Bruno-Gehrke-Halle, ein Phönix aus der Asche?

Endlich eine langfristige Perspektive in Aussicht

Bruno-Gehrke-Halle bald mit neuem Nutzungskonzept (Foto: ralf Salecker)

Bruno-Gehrke-Halle bald mit neuem Nutzungskonzept (Foto: Ralf Salecker)

Wir kennen sie noch, die immer wiederkehrenden Nachrichten zur Bruno-Gehrke-Halle. Sie war zu einem politischen Streitobjekt geworden. Nun scheint ein allgemeiner Konsens gefunden zu sein, der nicht nur eine langfristige Perspektive wahrscheinlich werden lässt, sondern, die dem Bezirk wohl auch keine zusätzlichen Kosten auf die Schultern lädt. Sportstadtrat Gerhard Hanke und Jürgen Kessling sind guten Mutes.

Ein kurzer Rückblick

Wir schreiben das Jahr 2010. Spandau hat einen Berg von Schulden und muss sparen. Mietkosten für Gebäude sind eine Einsparmöglichkeit. In der Folge kündigt der Bezirk auf Initiative der CDU und mit Unterstützung von FDP und PANTHER den Mietvertrag für die Bruno-Gehrke-Halle mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BimA) und verhandelte neu. Den Vereinen werden Alternativ-Standorte angeboten. Viele haben Probleme damit. Die Mietkosten können in der Folge, durch Nutzung von Teilflächen, auf einen deutlich geringeren Betrag (max. 30.000 Euro) gesenkt werden. Immer wieder warf die SPD der CDU vor, die Halle aus politischen Gründen nicht zu wollen. So wurde das Thema schnell zum Wahlkampfthema. Schon damals gab es Überlegungen, die Halle nicht nur als reine Sporthalle, sondern auch anderweitig zu nutzen. Genau dieser Punkt scheint nun wieder ins Gespräch zu kommen.

Neues Nutzungskonzept für die Bruno-Gehrke-Halle ist gefragt

Da der Bezirk kein Geld hat, ist ein Kauf der Halle vom Bund ausgeschlossen, ein Tausch gegen ein anderes Objekt in Berlin dagegen schon. Damit fällt ein erhebliches Kostenhindernis schon einmal weg.

Zukünftig soll die Halle nicht mehr ausschließlich dem Sport dienen. Unterschiedlichste soziale Einrichtungen sind als zusätzliche neue Nutzer gewünscht. Gerhard Hanke könnte sich dabei den in der Spandauer Neustadt aktiven Verein „Stark ohne Gewalt“ wie auch das dort sehr aktive Quartiersmanagement vorstellen. Voraussetzung ist, dem Bezirk entstehen keine zusätzlichen Kosten. Diese wären vollständig von den Nutzern zu erbringen. Um dies zu gewährleisten, muss ein tragfähiges Nutzungskonzept her, welches Ende September 2013 stehen muss. Viel Zeit ist dafür nicht mehr. Eine Arbeitsgruppe hat sich der Sache angenommen.

Jürgen Kessling, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der BGH und  Stadtrat Gerhard Hanke betonten einmütig, dass es einen parteiübergreifenden Konsens gäbe, der die Zukunft der Bruno-Gehrke-Halle unter diesen Umständen positiv beurteilen würde.

Sportgemeinschaft Siemens Berlin zieht als neuer Mieter ein

Die Ballsporthalle der Bruno-Gehrke-Halle wird ab Januar 2013 wieder genutzt. Deren Dornröschendasein hat nach zwei Jahren ein Ende. Die SG Siemens Berlin, mit seinen 500 Mitgliedern, findet hier eine neue Unterkunft, da ihre alte auf dem Siemensgelände nicht mehr zur Verfügung steht. Bisher läuft der Nutzungsvertrag nur bis Ende September 2013.

 

Ralf Salecker


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