Wo bleibt der Nachwuchs?

Spandauer Sportvereinen gehen immer mehr die Kinder aus, der Handballverband wählte einen neuen Präsidenten und im Präsidium ist weiterhin ein Spandauer vertreten

Verbandstage sind ebenso wie Jahreshauptversammlungen meistens öde und langweilig, so auch nicht anders war es beim 55. ordentlichem Verbandstag des Handball Verbandes Berlin am 28. April im Coubertinsaal des Landessportbundes am Olympiastadion zu erwarten. Dennoch fand die Versammlung regen Zuspruch bei den Delegierten der Vereine. Zudem waren zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Sport, wie der ehemalige Präsident des LSB Peter Hanisch als auch sein Nachfolger und Senator a.D. Klaus Böger, erschienen. Grund dafür war zum einen sicherlich die Wahl eines neuen Verbandspräsidenten, doch vielmehr der damit verbundene Abgang des 18 Jahre im Amt gewesenen Henning Opitz. Ein Mensch, der seine Freizeit seit Jahrzehnten in unterschiedlichen Funktionen immer in ehrenamtliche Tätigkeiten investierte. Eine heutzutage immer seltener gewordene Charaktereigenschaft.

Henning Opitz, 18 Jahre lang Präsident des Handballverbandes Berlin

Henning Opitz, 18 Jahre lang Präsident des Berliner Handballverbandes

Berlin Vizeweltmeister

Der Deutsche Handballbund ließ sich daher durch den Vizepräsidenten Jugend Georg Clarke vertreten. In seiner Danksagung an Opitz lobte er zum einen das Berliner Erfolgskonzept bei dem, wie in keinem anderen Bundesland, ein Profiverein so eng mit den Eliteschulen des Sports als auch dem entsprechendem Verband kooperiert. Erst letzte Woche wurde Deutschland bei der Handball Schulweltmeisterschaft in Kroatien durch das Land Berlin vertreten und errang dort den Titel des Vizeweltmeisters. Mit dabei Nils König vom VfV Spandau. Mahnende Worte kamen jedoch der Nachwuchsgewinnung zu, denn wie in anderen Sportarten auch haben die Vereine immer größere Probleme Kinder und Jugendliche für sich zu begeistern.

Problem: Ehrenamtliche Tätigkeit

Doch nicht nur an Aktiven mangelt es zunehmend, denn die Sportler von heute sind auch die ehrenamtlich Engagierten Vorstände, Kampf-/Schiedsrichter, Trainer und Betreuer von morgen. Der Handballverband ist sich dieser Problematik bewusst und erstellt schon länger immer neue Konzepte zur Nachwuchsgewinnung. In diesem Zusammenhang gibt es beispielsweise seit einigen Jahren die Kooperation „Schule und Verein“. Einer der Initiatoren war auch hier wieder Henning Opitz, dem die anhaltenden standing ovations sichtlich rührten. Zudem wurde ihm vom Landessportbund die höchste dort zu vergebende Auszeichnung fürs Ehrenamt in gold zu teil.

Das neugewählte Präsidium des HVB

Das neu gewählte Präsidium des HVB: Mit Bob Hanning (ganz links), dem Präsidenten Thomas Ludewig (vierter von links) und dem Spandauer Rolf Riemer (fünfter von links)

Spandauer in der Führungsriege beim HVB

Sein Nachfolger wurde mit absoluter Mehrheit Thomas Ludewig vom VfL Lichtenrade der nach seiner Wahl gleich mit einer Überraschung aufwarten konnte, denn Vizepräsident für besondere Aufgaben wurde kein anderer als Füchse Berlin Geschäftsführer Bob Hanning. Doch auch ein Spandauer fand erneut den Weg ins Präsidium des HVB, Rolf Riemer, Oberschullehrer und seit Jahren für Handball über Spandau hinaus aktiv, ist verantwortlich für die Spieltechnik.

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Zu finden unter: Freizeit & Sport

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