, von Menschen mit und ohne Behinderung. Der Hauptlauf geht dabei über eine Distanz von 10 Kilometern. Mit rund 600 Teilnehmern/innen startete das Laufevent 2009 und in diesem Jahr soll die 1.500 Personen-Meldemarke überschritten werden. Den Gästen bietet sich eine motivierende Kulisse am Streckenrand und wenn es mal eine Laufpause gibt, dann ist für gute Stimmung gesorgt. Kinder erwartet ein buntes Rahmenprogramm und wer will, kann es auf dem Rasen rund um Start und Ziel gemütlicher angehen lassen.

Einer der schnellsten blinden Marathonläufer, Henry Wanyoike, aus Kenia beim Zieleinlauf. Er ist seit dem ersten Run of Spirit dabei. Auf dem Foto wird er von Lennart Sponar geführt. Einem der schnellsten Berliner Langstreckler.

Einer der schnellsten blinden Marathonläufer, Henry Wanyoike, aus Kenia beim Zieleinlauf. Er ist seit dem ersten Run of Spirit dabei. Auf dem Bild wird er von einem der schnellsten Berliner Langstreckler, Lennart Sponar, geführt. Fotos (2): Evangelisches Johannesstift

Sport verbindet

Herzstück des Laufevents ist die Teilhabe und Teilnahme von Menschen mit Behinderung. Ausdrücklich sollen Menschen mit und ohne Behinderung daran teilnehmen und das nicht nur in getrennten Disziplinen, sondern gemeinsam über die Distanzen von 0,4 km bis 10 km. Zu diesen Wettbewerben werden Gäste aus Kenia, Israel, Polen und der Türkei erwartet, deren Leistungen großen Respekt verdienen. So auch bei dem nahezu “heimischen” Gast aus Kenia, dem blinden kenianischen Ausnahmeläufer und mehrfachen Paralympics Gewinner Henry Wanyoike. Auch der Verband Lebenshilfe aus Delmenhorst ist mit drei Marathonläufern mit am Run of Spirit Start.

Gutes tun seit 2009

Der Lauf verbindet sportliches Treiben mit dem Geist des Helfens. In diesem Jahr unterstützt jede Sportlerin und jeder Sportler mit einem Teil der Startgebühr und freiwilligen Spenden nach 2009 wieder das “House of Hope” von Henry Wanyoike. Das “House of Hope” ist ein Angebot für die ärmsten Kinder und Waisen in den Kanjeru-Slums, in der Nähe von Nairobi. Mit dem diesjährigen Charity-Projekt soll der Einbau einer Küche ermöglicht werden.

Patrick Rein

Kinder und Jugendliche freuen sich über Trainingsanzüge

Wohnungsbaugesellschaft unterstützt und würdigt mit einer Spende Engagement eines Judovereins für Kinder und Jugendliche.

Das Falkenhagener Feld steht ebenso wie andere Spandauer Stadtteile nicht immer nur mit erfreulichen Nachrichten in den Medien. Dies gilt auch für Wohnungsbaugesellschaften wie der GSW Immobilien AG wenn es beispielsweise um die Themen Asbest in Wohnungen oder Mietentwicklungen geht. Dieses Mal ist die Erwähnung jedoch ausschließlich positiv, denn: Die Wohnungsgesellschaft GSW Immobilien AG unterstützt den lokalen Judoverein Kano Berlin e.V., der Kindern und Jugendlichen mit viel Engagement eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung abseits von Fernseher, Computer und Spielekonsolen im Falkenhagener Feld bietet.

Groß und klein werden sportlich als auch sozial gestärkt.

Groß und klein werden sportlich als auch sozial gestärkt.

Kinder und Jugendliche stärken

Seit seiner Gründung 2007 ist der Judo-Klub Kano Berlin e.V. zu einer festen Größe im Spandauer Stadtteil Falkenhagener Feld geworden. Für viele der aus sieben Nationen stammenden Kinder und Jugendlichen ist es dabei weit mehr als nur ein sportliches Angebot. Durch die ehrenamtlichen Trainerinnen und Trainer werden soziale Werte wie Fair Play, Solidarität, Gemeinschaft, Teamgeist, aber auch Beharrlichkeit und Disziplin vermittelt. Ausflüge und besondere Angebote in den Schulferien runden zudem das Angebot ab.

Alle Nachwuchsjudokas wurden von der Wohnungsbaugesellschaft GSW mit Trainingsanzügen ausgestattet.

Alle Nachwuchsjudokas wurden von der Wohnungsbaugesellschaft GSW mit Trainingsanzügen ausgestattet.

Sportlich und sozial erfolgreich

Viele der Aktiven – der Verein hat 200 Mitglieder – sind mit großem Eifer dabei. Die vielfachen sportlichen Erfolge sprechen für sich: unter anderem Titel als Berliner Meister und Nordostdeutsche Meister, zahlreiche Teilnahmen an Turnieren in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern – wobei mehrfach erstplatzierte Mannschaftstitel erreicht wurden. „Leider können sich viele Familien keine Ausstattung ihres Nachwuchses mit Trainingsanzügen leisten“, erklärt Kerstin Shareef vom Kano Berlin e. V.

Gruppenfoto des Kano e.V. in der Turnhalle der Siegerland-Grundschule.

Gruppenfoto des Kano e.V. in der Turnhalle der Siegerland-Grundschule. Fotos (3): Patrick Rein

Trainingsanzüge für alle

Einer der großen Vermieter im Falkenhagener Feld-Ost, die GSW Immobilien AG, hat nun dem Verein ein besonders Geschenk gemacht: Das Wohnungsunternehmen sponsert 100 Trainingsanzüge im Wert von 4.000 Euro zur Unterstützung der Vereinsarbeit. Kerstin Shareef weiter: „Dass wir nun Dank der GSW als Kooperationspartner allen – auch denen, deren Eltern es sich nicht leisten können – eine Ausstattung mit Judoanzügen anbieten können, hilft uns sehr. Es freut uns, dass unsere Arbeit wertgeschätzt wird. Unser Dank gilt auch dem Quartiersmanagement Falkenhagener Feld-Ost, das diese Spende vermittelt hat.“

Patrick Rein

Schutzräume für Menschen mit Demenz

Mitte April wurde in Abstimmung mit der Polizeidirektion 2 die Vereinbarung zwischen Einrichtungen des Gerontopsychiatrischen Verbundes Spandau (GPV Spandau) und Bezirksstadtrat unterschrieben.

Demenziell erkrankte Menschen, die orientierungslos auf der Straße aufgegriffen werden und –zunächst – keine Angaben zu ihrer Identität oder Wohnort machen können, werden durch die Polizei in die Schutzraum-Einrichtungen gebracht, wo eine adäquate Betreuung sichergestellt ist. Bisher mussten diese bis zur Identifikation auf der Polizeidienststelle betreut werden. Ziel ist es, die Situation von an Demenz erkrankten Menschen im Bezirk zu verbessern.

Sozialstadtrat Jürgen Vogt äußert sich weiterhin enttäuscht über das Vorgehen der Vitanas.

Sozialstadtrat Jürgen Vogt äußert sich weiterhin enttäuscht über das Vorgehen der Vitanas.

Beteiligung von drei Einrichtungen

Die Pflegeeinrichtungen sind Mitglied des Gerontopsychiatrischen Verbund Spandau und verfügen über ein spezielles Konzept zur Betreuung demenziell erkrankter Menschen, das notwendige Fachpersonal und entsprechendes Fachwissen. Zunächst konnten vier Einrichtungen für dieses Projekt des bürgerschaftlichen Engagements gewonnen werden. Das Senioren Centrum Birkenhof der Vitanas Gmbh & KGaA, die noch am 15. April 2013 schriftlich ihre Bereitschaft erklärt hatten, teilten dem Bezirk und dem Gerontopsychiatrischen Verbund Spandau zwei Tage später mit, dass der Geschäftsbetrieb des Senioren Centrums – wie von uns berichtet – zum 31. Juli 2013 eingestellt wird. In enger Abstimmung mit dem GPV Spandau hat Bezirksstadtrat Jürgen Vogt noch am gleichen Tag verfügt, dass die Vitanas Einrichtung vorerst nicht als Schutzraum-Anbieter genutzt werden kann.

Wie hier Pro Seniore in der Wasserstadt beteiligen sich auch zwei weitere zuverlässliche Partner.

Wie hier Pro Seniore in der Wasserstadt beteiligen sich auch zwei weitere zuverlässliche Partner. Foto: Pro Seniore Homepage

Erneute Empörung

Bezirksstadtrat Vogt ist über das Vorgehen der Pflegeeinrichtung wiederholt verärgert und erklärt: “Es ist schon ein dreistes Vorgehen. Am Montag unterzeichnet die derzeitige Heimleiterin in Anwesenheit der Verbundpartner mit mir die Vereinbarung für die Schutzräume für Menschen mit Demenz. Zwei Tage später teilt Vitanas mit, dass ihre Einrichtung in Spandau schließen wird. Das von allen in Vitanas gesetzte Vertrauen wird auf dem Rücken der Beschäftigten und den verwirrten, alten und kranken Menschen und deren Angehörigen gebrochen. In diesem Zusammenhang stelle ich mir die Frage, ob „Vitanas“ noch alte und kranke Menschen anvertraut werden dürfen.“

Schutzraum-Anbieter in Spandau sind daher folgende Einrichtungen:

1.      Fördererverein Heerstraße Nord e.V. – Krankenwohnung

13593 Berlin, Pillnitzer Weg 8

Ansprechpartnerinnen: Angela Nielbock und Annika Steinborn

Tel.: (030) 36 47 94 27 / Fax: (030) 36 47 94 32

2.      Pflegewohnhaus am Evangelischen Waldkrankenhaus, ein Unternehmen der Paul Gerhardt Diakonie

13589 Berlin, Stadtrandstr. 555

Ansprechpartnerinnen: Roswitha Gabriel und Susanne Erichsen

Tel. (030) 3702 29 001 / Fax: (030) 3702 29 000

3.      Pro Seniore Residenz Wasserstadt

13587 Berlin, An der Havelspitze 3

Ansprechpartnerinnen: Christine Hamann und Jeanette Zahr

Tel.: (030) 336 08 2900 / Fax: (030) 33 77 00 68

 

Patrick Rein

Masterstudiengang in der Spandauer Altstadt

Ab Oktober 2013 wird der Masterstudiengang „Versorgung von Menschen mit Demenz“ im Herzen von Spandau angeboten.

Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und die Universität Witten-Herdecke verständigten sich darauf, dass der interdisziplinäre Studiengang zukünftig mit Präsenzzeiten in Spandau angeboten wird. Damit soll das innovative Angebot der Universität Witten-Herdecke für Interessenten aus dem Großraum Berlin noch attraktiver gemacht werden.

In diesem Gebäude am Reformationsplatz in Spandau werden die ersten Präsenzzeiten durchgeführt.

In diesem Gebäude am Reformationsplatz in Spandau werden die ersten Präsenzzeiten durchgeführt. Foto: Patrick Rein

Dem demographischen Wandel gerecht werden

„Mit diesem innovativen Studienangebot überraschen wir sicherlich innerhalb der Berliner Hochschullandschaft. Viele reden vom demographischen Wandel. In Spandau aber arbeiten wir nun daran, die vorhersehbaren Folgen – wie zum Beispiel das vermehrte Auftreten von Demenzerkrankungen – mit großer Fachkompetenz zu bewältigen. Die interdisziplinäre Herangehensweise ist für alle Studienteilnehmer eine große Chance über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und vom Wissen anderer zu profitieren“, erläutert Bürgermeister Kleebank. Die Präsenzzeiten werden zunächst in den Räumen der Gesellschaft für interkulturelles Zusammenleben (GIZ) am Reformationsplatz 2 stattfinden. Der Bezirksbürgermeister führte weiter aus: „Langfristig hoffe ich auf eine Erweiterung und Ergänzung des Studienangebots in der Altstadt. Dann könnte man sich langfristig auch vorstellen, das alte Kant-Gymnasium in der Carl-Schurz-Straße zu einem Universitätsstandort auszubauen. Voraussetzung ist natürlich, dass zuvor das Freiherr-vom-Stein Gymnasium seinen Erweiterungsbau auf dem eigenen Gelände erhält.“

Mit dem Masterstudiengang ergeben sich den Absolventen gute Berufschancen.

Mit dem Masterstudiengang ergeben sich den Absolventen gute Berufschancen. Foto: Private Universität Witten/Herdecke

Gesundheitsstandort Spandau

Auch Prof. Dr. Müller, Chefarzt der Neurologie am Vivantes Klinikum Spandau, welcher die Verhandlungen aus fachärztlicher Sicht begleitet hat, begrüßt die Entscheidung: „Neurodegenerative Erkrankungen wie zum Beispiel Alzheimer-Demenz stellen die Herausforderung des 21. Jahrhunderts dar. Wir benötigen daher zusätzlich zur medizinischen Forschung auf allen gesellschaftlichen Ebenen Menschen, die dieser Herausforderung begegnen und aktiv Strukturen für eine bedarfsgerechte und würdige Versorgung von Demenzerkrankten schaffen. Der neue interdisziplinäre Masterstudiengang ist ein Meilenstein auf diesem Weg und außerdem eine wertvolle Innovation für den Gesundheitsstandort Spandau.“

Prof. Christel Bienstein von der Universität Witten/Herdecke

Prof. Christel Bienstein von der Universität Witten/Herdecke. Foto: Private Universität Witten/Herdecke

Gute Berufsaussichten

Der Masterstudiengang „Versorgung von Menschen mit Demenz“ ist bewusst multiprofessionell angelegt. Er richtet sich an alle Akteure und Akteurinnen, die mit der Frage der Versorgung von Menschen mit Demenz in ihrem  Arbeitsumfeld konfrontiert sind. Dazu gehören neben Architekten, Medizinern, Pflegenden, Sozialarbeitern auch Mitarbeiter in Ämtern und bei den Krankenkassen ebenso wie viele weitere Berufsgruppen. Der Studiengang wird daher berufsbegleitend angelegt. Er schließt mit einer Masterarbeit nach 3 Jahren ab und verleiht den Titel „Master of Arts“. Prof. Christel Bienstein, Leiterin des Departments Pflegewissenschaft an der Universität Witten/Herdecke: „Die Absolventen haben schon jetzt enorme Berufsvorteile. Sie sind wichtig um neue Wohnkonzepte zu planen, Kommunen in der Bewältigung der  großen Herausforderungen von immer mehr Bürgerinnen und Bürgern mit dementiellen Prozessen zu unterstützen und deren Verbleib in der eigenen Häuslichkeit solange wie möglich zu ermöglichen. Somit sind Architektenbüros, Träger großer Pflegeeinrichtungen, wie auch Kommunen sehr interessiert, diese Absolventen zu gewinnen.“

Patrick Rein

Kinder aus Tschernobyl wieder im Johannesstift

Das Reaktorunglück von Tschernobyl jährt sich heute zum 29. Mal, das Johannesstift hilft auch weiterhin den Betroffenen.

Die Hilfewelle nach der Nuklearkatastrophe am 26. April 1986 war enorm – doch wie in den meisten Fällen nicht immer von langer Dauer. Das Evangelische Johannesstift hingegen engagiert sich auch in diesem Jahr wieder für Kinder und deren Eltern aus Weißrussland, die unmittelbar mit den Folgen der Katastrophe zu kämpfen haben.

Auch in diesem Jahr werden auf dem Stiftsgelände wie Kinder und deren Eltern aus Tschnerobyl betreut.

Auch in diesem Jahr werden auf dem Stiftsgelände wie Kinder und deren Eltern aus Tschnerobyl betreut. Foto: Patrick Rein

Hilfe seit fast 20 Jahren

Seit 1994 lädt das Johannesstift jeden Sommer ca. 30 Kinder und deren Eltern zu einem Erholungsurlaub ein. Sie werden während dieser Zeit von Mitarbeitenden des Johannesstifts und dem Verein „Kinder aus Tschernobyl“ betreut. Die Kinder und deren Eltern stammen vorwiegend aus dem Gebiet um Gomel, das von den radioaktiven Niederschlägen nach der Katastrophe am stärksten belastet war. Andere kommen aus Minsk, wo es einen  Bezirk gibt, der nur für die Umsiedler aus den belasteten Gebieten eingerichtet wurde. In Weißrussland gibt es nur eine notdürftige medizinische Versorgung für krebskranke Patienten, weshalb viele auf die Hilfe der Vereine und Organisationen – unter anderem aus Deutschland – angewiesen sind.

Nächste Generation erkrankt

Während des diesjährigen Aufenthaltes im Johannesstift vom 12.07. – 02.08. kommen Kinder, die bereits in der 2. Generation an Krebs erkrankt sind. Diese werden von ihren Müttern oder Vätern begleitet, welche sich in Weißrussland ausschließlich der Pflege und Betreuung ihrer Kinder widmen und kaum Unterstützung bekommen. Zudem kommen junge Erwachsene der 1. Generation Krebskranker, die schon kurz nach dem Reaktorunglück hier behandelt wurden. Alle Kinder und jungen Erwachsenen werden medizinisch nachbetreut und erhalten hier spezielle Untersuchungen und Behandlungen, wie beispielsweise MRT, Überprüfung und Erneuerung der Prothesen, Physiotherapie, Blutuntersuchungen.

Das Evangelische Johannesstift: sozial und engagiert auch fast 30. Jahre nach der Katastrophe.

Das Evangelische Johannesstift: sozial und engagiert auch fast 30. Jahre nach der Katastrophe.

Über die Medizin hinaus

Der medizinische Teil der drei Wochen ist nur ein Inhalt des Aufenthaltes, denn alle sollen sich auch erholen. Daher besteht ein weiterer Teil aus einem bunten Freizeit- und Erholungsprogramm für die Patienten und deren Eltern. Dazu gehören aktive Erholung im Johannesstift und Besuche verschiedener Institutionen wie Museen, Zoo und Sehenswürdigkeiten in Berlin und Spandau. Das Programm ist nicht nur für die Kinder eine Abwechslung, sondern bietet gerade den Müttern und Vätern eine Erholung, da sie die Betreuung ihrer erkrankten Kinder meist alleine bewerkstelligen. Das Projekt des Johannesstifts für die Kinder und deren Eltern aus Tschernobyl ist in Deutschland einzigartig, denn nur hier werden die Mütter oder Väter mit eingeladen.

Jeder kann helfen

Dabei ist das Evangelische Johannesstift auf Spenden angewiesen, ohne die ein Aufenthalt der Kinder und deren Eltern nicht zu realisieren wäre.

Spendenkonto bei der Berliner Bank:

Evangelisches Johannesstift

Spendenzweck Tschernobyl

Konto-Nr.: 523306916

BLZ: 100 708 48

Patrick Rein