Spandaus „Zentrum der Macht“ am Fernwärmenetz

Bürgermeister Kleebank und Baustadtrat Röding drehen die Fernwärmeleitung auf

Der Bezirk spart ab heute jährlich 370 Tonnen CO2. Möglich macht dies die Fernwärme. Aus dem Kraftwerk Reuter West wird die durch Kraft-Wärme Kopplung gewonnene Heizwärme durch Leitungen ins Rathaus befördert. „Es wurde ganz schön viel gebuddelt in den letzten Jahren“, stellte Baustadtrat Carsten Röding fest. Seit eineinhalb Jahren arbeiten das Bezirksamt und Vattenfall an der Versorgung Spandaus. Doch die Zeit der Behinderungen sei nun erst einmal vorbei. Zwei Drittel aller Leitungen sind laut Wolf-Dietrich Kunze, Vorstandsmitglied der Vattenfall Europe Wärme AG nun verlegt.

Kleebank, Kunze und Röding

Kleebank, Kunze und Röding mit dem Großen CO2 Zertifikat.

Allein für die Versorgung des Rathauses waren 450 Meter neue Leitungen nötig. Er lobte vor allem die Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt, die dazu führte, dass heute auch das „Zentrum der Macht“ an das Fernwärmenetz angeschlossen werden konnte.

Durch den Umstieg von Öl auf Fernwärme können nicht nur 370 Tonnen CO2 sondern jährlich auch 300.000 Liter Öl gespart werden, dass war laut Baustadtrat Röding einer der Gründe, sich für die Fernwärme zu entscheiden: die „Verpflichtung aus Klimaschutzaspekten“.

Röding quatscht Kleebank in den Schatten

Vattenfall brachte dann auch gleich ein gerahmtes CO2-Einsparungs-Zertifikat für den Bürgermeister mit, ein kleineres Exemplar bekam Baustadtrat Röding, der in gewohnter Manier mit den Vattenfallern scherzte. Auf die Frage ob die Rahmen der beiden Zertifikate der Größe ihrer Büros entsprächen wies er das entscheiden zurück: „Mein Büro ist nicht klein“. Mit seiner Art stellte er seinen Chef und ehemaligen Konkurrenten schnell in den Schatten, der mit Rödings Small-Talk-Fähigkeiten einfach nicht mithalten konnte; was ihn aber nicht zwangsweise unsympathischer erscheinen lässt.

Nach Rücksprache mit Vattenfall konnte er außerdem eine gute Ankündigung machen: auch das Kombibad Spandau Süd wird an das Fernwärmenetz angeschlossen werden. Wann? „Auf die Frage, wie schnell die Bäderbetriebe bauen, äußere ich mich nicht“.

Zu dritt Hand angelegt

Kleebank, Röding und Kunze drehen das Rad

Kleebank, Röding und Kunze drehen das Rad im Heizungskeller. Fotos (2): Kirsten Stamer

Im Heizungskeller konnten dann die Warnschilder an den Handrädern der Fernwärmeleitungen entfernt werden. Sie hatten bisher dafür gesorgt, dass niemand dem Trio (Kleebank, Röding, Kunze) zuvorkam. Angetan mit Handschuhen, Schutzbrille und Helm beziehungsweise Anstoßkappe, betätigten sie dann auch zusammen das Handrad. Nach einigen Umdrehungen hörte man die Fernwärme als Zischen durch die Leitungen in das Rathaus strömen. Noch stehen im Keller die großen orangen Behälter für Heizöl, die jedoch bald abgebaut werden sollen. Ein deutlicher Platzgewinn; nicht so interessant im Rathaus ohne Platzprobleme, wichtig jedoch bei Privathaushalten.

Insgesamt sollen 15 öffentliche Gebäude in Zukunft an das Fernwärmenetz angeschlossen werden. Wie Vattenfall-Vorstand Kunze erklärte, kamen die Spandauer Arcaden dem Rathaus im vorigen Monat zuvor. Und auch die Bertold-Brecht-Oberschule wird, laut Röding bereits mit Fernwärme geheizt.

Vattenfall-Vorstand Kunze meint:“ Die Spandauer können stolz sein: Ihr schönes Rathaus ist 100 Jahre alt und ein Vorbild für umweltfreundliche Wärmenutzung.“

Kirsten Stamer


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