„Wo hat Heß denn hier gesessen?“

Auch in diesem Jahr wird wieder viel Kulturelles im Bezirk geboten, so beschäftigt sich eine Dauerausstellung im Zeughaus auf der Zitadelle mit „Gefängnis in Spandau“

Den Spandauerinnen und Spandauern ist bekannt, dass der Kriegsverbrecher Rudolf Heß im mittlerweile abgerissenen Gefängnis an der Wilhelmstraße bis zu seinem Tod einsaß. Doch immer wieder fragen Besucher der Zitadelle danach. Deshalb widmet sich eine Anfang November eröffnete Dauerausstellung auch diesem Thema. Von 1687 bis 1872 befand sich zudem in der heutigen Carl-Schurz-Straße auch ein Spinn- und Zuchthaus. Prominentester Insasse war Gottfried Kinkel, dem sein Freund Carl Schurz zur Flucht verhalf.

Für jeden Geschmack ist im Bereich Kultur in Spandau was zu finden

Für jeden Geschmack ist im Bereich Kultur in Spandau was zu finden.

Fledermausfest kehrt zurück

Neben den etablierten Veranstaltungen wie dem 7. Osterritterfest zur Saisoneröffnung vom 30.3 bis 1.4, dem Burgfest am 7./8. September sowie dem Lichterfest am 5. Oktober findet nach fünfjähriger Pause auch wieder das Fledermausfest des Berliner Artenschutz Team e.V. (BAT) in Zusammenarbeit mit einem professionellen Veranstalter statt. Nach der Streichung von Zuschüssen der Senatsverwaltung war eine Durchführung in den letzten Jahren finanziell nicht möglich. Das Fest hatte und wird auch wieder vor allem Familien und Kinder ansprechen sowie alles um das Thema Fledermaus und Artenschutz behandeln.

Die Zitadelle hat sich auch als Konzertlocation in Berlin etabliert.

Die Zitadelle hat sich auch als Konzertlocation in Berlin etabliert.

Es wird wieder laut

Ebenso hat sich auf der Festungsanlage das citadel music festival etabliert. Nachdem sich im letzten Jahr schon Legenden als auch Newcomer präsentierten, können sich Besucher schon jetzt auf Toto (5.6), Thirty Seconds To Mars (6.6), Dead Can Dance (17.6), Queens Of The Stone Age (22.6), ZZ Top (1.7), Patti Smith and her Band (2.7), CRO (9.8), Silly (17.8) und Xavas (30.8) freuen. Weitere Bands werden bis Ende März noch folgen. Zudem findet auch wieder der Nachtmarkt am 15. Juni und 24. August statt. Die seit Duisburg verschärften Sicherheitsauflagen können nicht ohne zusätzliche Kosten für die Veranstalter und unter Beteiligung von Polizei, Feuerwehr, Security und Bauaufsicht gewährleistet werden.

Momentan ist der Juliusturm zwar eingerüstet aber dennoch auch weiterhin begehbar.

Momentan ist der Juliusturm zwar eingerüstet aber dennoch auch weiterhin begehbar. Fotos (3): Patrick Rein

Juliusturm eingerüstet

Aus Sicherheitsgründen musste auch der Bereich um den Juliusturm gesperrt werden. Frostschäden einerseits und Bausünden aus früheren Jahren lassen das Mauerwerk bröckeln. Für eine erforderliche Sanierung ist der Turm bereits eingerüstet. Vorerst findet eine gründliche Schadensaufnahme statt um den Umfang und Ablauf der Sanierung bestimmen zu können. Erfreulicherweise leidet der Kulturbetrieb im Palas unter diesen Maßnahmen nicht und auch der Turm ist trotz allem weiter begehbar. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass sich Kulturstadtrat Gerhard Hanke auch weiterhin um eine Barrierefreiheit der Zitadelle bemüht.

Abwechslungsreich im Kulturhaus

Neben Festen und Konzerten sind Ausstellungen und Klassik fester Bestandteil des Kulturgutes, welches in unserem Bezirk außerordentlich gepflegt wird. Dabei darf auch die Arbeit des Kulturhaus Spandau und der dazugehörigen Freilichtbühne an der Zitadelle nicht vergessen werden. Um auch ein jüngeres Publikum anzusprechen, wird hier mit Erfolg nun verstärkt auf ein noch breiteres Angebot beispielsweise durch Comedians – wie der regelmäßigen Benefizauftritte des Spandauers Sascha Grammel oder vor kurzem dem „Tod“ und Ole Lehmann – Wert gelegt.

Patrick Rein


Zu finden unter: Die ZitadelleFeaturedNewsStadt & Tourismus

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