Erste freie „e-tanke“ eröffnet

Am Samstag hat Bürgermeister Kleebank die erste nicht-kommerzielle Ladestation für Elektrofahrzeuge eingeweiht.

Die sogenannte „e-tanke“ befindet sich auf der Insel Eiswerder „Alte Schule-Eiswerder 13“ am „Gelben Salon“. Dies ist die erste Ladestation des Drehstromnetzwerks der Interessengemeinschaft Elektromobilität Berlin-Brandenburg (IGemBB) in Spandau. Der Standort ist bewusst gewählt worden, denn vor Ort kann die mehrstündige Ladezeit im Lese-Café der Stiftung Bibliophilium bei Kaffee und Kuchen gut genutzt werden. Auch der Informationshunger über die unterschiedlichen Aktivitäten in der Alten Schule und zur Geschichte Eiswerders lässt sich stillen.

Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank weihte die erste freie e-tanke ein.

Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank weihte die erste freie e-tanke ein.

Viel los auf der Insel

Auch die „e-Tanke“ passt in das momentan viel diskutierte Konzept der „Insel der schönen Dinge“. Bürgermeister Helmut Kleebank: „Besonders freue ich mich darüber, dass die erste frei zugängliche Elektro-Tankstelle auf Eiswerder steht. Das zeigt, wie erfolgreich nicht-kommerzielle Initiativen für die Stadtentwicklung sind.“ Viele Elektrofahrzeuge, vom Supersportwagen bis zum Elektro-„Oldtimer“ haben sich zur Eröffnung und Inbetriebnahme der konzernunabhängigen DSK (Drehstromkiste)  angekündigt. Die Spandauer Fahrradgalerie Schlaphoff stellt Pedelecs (Elektro-Fahrräder) zum Anschauen und Ausprobieren zur Verfügung.

Der Ladevorgang dauert mehrere Stunden.

Der Ladevorgang dauert mehrere Stunden.

Aufschwung Elektromobilität

Berlin will Hauptstadt der Elektromobilität werden. Hierzu ist der Aufbau einer öffentlichen Ladeinfrastruktur unabdingbar, damit Nutzer von Elektrofahrzeugen diese bequem und sicher an möglichst vielen Stellen der Stadt laden können. Mit der ersten DSK in Spandau, privat finanziert und betrieben, wird dieses ehrgeizige Ziel vorangebracht. Die bisherigen Ladestationen haben einen entscheidenden Nachteil: Sie sind nicht frei zugänglich. Spezielle Chipkarten, Anmeldungen sowie zum Teil teure Spezialstecker sind nötig, um dort Strom zu tanken. Zudem ist der Aufbau der sogenannten intelligenten Ladesäulen sehr teuer – nicht selten mehr als 5000,- Euro je Station.

Die Wartezeit kann im anliegenden Lesecafe sinnvoll genutzt werden.

Die Wartezeit kann im anliegenden Lesecafe sinnvoll genutzt werden. Fotos (3): Patrick Rein

Neue Wege beschreiten

Einen anderen Weg geht das Drehstromnetzwerk. Vor vielen Jahren von begeisterten Elektrofahrern gegründet, legt die Interessengemeinschaft größten Wert darauf, sichere und kostengünstige Ladestationen bundesweit barrierefrei zu betreiben. Mitglieder des Drehstromnetzwerks erhalten dazu einen einheitlichen Schlüssel, mit dem die Ladeboxen aktiviert werden. Auch Gäste sind auf Anfrage bei den Betreibern der Stationen gern gesehen. Diese Idee hat mittlerweile zu fast 300 Ladestationen in ganz Deutschland geführt und im Wochentakt werden es mehr, unter anderem auch weil die Kosten pro Station nur bei etwa 500,- Euro liegen.

Patrick Rein


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