Zwei Brände, ein Toter

Gleich zwei Mal musste die Feuerwehr in der vergangenen Woche zu Bränden in Spandau ausrücken, für einen Bewohner kam dabei die Hilfe zu spät

Bereits vor einer Woche wurde die Feuerwehr in den frühen Morgenstunden zu einem Feuer in den Brunnsbüttler Damm gerufen. Einen Bewohner holten die Einsatzkräfte aus einem brennenden Zimmer. Die sofort eingeleiteten Reanimationsversuche des Notarztes blieben jedoch ohne Erfolg. Die Mieter der angrenzenden Wohnungen wurden zu ihrer Sicherheit ins Freie geführt und betreut.

Bereits zwei Großbrände hielten in diesem Jahr die Feuerwehr in Spandau in Atem.

Bereits zwei Großbrände, wie hier in Haselhorst, hielten in diesem Jahr die Feuerwehr in Spandau in Atem.

Feuer in der Wilhelmstadt

Am vergangenen Mittwochabend verursachte dann eine brennende Matratze in einem Keller einen umfangreichen Feuerwehreinsatz. Mehrere Anrufer meldeten der Feuerwehrleitstelle Rauch im Hausflur eines 12-geschossigen Hochhauses in Wilhelmstadt. Knapp 40 Einsatzkräfte rückten daraufhin zur Einsatzstelle aus. Der Brand verursachte in dem betroffenen sowie in einem benachbarten Treppenhaus starke Verqualmung bis in die obersten Stockwerke. Viele Bewohner hatten sich daraufhin bereits besorgt am Fenster ihrer Wohnungen bemerkbar gemacht. Drei Personen wurden mit dem Verdacht auf Rauchgasvergiftungen vor Ort medizinisch versorgt, zwei mussten zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht werden. Die Feuerwehr löschte die Matratze und kontrollierte sämtliche Etagen der beiden Aufgänge.

Nicht das Feuer sondern die Rauchentwicklung stellt die Gesundheitsgefährdung dar.

Nicht das Feuer sondern die Rauchentwicklung stellt die erhebliche Gesundheitsgefährdung dar. Fotos (2): Patrick Rein

Bereits 19. Todesopfer

Der verstorbene Mann im Brunnsbüttler Damm war bereits das 19. Todesopfer in diesem Jahr, welches an den Folgen eines Brandes allein in Berlin verstarb. Auch in diesem Fall hätte ein Rauchwarnmelder Leben retten können, denn nur selten verbrennt jemand sondern stirbt an Rauchvergiftung. Gerade im Schlaf nimmt der Geruchssinn eine Rauchbildung nicht war. Obwohl bereits in der Diskussion besteht in Deutschland keine bundesweit geltende Rauchmelderpflicht, jedoch haben bereits zehn Bundesländer eine derartige Pflicht in unterschiedlichster Form zumindest ansatzweise erlassen. In Berlin besteht bisher keine. Doch auch ohne eine gesetzliche Verpflichtung wäre es schon jetzt jeder Bürgerin und jedem Bürger frei gestellt, sich entsprechende Geräte anzuschaffen und eine Maßnahme zur eigenen Sicherheit zu treffen. Dabei sind die Preise für geprüfte Rauchwarnmelder vertretbar und ein entsprechendes Gütesiegel etabliert.

Weiterführende Informationen finden sich auf der Internetseite www.rauchmelder-lebensretter.de

Patrick Rein


Zu finden unter: FeaturedNews

Tags:

Artikel drucken Artikel drucken

Über den Autor:

RSSKommentare(0)

Trackback URL

Feedback

You must be logged in to post a comment.

Jetzt Neu: Kleinanzeigen in Berlin und Spandau