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Gelb und orange gleich egal

Eine Tonne für alles – Einheitliche Wertstoffsammlung

Neue Wertstofftonne in Berlin (Bild: BSR)

Neue Wertstofftonne in Berlin (Bild: BSR)

Bisher gab es in Berlin eine gelbe und eine orange Wertstofftonne für jeweils unterschiedliche Abfälle, auch wenn manch einer dies nicht begreifen wollte oder konnte. Mit dem 1.1.2013 änderte sich dies. Es gibt nur noch eine gemeinsame Wertstofftonne für Kunststoffe, Verbundmaterialien und Metalle. Die kann aber in unterschiedlichen Farben auftreten, nämlich Orange und Gelb. Ein erklärender Aufkleber soll für die notwendige Information sorgen. Logisch denkende Menschen würden nun annehmen, dass nun alles dort hinein gehört, was vorher säuberlich getrennt wurde. Falsch. Elektro-Kleingeräte, Holz, Datenträger und Textilien müssen jetzt wieder auf die Recyclinghöfe gebracht werden oder in die zusätzlich aufgestellte 50 Container der BSR im öffentlichen Straßenland.

Früher war alles nur Abfall

Früher einmal würde im Abfallgesetz der Begriff Abfall durch Wertstoff ersetzt. Politisch gewollte Schönfärberei war dies erst einmal. Früher einmal gab es nur eine einzige Tonne für die Abfälle, die alle auf der Mülldeponie landeten. Trotzdem begann sich in dieser Zeit der Gedanke durchzusetzen, dass Abfälle nicht sind, was gedankenlos entsorgt werden durfte.

Glas und Papier wurden gesammelt und recycelt. Der Rest der Welt schüttelte Anfangs den Kopf über die komischen Deutschen. Später, mit der Einführung des Grünen Punkt und des Dualen System Deutschland, kurz DSD genannt, führte man eine Gelbe Tonne ein, in der alle Verpackungsmaterialien landen sollten, die mit dem Grünen Punkt gekennzeichnet waren. Finanziert wurde das System über eine allgemeine Abgabe. Letztendlich bezahlte der Verbraucher dafür, weil die Kosten auf die Produktpreise  umgelegt wurden. Nur ein Teil der so gewonnenen Verpackungsmaterialien landeten in einer sinnvollen Verwertung, zu schwierig war die technische Umsetzung. Steigende Rohstoffpreise und bessere Trenn- und Verwertungstechnologien führten zu einer Änderung.

Abfall entwickelte sich endgültig zum begehrten Wertstoff

Jeder, private, wie öffentliche Entsorger, wollten nun an den Wertstoffen verdienen. Alba führte u. a. in Berlin die Gelbe Tonne plus ein, in der mehr oder weniger alle trockenen  Wertstoffe gesammelt wurden. Das missfiel dem öffentlichen Entsorger der BSR. Die Gelbe Tonne kostete nichts, die Orange Tonne der BSR wurde über Gebühren bezahlt. Die Berliner Politik bevorzugte die öffentlich-rechtliche Variante der Wertstoffsammlung. Von den Umweltministern wurde am Schluss mit der Neuregelung des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes aber eine Lösung verkündet, die kein System direkt bevorzugte.

Dazu der BUND:

„Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Berlin) befürwortet die für Januar 2013 angekündigte neue Berliner Wertstofftonne. Sie beendet das für viele Menschen verwirrende Parallelsystem von Gelber Tonne, Orange Box und Gelber Tonne plus in der Stadt.

Vielen Menschen ist der Weg zum Recyclinghof oft zu weit. Es ist daher insbesondere zu befürchten, dass wieder mehr schadstoffhaltige Elektrokleingeräte im Restmüll landen werden. Das ist gerade deshalb ökologisch bedenklich, weil Berlin einen großen Teil des Restmülls in Kohlekraftwerken wie z.B. Jänschwalde mitverbrennen lässt. Die Filter dort sind jedoch nicht für Schadstoffe aus Abfällen konstruiert.“

Der Staatssekretär für Verkehr und Umwelt Christian Gaebler sieht das etwas anders:

„Mit der einheitlichen Wertstofftonne ist es uns gelungen, auf Basis der bestehenden Gesetze die Wertstoffsammlung zu vereinfachen. Damit setzen wir nicht nur eine politische Forderung um, sondern machen das Trennen für die Bürgerinnen und Bürger einfacher. Wir rechnen damit, dass bis zu 7 Kilogramm mehr recycelbare Materialien pro Jahr und Einwohner erfasst und der Verwertung zugeführt werden können.“

Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass viele Menschen sehr bequem sind. Sie werden ihre Elektro-Kleingeräte wieder im normalen Restmüll entsorgen, zum Nachteil der Umwelt.

Ralf Salecker

Sport vom Wochenende (3.6. – 5.6.)

Die Spandauer Ballsportvereine sind größtenteils schon in der Sommerpause, doch zwei große Berliner-Clubs hatten und haben noch wichtige Spiele vor sich. Am vergangenen Wochenende machten die Bundesliga-Handballer der Füchse Berlin die Championsleague-Qualifikation beim 30:24-Sieg beim SC Magdeburg klar. Alba Berlin kassierte im Basketball-Playoff-Finale die erste Niederlage gegen Bamberg und muss nun auf einen Sieg im zweiten Spiel am kommenden Mittwoch hoffen.

 

Handball:

Die Füchse Berlin haben sich durch den 30:24-Sieg beim SC Magdeburg den dritten Platz in der Handball-Bundesliga gesichert und sind damit direkt für die Championsleague qualifiziert. Es war die Krönung einer überragenden Saison, doch die Gäste hatten zunächstAnlaufschwierigkeiten: Zur Pause lagen die Füchse sogar knapp hinten (11:12). Die Kräfte der Hausherren schienen allerdings zu schwinden und die Magdeburger-Deckung offenbarte den Berlinern immer mehr Freiräume. „Wir haben uns durch den Rückstand nicht verrückt machen lassen und weiter an uns geglaubt“, sagte Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson, der nach der großartigen Saison in der „taz“ gestand: „Daran hätte ich nicht in den wildesten Träumen gedacht, das muss ich erst sacken lassen.“

Basketball:

Im Playoff-Halbfinale um die deutsche Basketball-Meisterschaft gewann Alba Berlin alle drei Auswärstspiele bei den Frankfurt Skyliners und zog damit ins Finale gegen die Baskets Bamberg ein. Hier bekamen die Berliner gleich im ersten Aufeinandertreffen zu spüren, dass der Siegeszug in den gegnerischen Hallen vorerst beendet ist. Mit 76:90 verlor Alba in Bamberg, die ihre Favoritenrolle damit  gerecht wurden. Im Vergleich zur 103:52-Klatsche in der laufenden Saison, war Alba diesmal aber nicht ganz so chancenlos: Berlin führte zwischenzeitlich sogar mit 45:44. Die Antwort der Hausherren ließ aber nicht lange auf sich warten und mit der deutlichen 74:60-Führung war die Vorentscheidung gefallen. Am Mittwoch (19 Uhr) müssen die Berliner nach drei Heimniederlagen in Folge zeigen, dass sie auch in heimischer Halle noch gewinnen können – ansonsten könnte Bamberg schon im dritten Spiel die Meisterschaft sichern.

Sport vom Wochenende (19. – 22.5.)

Im Abstiegskampf setzte der Spandauer SV mit einem 7:2 ein Ausrufezeichen. Für den FC Spandau wird es nach der Niederlage dagegen eng. Die Wasserballer aus Spandau konnten sich mit dem Pokalsieg am Wochenende das Double sichern.

Fußball:

FC Spandau – VfB Hermsdorf 0:4 (0:4).

Die Berlin-Liga Fußballer vom FC haben den Klassenerhalt nicht mehr in der eigenen Hand: Durch ein frühes Gegentor (6. Minute) geriet Spandau in Rückstand. Nach drei weiteren Gegentoren war die Partie dann bereits zur Halbzeit entschieden.

Der Konkurrent vom BFC Preussen siegte überraschend mit 2:1 gegen den Tabellenzweiten VSG Altglienicke und überholte den FC damit in der Tabelle. Am letzten Spieltag kann sich Spandau dadurch nur noch mit einem Sieg retten und braucht auch noch Schützenhilfe.

Aufstellung FC Spandau: Schulze – Niroomand, Gültekin, Gerhardt, Binting, Sun, Pitarevic, Gellner, Schöwel, Weglinski (45. Rübner), Bautzki (65. Güllu).

Tore: 0:1 (6.) Warwel, 0:2 (25.) Trebess, 0:3 (31.) Trebess, 0:4 (44.) Bornfleth.

 

SSV Köpenick-Oberspree – Spandauer SV  2:7 (0:3).

Mit einem Kantersieg schafften die Landesliga-Fußballer aus Spandau den Sprung vom Abstiegsplatz – weil Konkurrent BFC Alemannia Wacker mit 3:4 bei Tasmania Gropiusstadt verlor.

Spandau wartete zu Beginn ab, ließ die Gastgeber kommen und konterte gefährlich. Mit Erfolg: In der 24. Minute erzielte Nart Kovulmaz bereits seinen zweiten Treffer zur 2:0-Führung. Danach waren die abstiegsgefährdeten Spandauer die spielbestimmende Mannschaft. Für die Vorentscheidung kurz vor dem Halbzeitpfiff sorgte Özkan Inanc mit einem Kopfballtreffer zum 3:0. Köpenick war sichtlich geschockt und leistete nach der Pause in der Defensive kaum noch Gegenwehr. „Eigentlich ist das ihre Stärke, aber nach unserem 3:0 mussten sie hinten aufmachen. Wir haben unsere Chancen aber auch gut genutzt“, lobte SSV-Trainer Murat Tik.

Und deshalb ging es dann auch munter weiter: Torjäger Serdar Kucak nutzte die Nachlässigkeiten der Köpenicker-Verteidigung, erhöhte kurz nach der Pause auf 4:0 und markierte nach dem Anschlusstreffe der Gastgeber das 5:1. Das Spiel war längst entschieden, da trug sich auch Arif Karatas mit zwei Treffern in die Torschützenliste ein (7:2). „Wir haben sehr ruhig und konzentriert gespielt. Phasenweise waren dann auch gute Kombinationen dabei und vor dem Tor waren wir eiskalt“, freute sich Tik, der den Patzer der Konkurrenz einen Tag später live mitverfolgte: „Mein Dank gilt Tasmania, die wirklich eine gute Leistung gezeigt haben und verdient gewonnen haben. Jetzt haben wir es in der eigenen Hand.“

Tore: 0:1 (13.) Kovulmaz, 0:2 (24.) Kovulmaz, 0:3 (45.) Inanc, 0:4 (50.) Kucak, 1:4 (56.) Voigt, 1:5 (64.) Kucak, 1:6 (79.) Karatas, 2:6 (80.) Müller, 2:7 (85.) Karatas.

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Wasserball:

Die Wasserfreunde Spandau haben das Double perfekt gemacht und eine Woche nach der Deutschen Meisterschaft, erneut  gegen den ASC Duisburg, den Pokalsieg klar gemacht. Im Final-Four-Turnier vor knapp 300 Zuschauern blieb für den SV Cannstadt und den SV Würzburg nur das Spiel um Platz drei, den sich Cannstadt sicherte. Ebenso wie im Meisterschaftsfinale war es auch diesmal wieder knapp. Am Ende hieß es aber 11:10 (4:3, 2:1, 1:3, 4:3) für Gastgeber Spandau.

 

 

Basketball: Das Playoff-Halbfinale zwischen Alba Berlin und den Frankfurt Skyliners ist wieder ausgeglichen. Die Gäste aus Frankfurt konnten im zweiten Spiel der „Best of Five“-Serie mit 80:72 (38:46) gewinnen. Allerdings deutete zunächst alles auf den zweiten Sieg der Berliner, bei denen Superstar Julius Jenkins (13 Punkte) ein gutes Comeback gab, hin: Alba dominierte die Partie bis zum letzten Viertel und verpasste es, für eine frühe Entscheidung zu sorgen. So reichte eine gute Schlussoffensive der Gäste, um das Spiel zu drehen. Alba-Coach Muli Katzurin war bedient: „Durch die hohe Führung haben wir uns zu selbstsicher gefühlt. Das haben die Skylines ausgenutzt und am Ende verdient gewonnen.“

Lars Wöllnitz

Auch sein Comeback konnte die Niederlage nicht abwenden: Alba-Superstar Julius Jenkins (13 Punkte)

Sport – Was passiert an diesem Wochenende (19. – 22.5.)

Die Nerven sind an diesem Wochenende zum zerreißen gespannt: Für die Fußballer des Spandauer SV könnte bei einer Niederlage der Abstieg besiegelt sein und auch der FC Spandau könnte am Vorletzten Spieltag auf einen Abstiegsplatz abrutschen. Bei den Basketballern von Alba Berlin gibt es erfreulichere Neuigkeiten: Am Mittwochabend gewannen die Albatrosse mit 81:80 bei den Frankfurt Skyliners und wollen im zweiten Playoff-Halbfinal-Spiel am Samstag (17 Uhr, O2-World-Arena) nachlegen.

Fußball:

Gibt es eine Entscheidung: Im Abstiegskampf der Berlin-Liga steht der FC Spandau am vorletzten Spieltag mit einem Punkt vor dem BFC Preussen auf einem rettenden Tabellenrang. Bei einem Sieg am Sonntag (10.45 Uhr) gegen den Tabellenachten VfB Hermsdorf könnte die Klasse gesichert werden, denn Preussen bekommt es mit dem Tabellenzweiten VSG Altglienicke zu tun – hat damit die deutlich schwierigere Aufgabe. Aber auch mit einem Sieg der Spandauer ist nicht unbedingt zu rechnen,  denn der FC wartet nun schon seit acht Spielen auf einen Erfolg.

                              

Der Druck ist groß: Bei einer Niederlage am Samstag (14 Uhr) beim Tabellenzehnten SSV Köpenick-Oberspree könnte das Unternehmen Klassenerhalt für Landesligist Spandauer SV beendet sein, denn wenn Alemannia Wacker am Sonntag gewinnt, dann beträgt der Abstand auf den Konkurrent am letzten Spieltag vier Punkte. Zwar stehen die Spandauer schon die gesamte Rückrunde unter Siegeszwang, aber Trainer Murat Tik weiß: „Jetzt ist Situation extremer. Bei einer Niederlage wissen wir, dass es vorbei sein kann. Der Druck ist also riesig!“ Vor einer Woche sah die Situation noch deutlich besser aus – Mit einem Punkt lag der SSV in der Tabelle vor Wacker und hatte den Klassenerhalt in der eigenen Hand. Dann kam Spandau gegen Rehberge nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus, Alemannia siegte in letzter Minute mit 2:1 gegen CFC Hertha und zog damit in der Tabelle wieder vorbei. „Das war schon ein Rückschlag und hat uns ziemlich umgehauen, aber wir müssen jetzt weitermachen“, sagt Tik, dessen Spieler weiter zuversichtlich sind. „Alle glauben weiter an den Klassenerhalt!“

Der Spandauer SV braucht im Verfolgerduell einen Sieg

 

Die Aufgabe ist jedoch alles andere als einfach: „Köpenick hat eine super Rückrunde gespielt und ist ein starker Gegner, aber vielleicht sind sie ja nicht mehr ganz so konzentriert bei der Sache“, hofft der Coach, der volle Konzentration fordert: „Wir müssen in den letzten beiden Spielen so auftreten, als wenn es um unser Leben geht. Dann schauen wir, ob es reicht…“

Ob es klappt mit dem Klassenerhalt, hängt stark vom Konkurrenten Wacker ab, der auf dem Papier mit Tasmania Gropiusstadt einen starken Gegner hat. Vergangene Woche mussten Tasmania allerdings eine überraschende 2:6-Schlappe einstecken. „Sie hatten kaum fitte Spieler“, weiß Tik. „Hoffentlich sieht es an diesem Wochenende wieder besser aus. Dann sind sie nämlich schwer zu schlagen.“

Basketball:

Die erste Playoff Halbfinal-Partie am Mittwochabend zwischen den Frankfurt Skyliners und Alba Berlin war an Dramatik kaum zu übertreffen: Die Gäste aus der Hauptstadt liegen in einer dramatischen Partie mit 81:80 in Führung, können die Uhr mit dem letzten Angriff aber nicht ganz runterspielen. Alba wirft und verfehlt den Korb, bei einem Rebound hätten die Skyliners noch einige Sekunden gehabt, um die Partie zu drehen – doch der Ball landet in den Berliner-Reihen und blieb es bis zum Schluss auch. Herausragender Spieler bei Alba, die auf Leistungsträger Julius Jenkins (Hexenschuss) verzichten mussten, war Immanuel McEllroy mit 17 Treffern.

Geschafft ist damit aber noch nichts, denn bereits am Samstag (17 Uhr) wollen die Skyliners in der O2-World-Arena Revanche nehmen. Auch Alba-Trainer Muli Katzurin weiß, das noch lange nichts entschieden ist:  „Wir haben einen tollen Job gemacht. Aber Sonnabend ist ein neues Spiel, da kann alles passieren. Es steht erst 1:0.“