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Der Jugendarbeitslosigkeit entgegenwirken

Auf dem anhaltenden Programm der Bildungstour des Bezirksbürgermeisters Helmut Kleebank stand der Besuch der bbw Berufsvorbereitungs- und Ausbildungsgesellschaft mbH in Spandau.

Der Standort am Brunsbütteler Damm 143-147 wurde bereits im Jahr 2006 vom Jugendaufbauwerk als Bildungseinrichtung übernommen. Seitdem werden hier Jugendliche angesprochen, für die nach dem zehnten Schuljahr die Wahl des Ausbildungsplatzes ansteht und die es besonders schwer haben eine geeignete Ausbildungsstelle zu finden. Nun verschaffte sich Bezirksbürgermeister Kleebank – vor seiner jetzigen Tätigkeit selbst Schulleiter – auf seiner fortwährenden Bildungstour durch den Bezirk selbst einen Eindruck.

Bezirksbürgermeister Kleebank (Mitte) wurde beim Besuch der bbw vom SPD-Bundestagsabgeordneten Swen Schulz (li.) begleitet.

Bezirksbürgermeister Kleebank (Mitte) wurde beim Besuch der bbw vom SPD-Bundestagsabgeordneten Swen Schulz (li.) begleitet. Foto: Bezirksamt Spandau

Erfolgreiche Eingliederung

Um die Jugendlichen auf ihrem Weg ins Berufsleben zu unterstützen und auf die Ausbildung vorzubereiten, führt die bbw in Berlin und Spandau seit dem Schuljahr 2006/2007 erfolgreich das Senatsprojekt MDQM (Modulare Duale Qualifizierungs-Maßnahme) durch. Dieses gehört zum Regelangebot schulischer Leistungen gemäß dem Berliner Schulgesetz. Das mit Hilfe des Landes Berlin mitfinanzierte Projekt wurde als Modellprojekt mit ESF-Förderung entwickelt. Berlinweit befinden sich derzeit an zwei Standorten ca. 3900 Schülerinnen und Schüler in insgesamt 20 Gewerken, darunter des kaufmännischen Bereichs, des Handwerks, technischer und gestalterischer Berufe.

Finanzierung ungewiss

Allein in Spandau werden zirka 400 Schülerinnen und Schüler von 35 pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut. Die Erfolgsbilanz dieser Bildungseinrichtung spricht dabei für ein gutes Ausbildungspersonal, dass in der Lage ist, die Jugendlichen trotz fehlender Ausbildungsvergütung, so zu motivieren, dass bei Wettbewerben bereits Bundes- und Landessieger aus den verschiedensten Berufsfeldern hervorgingen. Zudem finden über 80 Prozent der Jugendlichen im Anschluss einen Arbeitsplatz. Doch zum Bedauern des Geschäftsführers Herrn Velten musste dieser mitteilen, dass die ESF- Förderung des Projektes im August 2015 eingestellt wird.

Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank hierzu: „Das erfolgreiche Konzept dieser Bildungseinrichtung in Spandau spricht dafür, dass dieser Standort unbedingt erhalten werden muss. Die Tatsache, dass die Jugendarbeitslosigkeitsquote des Bezirkes Spandau im berlinweiten Vergleich im letzten Drittel liegt, bekräftigt meine volle Unterstützung für die Entwicklung und Realisierung der weiteren qualifizierten Fortführung dieser Berufsausbildungsvorbereitung an diesem Standort. Derzeit erarbeitet der Bezirk Spandau zusammen mit dem Jobcenter und der Arbeitsagentur einen Masterplan gegen Jugendarbeitslosigkeit.“

Patrick Rein

Auch schwimmen gehört zur Bildung

Auf der zweiten Station der diesjährigen Bildungstour besuchte Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank den renommierten Verein „Wasserfreunde Spandau 04“

Normalerweise stehen Schulen auf dem Programm der Bildungstour des Bürgermeisters. Daher stand beim Besuch der Wasserfreunde Spandau 04 das Kita- und Schulschwimmen im Vordergrund. Bereits seit 10 Jahren existiert das erfolgreiche Projekt des Vereins „Früher – Schwimmen – Lernen“.  Kindergartenkinder im Alter von 4 bis 6 Jahren und Schulkinder bis zur zweiten Klasse haben hier die Möglichkeit, das Schwimmen zu erlernen.

Auch heute wollen die "Spandauer" in der Wasserball-Bundesliga wieder den Gegner aus Duisburg "nass" machen.

Auch heute wollen die „Spandauer“ in der Wasserball-Bundesliga wieder den Gegner aus Duisburg „nass“ machen.

Grenzen erreicht

Es werden rund 800 Kinder, zusätzlich zu den über 3000 Vereinsmitgliedern, aus insgesamt 69 Kitas und Horten – hauptsächlich aus den Bezirken Spandau und Charlottenburg – betreut. Mit vereinseigenen Bussen werden die Kinder an der Kita bzw. Schule abgeholt und zur Schwimmhalle gefahren. Der Verein ist hiermit an seiner Kapazitätsgrenze angekommen und ist auf zusätzliche Wasserflächen, die das Land Berlin über die Berliner-Bäder-Betriebe zur Verfügung stellt, angewiesen. Ebenso erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang eine vor einigen Jahren ins Leben gerufene Stiftung, die das Projekt seit 2010 mit einer jährlichen Geldspende für sozial benachteiligte Berliner Kinder unterstützt, um auch denen die Teilnahme am Schwimmunterricht zu ermöglichen.
Zudem arbeitet der Verein gezielt mit Kindern mit Migrationshintergrund, um so den Grundstein zu legen, dass gerade diese Kinder sich mit dem Schwimmen und allgemeinen Sport vertraut machen.

Um so mit dem Ball in der Hand schwimmen zu können, muss früh mit der Schwimmausbildung begonnen werden.

Um so mit dem Ball in der Hand schwimmen zu können, sollte früh mit der Schwimmausbildung begonnen werden. Fotos (2): Patrick Rein

Rekordmeister Wasserball

Bekannt ist der Verein durch unzählige Titel im Wasserball. Zwar spielen die Wasserfreunde seit Jahren nicht mehr in Spandau sondern sind in die Schöneberger Schwimmhalle am Sachsendamm umgezogen, wo sie auch heute um 16 Uhr in der Wasserball-Bundesliga auf den punktgleichen ASC Duisburg treffen. Auch die Geschäftsstelle befindet sich mittlerweile in der Hanns-Braun-Straße in Charlottenburg. Darüber hinaus wird die Trainingsstätte des Vereins von den Sportlerinnen und Sportler der Poelchau-Oberschule, einer Eliteschule des Sports, genutzt und bietet zudem zahlreiche Schwimmkurse in den Sommerferien an. Doch die Wasserfreunde zählen sich zu Spandau und leisten in diesem Zusammenhang viel für den Bezirk – wie beispielsweise der Schwimmausbildung. Bezirksbürgermeister Kleebank hierzu: „Die alljährlich veröffentlichten Zahlen der Nichtschwimmer und verunglückten Kinder durch Ertrinken sind Anlass genug, das unentgeltliche Schulschwimmen bereits ab der ersten Klasse zu integrieren. Darüber hinaus wird so die körperliche Entwicklung der Kinder frühzeitig gefördert und entwickelt.“

Patrick Rein

Kleebank weiter auf Bildungstour

Erste Station in 2013

Helmut Kleebank

Helmut Kleebank

Auch in 2013 setzt Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank seine Bildungstour durch Spandau fort. Nächste Halt ist am Freitag, den 18.01.2013 die International School Villa Amalienhof. Hier wird Herr Kleebank zwischen 10.00 und 12.00 Uhr die Gelegenheit nutzen mit Lehrerinnen und Lehrern, der Elternvertretung sowie einigen Schülerinnen und Schülern vertraulich ins Gespräch zu kommen. Ab 11.00 Uhr schlägt die Stunde für die Pressevertretung. Es besteht die Gelegenheit Interviews zu führen und Fotos zu knipsen, außerdem finden Rundgänge vor Ort statt.