Mit Getöse wird auch in Spandau das alte Jahr verjagt


Infos rund um die Silvesterknallerei

Silvester-Feuerwerk in Spandau

Silvester-Feuerwerk in Spandau

Weihnachten ist gerade überstanden. Manch einer hat es im geruhsamen Kreis der Familie verbracht, andere wieder bewusst im lauten Trubel – ganz ohne Feierlichkeiten. Der letzte Tag des Jahres naht mit Riesenschritten. An Silvester wird traditionell das Jahr mit lautem Getöse verjagt. Genauer gesagt sind es natürlich die bösen Geister, die man mit der Knallerei vertreiben möchte.
In Spandau werden sich viele wieder auf der Zitadelle versammeln. Dort lockt, wie schon in all den vergangenen Jahren, die große Silvester-Party in den Mauern der alten Renaissance-Festung. Das Kulturforum Spandau e. V. veranstaltet den “Silvester-Zauber auf der Zitadelle”. Neben Speis und Trank, musikalischen Attraktionen und kleinen Show-Vorführungen von Rittern und Feuertänzern, gibt es Anfangs eine Lampion-Führung für Kinder.

Alles endet schließlich in Spandaus größtem Feuerwerk, einem Höhenfeuerwerk, untermalt von dramatischer Musik. Natürlich wird es im Bezirk nicht nur dieses große Feuerwerk geben. Auf den Straßen und von den Balkonen werden Knaller und Raketen gezündet werden, wenn die Glocke Mitternacht schlägt.

Karten für die Silvesterpartie:

Karten für den “Silvester-Zauber auf der Zitadelle” können Sie in der Touristen-Information Spandau im Gotischen Haus, Breite Str. 32, erwerben. Eine Karte für Erwachsene kostet 9 Euro zzgl. VVK-Gebühr und für Kinder bis 12 Jahre kostet das Ticket 2 Euro.

Die Wurzeln des Silversterbrauchs

Wir müssen weit in die Vergangenheit zurück gehen, um zu den Wurzeln des lautstarken Brauchs zu gelangen. Dabei stolpern wir über allerlei Kuriositäten. Bis zur Gregorianischen Kalenderreform war nämlich der 24. Dezember der letzte Tag des Jahres. Schon die Römer verlegten munter die Tage. Bei denen begann das Jahr am 1. März, bis es 153 n. Chr. auf den 1. Januar verschoben wurde. Die alten Germanen feierten ihren Jahreswechsel mit reichlich Feuer.

Feuer und Knallerei wurde schon sehr früh eine reinigende Funktion unterstellt, die böse Geister und Dämonen in die Flucht treiben sollte. Weitere Facetten des Aberglaubens zeigen sich im verschenkten Glücksklee oder dem Bleigießen, als Versuch, einen schnellen Blick in die Zukunft zu erhaschen.

Wer hat nun die Knallerei erfunden? Nein, es waren nicht die Schweizer. Im alten China der Song-Dynastie (von 960 bis 1279). Erst die Japaner entwickelten das Feuerwerk zu einer großen Kunstform, wie sie z. B. in Berlin in jedem Jahr zur Pyronale, dem großen Wettbewerb der Feuerwerker zu bewundern ist. Die Japaner fanden auch gleich einen bezeichnenden Namen: „Blumen aus Feuer“.

Knallerei in der Gegenwart

Allein in Deutschland werden auch in diesem Jahr wieder rund 200 Millionen Euro in Rauch aufgehen. Umweltschutzverbände warnen vor den ökologischen Folgen der Knallerei, Tierschutzverbände weisen auf die Probleme für die ängstlichen Haustiere hin und dem Menschen zugewandte Organisationen zeigen auf, wie viel Hunger mit diesem Geld gelindert werden könnte.

Nicht jeder darf Feuerwerk nach Deutschland importieren,es verkaufen oder nutzen. Auch die mögliche Gelegenheit für ein Feuerwerk ist in Deutschland stark reglementiert.

Alles, was in die Kategorie I (Tischfeuerwerk usw.) fällt darf auch von unter 18-jährigen erworben werden. Raketen und Böller fallen schon in die Kategorie II, die nur noch an Erwachsene abzugeben sind. Darüber hinaus gehende Produkte sind nur noch für den Einsatz von Profis (z. B. Feuerwerker) mit entsprechender Erlaubnis gedacht.

Wie in jedem Jahr, wird auch diesmal wieder vor den gefährlichen „Polen-Böllern“ gewarnt. Manch ein Finger, Auge oder mehr ist dem unbedachten Einsatz dieser Billig-Knaller schon zum Opfer gefallen. Das wird auch 2011 nicht anders sein. Der illegale Import von solchen Böllern kann mit bis zu 10.000 Euro Strafe geahndet werden. Wem die Gefahr egal ist, den stört möglicherweise das empfindliche Loch im Geldbeutel. Legal sind nur Knallkörper mit einer BAM-Nummer ( z. B. BAM-PII-0001). Hier ist die notwendige Einsatzsicherheit gewährleistet. Geknallt werden darf offiziell meist in der Zeit vom 31. 12. (ab 18 Uhr) bis zum 1. 1. (um 2 Uhr).
Was tun, wenn es doch zu einer Verletzung kam. Kühlen, mit viel Wasser und dann sauber verbinden, ohne (!) den Einsatz irgendwelcher Salben.
Kommen Sie gut ins Neue Jahr!

Ralf Salecker

 

Lesen Sie hier: die angesagtesten Silvester Party´s in Spandau


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