Wie wird die Mode in dieser Saison?

Nachgefragt bei Boutiquen in der Spandauer Altstadt

Das Aprilwetter narrt uns. In der letzten Woche hatten wir noch um die 20 Grad, heute ist es regnerisch und trüb. Trotzdem habe ich mir schon einmal Gedanken über die Frühlingsmode gemacht. Welche Farben und Stoffe dominieren die kommende Saison? Was wird kombiniert? Ich habe die gefragt, die es wissen müssen. Die Verkäufer in den Boutiquen der Altstadt Spandau.

Das „Modestübchen“, ehemaliges „Wollschmidt“ verkauft seit 70 Jahren Kleidung. Vor allem Stammkundinnen, Damen ab 40 Jahren decken sich hier mit Mode ein. In diesem Jahr dominieren hier die Farben Grün, Blau, Gelb und Khaki, auch viele bunte T-Shirts sind dabei. Ansonsten bleiben die Kunden eher bei schichten Schnitten und neutralen, zeitlosen Farben.

Christa Klemens verkauft in ihrer Boutique den besonderen Stil

Christa Klemens verkauft in ihrer Boutique den besonderen Stil

In der „Boutique it’s O.K.“ in der Breiten Straße werden hingegen besondere Stile bevorzugt. Inhaberin Christa Klemens kombiniert gern, heute trägt sie beispielsweise Tunika, Shirt, Jacke und Mantel übereinander. „Das hat auch den Vorteil, dass man sich der Wetterlage anpassen kann“, erklärt sie begeistert, „damit kann man die Kleidungsstücke auch verändern“. Bei den Farben sei vor allem Grau und Khaki angesagt. „Schlamm“, bemerke ich abfällig, denn ich dachte immer, im Frühling wird es bunt. „Ja genau, Schlamm“, bestätigt Klemens, “ Schlamm ist toll, das kann man mit allem kombinieren“. Und auch beim Grau gebe es ja viele verschiedene Grautöne. „Helles Grau mit Weiß ist immer traumhaft schön“, schwärmt sie. Der Name der Boutique „it’s O.K.“ stammt von einem Parfum, denn früher stellte Christa Klemens auch Parfum her und bot es hier an. „Das hat sich aber mit der Zeit nicht mehr gelohnt“. So verkauft sie nun Mode.

Die Damen des Bekleidungsgeschäftes „Ulla Popken – Mode ab Größe 42“ fühlen sich nicht der üblichen Mode unterworfen. Die Farben seien Rot,Blau, Beige, Orange oder auch Grau. Aber geschnitten sei ihre Kleidung meist gerade. Da Ulla Popken Mode bis zur Größe 60 anbietet, sei ein taillierter Schnitt nicht möglich.

v.l Sigrid Petersdorf, Chefin Christa Wohlfarth und Monika Liebl

v.l Sigrid Petersdorf, Chefin Christa Wohlfarth und Monika Liebl

Besonders motiviert zeigt sich im Gespräch Sigrid Petersdorf von „Nansen Damenmoden“ in der Breiten Straße. Begeistert flitzt sie von einem Ständer zum anderen und erklärt mir die neueste Mode. „Jeans sind dieses Jahr ganz groß. Aber nicht die schweren sondern fließende, weiche Stoffe, oft mit Spitze kombiniert.“ Die Farben im Spektrum zwischen Schlamm und Stein beziehungsweise Taupe seien besonders beliebt. „Gecrashte Ware kombiniert mit Wollweiß oder anderen Naturtönen“, erklärt sie begeistert. Wichtig seien auch die Naturfasern. Nansen arbeite da mit einer Firma aus Helsinki, marimekko und den Berliner Designerinnen Sylvia Heise und Evelin Brandt. Bei ihnen käme besonders Leinen zum Einsatz. „Hier gibt es extreme Schnitte, Hosen im Marlenestil, mit hohen Bündchen“. Bei der finnischen Firma gebe es vor allem gerade Linien wie in den 60ern, wichtig seien hierzu flache Schuhe und irre Hüte. Nansen hat noch ein Geschäft in Oranienburg und am Theodor Heuss Platz, dort ist auch ein Shop von Basler integriert. Zum Foto zupft Chefin Christa Wohlfarth noch einmal die Kleidung von Petersdorf und Kollegin Monika Liebl zurecht. Hier hat alles seine Ordnung.

Kirsten Stamer


Zu finden unter: ShoppingShopping & Gastro

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