RSSAlle Einträge markiert mit: "Bärenland"

Was verschenken die Spandauer zum Muttertag?

In der Altstadt gibt es die klassischen Geschenke: vom Parfüm über Schokolade bis zu Blumen

An jedem zweiten Sonntag im Mai wird in Deutschland Muttertag gefeiert.

In Fahrenkrug's Parfümerie

In Fahrenkrug's Parfümerie gibt es für die Kunden eine Muttertags-CD

In diesem Jahr fällt der Tag zu Ehren der Mutter so auf den 13. Mai. Bereits 1923 von den Blumenhändlern eingeführt, wurde der Ehrentag im Dritten Reich von den Nazis instrumentalisiert und später wieder als nicht gesetzlicher Feiertag gefeiert.

Wir haben einmal in den Geschäften der Spandauer Altstadt nachgefragt: Was wird besonders gern gekauft? Und vor allem: Wer kauft was?

Parfüm, Bodylotion und Badesalz

In Fahrenkrug’s Pafümerie ist Manuela Fricke perfekt auf den Muttertag vorbereitet. Am Freitag und Samstag vor dem Muttertag bekommen alle Kosmetikkunden bei ihr eine Muttertags-CD der Kosmetikmarke „Juvena“. Hier kaufen vor allem viele Männer Geschenke für ihre Frauen. Das Alter der einkaufenden Frauen liegt jedoch jenseits der 40.

Anders ist das in der Douglas Filiale in der Carl-Schurz-Straße, hier kaufen viele jüngere Männer mit ihrer Frau oder Freundin ein. Diese kauft dann etwas für ihre Mutter und gibt unauffällig den Wink mit dem Zaunpfahl über die eigenen Wünsche.

In der Altstadt wird für den Muttertag geworben.

In der Altstadt wird für den Muttertag geworben.

„Am Donnerstag sind viele Frauen gekommen, die Männer sind immer etwas zögerlich“, verrät mir die Verkäuferin. Vor allem die altbekannten Parfüms wie „Miracle“ oder  „Trésor“ werden gern gekauft um sicherzugehen, dass die Mutter es auch mag. „Häufig wird auch etwas zum Verwöhnen gekauft: Badesalz, Bodylotion oder Duschgel zum Beispiel“. Was der Douglas-Angestellten jedoch nicht gefällt: Sie hört immer wieder, es sei ja „nur“ Muttertag. Hier wollen die Kunden dann auch nicht so viel ausgeben wie zum Beispiel zu einem Geburtstag.

Frühstück oder etwas Süßes

Häufig wird die Mutter zu ihrem Ehrentag auch ausgeführt. Etwa 30 Reservationen zum Muttertagsfrühstück kann zum Beispiel das Altstadt Cafe an der Nikolaikirche zählen. Natürlich bereiten auch viele Kinder der Mutter Zuhause selbst das Frühstück.

Kinder setzten beim Geschenk häufig auf etwas Süßes. In den Schokoladenläden in der Altstadt werden Pralinen, Maikäfer oder Herzchen gekauft. Auch im Bärenland kaufen viele Kinder für ihre Mütter ein. Hier gibt es Gummibärenpizza in Herzform oder Proseccogummibärchen im passenden Glas.

Blumen, Blumen, Blumen

Väter setzen vor allem auf den klassischen Rosenstrauß. Eddi, vom Blumenstand auf dem Marktplatz ist jedoch mit den Reaktionen der Blumenindustrie nicht einverstanden.

Alternativ zu den Schnittblumen

Alternativ zu den Schnittblumen werden auf dem Markt auch Rosen-Bäumchen oder Ampeln angeboten. Fotos (3): Kirsten Stamer

„Die Blumenhändler heben die Preise zum Muttertag oft um das doppelte an“, beklagt er sich. Auch sein Stand muss da nachziehen, denn: „Wir können ja nicht unter Einkaufspreis verkaufen“. Seiner Meinung nach sollte ohnehin jeden Tag Muttertag sein, die Dankbarkeit auf einen Tag im Jahr zu beschränken scheint ihm nicht rechtens.

„Oft muss es dann auch noch schnell gehen“, meint er über die Kunden. Da werde dann schnell mal wahllos eine Blumenampel gegriffen und fertig sei das Muttertagsgeschenk. „Schnell mal beim Vorbeigehen, bloß keine Zeit verschwenden.“ Trotzdem freut auch er sich sicher über das Muttertagsgeschäft.

Kirsten Stamer

Das Bärenland in der Spandauer Altstadt

21.01.2011: Yvone Nitschke liebt ihre Gummibären

Aufwecker, Ingwer Teufel, Fruchtbuttermilchflaschen, Rote Grütze oder Prosecco Bären. Bei Yvone Nitschke im Bärenland in der Altstadt gibt es alles. An dem Laden zwischen Fahrenkrugs Parfümerie und einer Bäckerei bin ich schon oft vorbeigegangen. Geht Ihnen auch so? – Ich habe für Sie einmal hineingeschaut.

Yvone Litschke liebt Gummibären

Yvone Nitschke liebt Gummibären

„Ich liebe Gummibären“, sagt Yvone Nitschke von sich. Die optimale Voraussetzung um in einem Bärenladen zu arbeiten. Bei Bärenland handelt es sich um eine Franchise-Kette, die ihre Sparte ausfüllt. Frische, weiche Fruchtgummis, meist mit Fruchtsaft oder sogar -stückchen. An die hundert verschiedene Sorten hat Frau Nitschke dauerhaft im Angebot. Neben dem altbewährten Gummibärchen werden hier auch außergewöhnliche Geschmacksrichtungen angeboten. Cuba Libre, Gummis mit Kaffeegeschmack oder Pina Colada Bärchen – alles kein Problem. Kommen Kunden in den Laden, wird ihnen zunächst einmal eine Fruchtgummirose angeboten. „Erdbeer, Himbeer, Kirsche und schwarze Johanna, unsere neueste Kreation“, stellt die Ladenbesitzerin das Fruchtgummi vor. Schon kommt der Nächste, „darf ich ihnen eine Rose anbieten?“

„Der Bärenlandladen in Spandau war der Erste in Berlin“, stellt die gelernte Drogistin stolz fest. Seit elf Jahren bietet sie hier nun Fruchtgummis an. Mit der Zeit kamen noch Geschäfte in Steglitz und Teltow hinzu. Drei fest angestellte Verkäufer beschäftigt sie mittlerweile, ansonsten ist das Bärenland vor allem ein Familienunternehmen. „Meine Große ist 17 und arbeitet schon mit, die Kleine wird mit 14 Jahren langsam herangeführt“, lacht die 47- Jährige.

Rosen sind die neueste Gummi-Kreation im Bärenland

Rosen sind die neueste Gummi-Kreation im Bärenland

Während unseres Gesprächs betritt ein älterer Mann das Geschäft, grüßt und geht nach hinten durch. Ich wundere mich. „Das ist mein Vater“, bekomme ich zur Antwort. „Ich habe doch gesagt: wir sind ein Familienunternehmen.“ Die Kundschaft besteht zumeist aus Stammkunden. Hier bekommt jeder was er möchte. Laktose-frei, Gluten-frei, Gelatine-frei, für Diabetiker, Bio ? – alles möglich und auf den Preisschildern ausgewiesen. „Die Fruchtgummis ohne Gelatine sind allerdings schwer zu verpacken“, stellt Yvonne Nitschke fest. „Die kleben nicht aneinander und Purzeln dann alle durch die Packung“. Hier wird eben aufs Detail geachtet. Ein Mann betritt den Laden. „Ich hätte gern eine Torte“. „Alles klar, was für eine?“ Frau Nitschke springt auf. Die Torte wird gewählt und penibel in einem Tortenkarton verpackt. „Viel Spaß beim Verschenken, und passen Sie mit der Stufe auf“, bekommt der Kunde zum Abschied mit auf den Weg.

Im Bärenland gibt es aber nicht nur Fruchtgummis zu kaufen. Alles rund um den Bären und auch Produkte rund um Berlin, wie Schilder mit dem Ampelmännchen, sind im Angebot.  „In den letzten Jahren hat sich Spandau in Sachen Tourismus richtig gemausert“, stellt die Ladenbetreiberin fest. „Ehemalige Alliierte kommen oft mit ihren Familien zu Besuch und da werden Schilder oder andere Berlin-Produkte gern einmal mitgenommen“.

Ob als Herz, Pizza oder Kuchen - Fruchtgummis in allen Variationen

Ob als Herz, Pizza oder Kuchen - Fruchtgummis in allen Variationen

Spandau liegt Yvonne Nitschke am Herzen. „Die Zitadelle, die schöne Altstadt – kein Wunder, dass langsam auch mehr Touristen kommen. Wenn im Sommer gegenüber bei La Bottega die Tische draußen stehen und vielleicht noch jemand Schifferklavier spielt, das ist wie Urlaub“. Wenn der Job Spaß mache, sei eben auch die regelmäßige 60 Stunden-Woche egal. „Man macht sich und den anderen das Leben doch bloß schwer wenn man grummelig ist“, strahlt sie.

Inhaberin: Yvone Nitschke
Anschrift: Breite Straße 19, 13597 Berlin-Spandau
Telefon: 030 35389300
E-Mail: info@baerenland-spandau.de
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-19 Uhr, Sa 10-16 Uhr
Webseite: www.baerenland.com

Kirsten Stamer
Größere Kartenansicht