Hertha erreicht Relegation

Mit einem 3:1 Sieg über die TSG Hoffenheim und der gleichzeitigen Niederlage vom 1. FC Köln gegen den FC Bayern München erringen die Berliner Platz 16.

Hertha gegen Hoffenheim

Klare Worte der Fans beim Heimspiel der Hertha gegen Hoffenheim. Foto: Patrick Rein

In einem offenen Brief der Mannschaft startete Kapitän Levan Kobiashvili am Freitag noch mal einen Aufruf an die Fans und bat um Unterstützung beim entscheidenden Spiel des Jahres. Die Meinungen darüber gingen weit auseinander und auch die zahlreichen Fanclubs hier in Spandau waren sich nicht sicher, ob Hertha wirklich noch das rettende Ufer erreichen könne, gerade nach der desaströsen Leistung im letzten Heimspiel gegen Kaiserslautern (Bericht hier). Rettendes Ufer? Noch ist auch nach dem 3:1 Sieg und dem damit verbundenem Relegationsplatz der Klassenerhalt nicht geschafft.

Spandau zitterte mit Hertha

Zahlreiche Fanclubs sind in Spandau beheimatet.

Zahlreiche Fanclubs sind in Spandau beheimatet. Foto: Patrick Rein

Dennoch waren auch am letzten Spieltag viele Spandauer im Berliner Olympiastadion oder verfolgten die Partie bei ungemütlichem Wetter doch lieber in einer der zahlreichen Sportsbars wie in der Bowl Arena, den Erlebnisgaststätten Norbert’s oder dem Gänsemarkt wie auch dem Bricks um nur einige zu nennen. Im Stadion selbst zeigten die Fans ihre uneingeschränkte Solidarität zum Club und mit Anpfiff verstärkte sich der Eindruck, dass auch die Akteure auf dem Rasen endlich begriffen hätten worum es in diesem Spiel geht: Die letzte Chance auf einen Verbleib in Liga 1.!

Raffael auf dem Weg zum alles entscheidendem 3:1.

Raffael auf dem Weg zum alles entscheidendem 3:1 und Jubel auf der Hertha Bank. Foto: Patrick Rein

Hertha profitiert aus Hoffenheimer Fehlern

Bereits in der 14. Minute erzielte Ben-Hatira das 1:0 und sorgte dafür, dass die Stimmung als auch die Hoffnung weiterhin erhalten blieben. Eine umstrittene gelb-rote Karte kurz vor der Halbzeit für Babel von der TSG sowie der 0:1 Rückstand der Kölner gegen Bayern (Endstand 1:4) machten ebenso Mut für die zweite Halbzeit. Zwar erzielte wiederum Ben-Hatira in der 78. Minute sogar das 2:0, dennoch lies der Anschlusstreffer von Comper fünf Minuten vor Spielende doch noch mal ein wenig Bangen aufkommen, denn ein unentschieden hätte den Abstieg für die Berliner bedeutet. Als der Hoffenheimer Torwart in der Schlussminute bei einem Eckstoß mit in den gegnerischen Strafraum ging und Hertha’s Raffael darauf mit dem abgefangenen Ball allein zum 3:1 marschierte war aus dem Hoffen endgültig Realität geworden. Hertha erreicht somit am letzten Spieltag den Relegationsplatz und spielt nun am 10. Mai um 20.30 Uhr gegen Düsseldorf, St. Pauli oder Paderborn um den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse. Auch in Spandaus Sportsbars wird es bei Hin- und Rückspiel noch ein Mal heiß her gehen.


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