Lange Tafel in der Altstadt

Am Samstag fand um 12.00 Uhr erstmals eine lange Tafel in Spandau statt

An einer langen Tafel in der Altstadt Spaghetti essen und ins Gespräch kommen.

An einer langen Tafel in der Altstadt Spaghetti essen und ins Gespräch kommen.

Spaghettiessen auf dem Marktplatz? Ja, das gibt es wirklich. Unter dem Motto „Die Abenteuer des Homo Migrantes“ fand dieses außergewöhnliche Ereignis für Jedermann statt. Jeder war eingeladen, bei diesem gemeinsamen Essen, welches die Basis für einen friedlichen Dialog der Generationen und Kulturen bildet, teilzunehmen. Außer guter Laune waren lediglich Teller und Besteck mitzubringen. Als Gastgeber dieser Aktion fungierten drei Spandauer Schulen: Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, Lynar-Grundschule und die Heinrich-Böll-Schule.

Die verschiedenen Geschichten weckten bei Groß und Klein Interesse.

Die verschiedenen Geschichten weckten bei Groß und Klein Interesse.

Integration der anderen Art

Im Vorfeld hatten die Schülerinnen und Schüler in ihren Familien und auf der Straße Passanten nach ihren Geschichten befragt und diese aufgeschrieben. In Form einer Chronik wurden alle diese Geschichten dem Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) von den Schülern der drei Schulen übergeben. Auch für alle anderen waren diese dann während der Veranstaltung zum lesen oder vorlesen an einer Wäscheleine aufgehängt. Denn das Projekt, das seinen Ursprung in Kreuzberg im Jahr 2006 fand, setzt schwerpunktmäßig nicht auf das gemeinsame Essen, sondern stellt einen Generationen- und Kulturübergreifenden Dialog dar. Sich kennen- und voneinander lernen ist die Devise.

Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank bekam von Schülern die Chroniken.

Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank bekam von Schülern die Chroniken der Migrationsgeschichten überreicht. Fotos (3): Patrick Rein

Reden, lernen, Freundschaft schließen

Schirmherr dieser Veranstaltung war Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank, der diese Aktion zum ersten Mal nach Spandau geholt hat: „Ich bin sehr froh, dass ich dieses Projekt, welches im Rahmen des bezirklichen Bündnisses für Arbeit durchgeführt wird, in unsere schöne Altstadt holen konnte. Projekte mit Schülerinnen und Schülern bereiten mir als ehemaliger Schulleiter besonders viel Freude. Sich im Rahmen eines geselligen Essens kennenzulernen, interessante Gespräche zu führen, sich auszutauschen, von Erfahrungen anderer zu profitieren und gegebenenfalls Freundschaften zu schließen ist ein unschätzbares soziales Ziel.“ Auch Organisatorin Isabella Mamatis zeigte sich von der Spandauer Unterstützung begeistert und dankte den verschiedenen Sponsoren wie der Schildkröte GmbH für die Zubereitung und Karstadt für die Finanzierung des Essens welches kostenlos ausgegeben wurde. Im nächsten Jahr soll dieses außergewöhnliche Ereignis – so wie in anderen Bezirken – nun auch weiterhin in Spandau stattfinden.

Patrick Rein


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