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Investitionen, Sanierungen und Fehler an Schulen

Zwar wurden über das Konjunkturprogramm II zahlreiche Schulgebäude saniert dennoch wird die Zielgruppe nicht immer erreicht.

Nicht nur Bezirksbürgermeister Kleebank (SPD) machte gestern Station während seiner Bildungstour an der Robert-Reinick-Grundschule, auch CDU-Bundestagsabgeordneter Kai Wegner nahm diese und zwei weitere in Augenschein. Als Abgeordneter hatte Wegner zusammen mit der Bundesregierung den Weg zum Konjunkturprogramm II zur Sanierung von Schulgebäuden frei gemacht. Allein Spandau nahm aus den bereitgestellten Mitteln rund 15 Millionen Euro in Anspruch.

Die CDU-Politiker Stadtrat Gerhard Hanke, Bundestagsabgeordneter Kai Wegner und Abgeordneter Matthias Brauner (v. li) in Siemensstadt unterwegs.

Die CDU-Politiker Stadtrat Gerhard Hanke, Bundestagsabgeordneter Kai Wegner und Abgeordneter Matthias Brauner (v. li) waren in Siemensstadt unterwegs.

Unglaubliche Baumängel

Somit konnten unter anderem an der Schule an der Jungfernheide eine Haupt- und Realschule zur integrierten Sekundarschule zusammengelegt werden. Erste Umbaumaßnahmen sind bereits abgeschlossen, dennoch wird die Schülerschaft bis zur endgültigen Fertigstellung auch in einem provisorischen Container unterrichtet. Weitaus größere Probleme zeigten sich hingegen bei der Robert-Reinick-Grundschule. Hier offenbarte sich nach Abschluss eine ganze Reihe von Baufehlern. Während ein funktionsfähiges Wandtelefon auf der Bühne der Aula noch für Belustigung sorgt, sind die klimatischen Bedingungen im obersten Treppenaufgang sowie Luftabzüge in den naturwissenschaftlichen Räumen ein weitaus größeres Ärgernis. Bezirksstadtrat Gerhard Hanke (CDU) ärgerte sich besonders über diesen Zustand, verwies jedoch darauf dass man das Gebäude erst nach Abschluss der Bauplanung vom Bezirk Charlottenburg „geerbt“ habe. Doch auch bei der Hans-Carossa-Oberschule wurden damals nach den Fertigstellung der Baumaßnahmen rund 1000 Mängel festgestellt.

Nicht nur Schulleiterin Ingrid Schmidt ärgert sich über Baumängel an der Robert-Reinick-Grundschule.

Nicht nur Schulleiterin Ingrid Schmidt ärgert sich über Baumängel an der Robert-Reinick-Grundschule. Fotos (2): Patrick Rein

Viel investiert

Bei der dritten Station an der Carl-Friedrich-von-Siemens-Oberschule verliefen die Bauarbeiten weitaus erfreulicher und stolz präsentierte Schulleiter Pohl die neue Mensa, welche in den nächsten Wochen auch den Schülerinnen und Schülern zugänglich gemacht wird. Doch auch der Bezirk sowie das Land haben viel in die Schulen investiert um ein angenehmes Lernumfeld zu schaffen: Computerräume, modernste Beamer bis hin zu kreidelosen Unterrichtsräumen mittels digitaler Übertragungstechnik aber auch Tischfußball zur Freizeitgestaltung sind an vielen Schulen zu finden. Dennoch ist ein Erfolg weiterhin von der Lehrerschaft abhängig. Deren Ausbildung und Einstellungen in den Schulbetrieb sind entscheidender als nur Investitionen in Räumlichkeiten und Ausstattung.

Passend dazu wurden gestern Abend in einem Fernsehbeitrag zwei Spandauer Jugendliche gezeigt, welche frühzeitig ihre Schullaufbahn abgebrochen haben. Einem von beiden konnte erst ein  Schulsozialarbeiter eine Perspektive aufzeigen. Beide stammen laut Beitrag aus Hartz-IV Familien. Neben der Ausgliederung der Erziehungsarbeit an die Schulen bleiben demnach die Eltern Vorbilder – wenn auch negativ – und zeigen Lebensstile auf, von denen sich Jugendliche nur schwer distanzieren. Dem Beitrag nach gibt es in den Spandau Arcaden bereits eine Gruppierung der „center chiller“: Minderjährige die dort „abhängen“ und übermäßig Alkohol konsumieren.

Patrick Rein

Freizeit in Haselhorst sinnvoll gestalten

Sportstadtrat Gerhard Hanke eröffnete am Donnerstag Freizeit-Kleinspielfelder und übergab die Betreuung ans „Haveleck“.

Die Idee als auch die Planungen liefen schon länger um im ehemaligen Quartier an der Pulvermühle Kindern und Jugendlichen nach Schließung der Schulsportanlagen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung zu bieten. Ende vergangenen Jahres konnten bereits im Bereich des Sportparks Haselhorst – finanziert über das Sportanlagensanierungsprogramm – zwei Nebenflächen sportfunktionell fertig gestellt werden.

Nutzer, Bezirksamt und "Betreiber" des Jugend- und Kulutrzentrums Haveleck vereint bei der offiziellen Eröffnung am Pulvermühlenweg in Haselhorst.

Nutzer, Bezirksamt und „Betreiber“ des Jugend- und Kulturzentrums Haveleck vereint bei der offiziellen Eröffnung am Pulvermühlenweg in Haselhorst.

Vereins- und Freizeitsport

Seitdem besteht insbesondere für Kinder und Jugendliche des Ortsteils die Möglichkeit, freizeitsportliche Aktivitäten auch neben dem Vereins- und Schulsport auf dem neu angelegten Gelände auszuüben. In Betrieb genommen wurden ein Freizeit-Kleinspielfeld mit Fußballtoren und zwei Street-Basketball-Felder sowie ein weiteres Kleinspielfeld für Streethockey und –soccer, welches eventuell auch für Bikes und Skater umfunktioniert wird. Beide Flächen sind gegen Vandalismus und unbefugtes Betreten umzäunt und sowohl von der Sportanlage als auch vom Pulvermühlenweg aus erreichbar. Der Fachbereich Sport hat zudem mit dem Fachdienst Jugend- und Familienförderung eine Vereinbarung getroffen, nach der die personelle Betreuung und Beaufsichtigung beider Flächen dem benachbarten Jugend- und Kulturzentrum „Haveleck“ übertragen worden ist.

Das Jugend- und Kulturzentrum in unmittelbarer Nähe der neuen Freizeitplätze.

Das Jugend- und Kulturzentrum Haveleck in unmittelbarer Nähe der neuen Freizeitplätze. Fotos (2): Patrick Rein

Mehrgenerationenplatz

Nach der langen witterungsbedingten Schließung der Felder erfolgte am Donnerstag die offizielle Übergabe durch Bezirksstadtrat Gerhard Hanke. Dabei äußerte dieser seine Vorstellung auch eine weiterhin vorhandene ungenutzte Fläche ebenfalls umzugestalten und so den Bedürfnissen älterer sowie behinderter Menschen gerecht zu werden. Gerade in diesem Ortsteil sei es notwendig, den Bürgerinnen und Bürgern Freizeitangebote zu schaffen. Daher entstand die Idee eines Mehrgenerationenplatzes, auf welchem auch Gesundheitssport durchgeführt werden könnte. Das ansässige Wohnungsbauunternehmen hatte „nach anfänglicher Unterstützung seine Bemühungen seit Jahren bereits eingestellt“, wie Achim Heidke vom Haveleck berichtete.

Verantwortungsbewusstsein stärken

Mit dem Kultur- und Jugendzentrum als örtlichem Betreuer der Anlage konnte ein wichtiger Partner gewonnen werden, wodurch die Verantwortung für Ordnung und Sauberkeit der Plätze in die Hände der Nutzer gelegt wurde. Dadurch soll auch der Gedanke einer organisierten Jugendarbeit verfolgt werden. Geöffnet sind die Plätze sowohl an den Werktagen als auch am Wochenende und können auch von den anliegenden Schulen genutzt werden.

Patrick Rein

Gatower Freibad bleibt dieses Jahr geschlossen

Schließung des Kombibades Süd an der Gatower Straße auch über die Sommermonate sorgt für Empörung.

Zwar ist Spandau einer der wasserreichsten Bezirke Berlins, doch bei seinen Schwimmbädern läuft seit Jahren vieles schief. Nun teilten die Berliner Bäder-Betriebe im Rahmen der letzten Sitzung des Sportausschusses dem zuständigen Stadtrat Gerhard Hanke (CDU) mit, dass in diesem Jahr – im Gegensatz zu den bisherigen Planungen – keine Öffnung des Sommerbades im Kombibad Spandau Süd, besser bekannt als „Gatower“,  stattfinden wird.

Keine Öffnung des Sommerbads an der Gatower Straße in diesem Jahr möglich.

Keine Öffnung des Sommerbads an der Gatower Straße in diesem Jahr möglich.

Betrieb des Bades nicht möglich

In der Schwimmhalle des Kombibades Spandau Süd werden seit dem letzten Jahr Sanierungsmaßnahmen durchgeführt, die zu einer voraussichtlichen Schließung bis 2014 führen. Geschlossen für den Schwimm- und Trainingsbetrieb war das Bad aber schon länger. Nun wurde bekannt, dass eine Trennung der Wasserkreisläufe zwischen Sommerbad und Schwimmhalle nicht bis zum Beginn der Badesaison hergestellt werden kann. Somit ist ein technischer Betrieb des Sommerbades infolge der Bauarbeiten nicht möglich und es kann kein Badebetrieb im Sommerbad angeboten werden. Stadtrat Gerhard Hanke führt aus: „Nachdem der Bezirk jahrelang mit der Sanierung der Schwimmhalle im Kombibad Spandau Süd hingehalten wurde und durch die Schließung sowohl die Öffentlichkeit als auch die Vereine erhebliche Einschränkungen hinnehmen mussten, sorgen die Berliner Bäder-Betriebe mit der Ankündigung der Nichteröffnung des Sommerbades in diesem Jahr für einen weiteren negativen Paukenschlag. Noch vor wenigen Wochen wurde uns auf Anfrage erklärt, dass der Betrieb des Sommerbades in diesem Jahr gewährleistet sei.“

Sanierungs- und Baumaßnahmen sorgen für eingeschränkten Badespaß.

Sanierungs- und Baumaßnahmen sorgen für eingeschränkten Badespaß. Fotos (2): Patrick Rein

Frühzeitiger Hinweis durch Bäder-Betriebe

Auf Nachfrage erklärte uns Matthias Oloew, Leiter Presse und Kommunikation der Berliner Bäder-Betriebe: „Wir hatten bereits im Dezember darauf hingewiesen, dass der zeitliche Rahmen äußerst eng ist und es demnach zu einer Nichtöffnung kommen könnte. Wir bedauern zutiefst diesen Schritt jetzt gehen zu müssen und wenn auch nur ein kleiner Trost wird das Bad in Staaken dafür in den Sommermonaten länger geöffnet haben.“ Zu den Verzögerungen kam es, da die Senatsverwaltung erst mit achtwöchiger Verspätung die entsprechenden Förderungsgelder zur Verfügung stellte. Die bezirkliche Baugenehmigung lag bereits vor. Außerdem konnten durch den ungewöhnlich harten und langen Winter bauliche Maßnahmen nicht fortgesetzt werden, was zu einem nicht mehr einzuholenden Rückstand führte. Geplant war, das Kombibad Süd für acht Wochen zu öffnen, ein Betrieb von lediglich einem Monat sei hingegen wirtschaftlich nicht zu vertreten.

Damit besteht für den gesamten Bezirk Spandau in diesem Jahr nur die Möglichkeit das Stadtbad Nord in der Radelandstraße und das Sommerbad in Staaken-West ab dem 11.05.2013 zu nutzen.

Patrick Rein

Der Öffentlichkeit zugänglich gemacht

Am Jugendweg kann nun auch außerhalb der Schulzeiten wieder gespielt werden.

Bisher war die Spielfläche lediglich den Schülerinnen und Schülern vorbehalten. Nun wurde mit dem Wechsel zur Oberschule an der Jungfernheide diese durch einen Zaun vom Schulgelände abgetrennt und mit einer Tür zum Jugendweg für die Öffentlichkeit geöffnet. So soll die Fläche auch nach Schulschluss und am Wochenende von den Kindern aus der Siemensstadt besucht werden können.

Erzieher und Kinder der Kita "Immerfrech" versuchten in warmer Schneemontur den Frühling herbei zu singen.

Erzieher und Kinder der Kita „Immerfrech“ versuchten in warmer Schneemontur den Frühling herbei zu singen.

Patenschaft „Immerfrech“

Für die Auswahl der Spielgeräte wurden mehrere Planwerkstätten durchgeführt. Ziel war es, eine Spielgeräteauswahl zu finden die sowohl für Kita-Kinder als auch für die Jugendlichen der Oberschule interessant ist. So durften die Kinder der ‚Kita Immerfrech’, die auch die Patenschaft übernommen haben, als auch Kinder und Jugendliche mehrerer Jahrgänge der Oberschule an dem Planungsgeschehen mitarbeiten. Gemeinsam wurde dann auch am Freitag feierlich Eröffnung gefeiert: Während dabei die Oberschüler den Harlem Shake in Spandau präsentierten, versuchten die Kindergartenkinder den Frühling herbei zu singen. Zur Umsetzung der Planung hatten dann wieder Mal die Auszubildenden des Grünflächenamtes tatkräftig beigetragen.

Baustadtrat Carsten Röding übergab die Patenschaftsurkunde.

Baustadtrat Carsten Röding übergab die Patenschaftsurkunde.

Erfolgreicher Spendenaufruf

Mittels zahlreicher Spenden – zu der das Sozial-kulturelle Netzwerk casa e.V. und das Stadtteilbüro Siemensstadt bereits im Sommer 2011 aufgerufen hatten – konnte dem Kinderspielplatz auf dem Gelände der Schule an der Jungfernheide neues Leben eingehaucht und für alle Siemensstädter Kinder sowie deren Eltern wieder nutzbar gemacht werden. Auch hier beteiligte sich der Bezirk mit 30.000 Euro. Nach Abschluss der Bauarbeiten übergaben Baustadtrat Carsten Röding gemeinsam mit Bildungsstadtrat Gerhard Hanke (beide CDU) den Spielplatz wieder den künftigen Nutzern.

Neben einem Harlem-Shake präsentierten die Oberschüler auch eine Musikeinlage samt Beatbox.

Neben einem Harlem-Shake präsentierten die Oberschüler auch eine Musikeinlage samt Beatbox. Fotos (3): Patrick Rein

„Mein Lieblings-Spielplatzgerät“

Und Spandaus Spielplatzerneuerung gehen weiter. Daher startet das Projekt „Raum für Kinderträume“ mit Unterstützung von Florida-Eiscafé eine neue Aktion „Mein Lieblings-Spielplatzgerät“. Kinder sind aufgerufen ihr Lieblings-Spielplatzgerät zu basteln und zu gestalten. Erwünscht ist was gefällt: wie müsste es aussehen unter Nutzung von Materialien, die man zu Hause findet. Modelle können bis 07. Juni 2013 mit Angabe von Namen, Alter und Adresse (auch Schulklassen und Kitagruppen können sich beteiligen) in beiden Spandauer Florida-Filialen abgeben oder ans

Bezirksamt Spandau, Abt. Bauen, Planen, Umweltschutz und Wirtschaftsförderung
Stichwort: Spielplatzgerät, Carl-Schurz-Str. 2/6, 13578 Berlin

geschickt werden.

Eine Jury entscheidet über die Spielplatzgeschichten und prämiert die Plätze 1. bis 5. mit Florida-Eisgutscheinen sowie bis zu 1.000,- Euro zur Verbesserung/Aktion auf einem Spandauer Spielplatz.

Patrick Rein

Von Falkensee nach Spandau

Am Sonntag ist es wieder so weit: der 24. Lauf der Sympathie eröffnet die Laufsaison und Sportjahr 2013.

Spandau hat viele Traditionen und eine davon ist bereits seit der Wiedervereinigung der Lauf der Sympathie von Falkensee nach Spandau. Auch wenn das Wetter momentan noch nicht wirklich zum anziehen der Laufschuhe einlädt, liegen dem Team um Organisator Klaus Scholz zahlreiche Meldungen vor. Und wer sich erst jetzt zu einer Teilnahme entschließt, kann sich am Freitag und Samstag noch nachmelden.

Am Freitag und Samstag sind noch Nachmeldungen möglich.

Am Freitag und Samstag sind noch Nachmeldungen möglich.

Nachmeldungen im Rathaus

Kurzentschlossene können sich für die 10 oder 5 Kilometer am Freitag von 16 bis 18.30 Uhr und Samstag von 10 bis 15 Uhr im Rathaus bei der Startnummernausgabe je nach noch vorhandenen Kapazitäten anmelden. Eine Meldung am Veranstaltungstag ist nicht mehr möglich. Der Start für die 10 Kilometer findet um 11 Uhr an der Stadthalle Falkensee statt und ist für alle Altersklassen ab 11 Jahren offen. Zusätzlich bietet sich der 5 Kilometer Einsteigerlauf für alle Teilnehmer an, die im Rahmen eines großen Volkslaufes etwas von der einmaligen Atmosphäre schnuppern möchten, nach dem Winter aber noch keine längeren Strecken absolvieren können. Die Läuferinnen und Läufer des 5 Kilometerlaufs starten nach der Spitzengruppe des Hauptlaufes gegen 11.15 Uhr an der Falkenseer Chaussee Ecke Stadtrandstraße.

Bei der Sportlerehrung zeigten die Nachwuchs-Cheerleader spontan ihr Können.

Bei der Sportlerehrung zeigten die Nachwuchs-Cheerleader spontan ihr Können.

Spandau ist sportlich

Über den Lauf der Sympathie hinaus zeichnet sich der Bezirk auch weiterhin als besonders sportlich aus. Die von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport aktuell herausgegebene Vereinsmitgliederstatistik hat den Ruf Spandaus als „Sportstandort“ erneut bestätigt. So sind 171 Sportvereine und 12 Betriebssportgemeinschaften mit insgesamt 46 225 Mitgliedern im Bezirk ansässig, das heißt rund 21 Prozent der Spandauer Bevölkerung sind in Sportvereinen tätig. Bei der Gesamtzahl der Mitglieder wird berlinweit bereits der fünfte Platz belegt. Im Verhältnis zu den melderechtlichen Einwohnerzahlen der Bezirke ergibt sich sogar ein normierter Index von 1,23 und der 2. Platz hinter Charlottenburg-Wilmersdorf.

Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und Stadtrat Gerhard Hanke würdigten die sportlichen Leistungen der Spandauer Vereinssportler überregional.

Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und Stadtrat Gerhard Hanke würdigten die überregionalen sportlichen Leistungen der Spandauer Vereinssportler. Fotos (3): Patrick Rein

Sportlerehrung im Gotischen Saal

Neben dem Breitensport kann der Bezirk aber auch im Leistungssport immer mehr Erfolge aufweisen. So muss die Sportlerehrung mittlerweile durch deren Vielzahl zweigeteilt werden. Den Anfang machte dabei am 1. März die Würdigung der insgesamt 64 Erst- bis Drittplatzierten bei Welt- und Europameisterschaften, der fünf Olympia– und Paralympicsteilnehmer/innen sowie die Auszeichnung von vier besonderen Sportfunktionären aus Spandauer Vereinen im Gotischen Saal der Zitadelle. Die regionalen Erfolge werden dann zusätzlich beim Sommerfest Mitte des Jahres gewürdigt. Der Bezirk und allen voran Sportstadtrat Gerhard Hanke legen großen Wert auf die offizielle Auszeichnung und setzen sich daher trotz Sparzwangs für dessen Fortsetzung ein: „Sowohl die große Anzahl von über 500 Sportlerinnen und Sportlern, die im Durchschnitt jedes Jahr herausragende Platzierungen bei den Berliner und Deutschen Meisterschaften sowie bei Europa- und Weltmeisterschaften belegen, als auch die aktuellen statistischen Vereinsdaten belegen eindrucksvoll, dass der Bezirk Spandau nicht nur innerhalb Berlins, sondern auch weit über die Stadtgrenzen hinaus einen besonderen Ruf als Sportstandort besitzt.“

Patrick Rein

Lichter gegen Gewalt und Intoleranz

Seit zwei Tagen wird der Koeltzepark einen Monat lang von Laternen mit einer klaren Botschaft erleuchtet: In Spandau ist kein Platz für Gewalt!

Im Paul-Schneyder-Haus wurde am Freitag eine besondere Aktion des mittlerweile bundesweit bekannten Projekts „Stark gegen Gewalt“ eröffnet: Über 200 Teilnehmer hatten unter der Leitung des Künstlerpaares Sofia Camargo und Thomas Klasen Laternen gebastelt, die teils mit klaren Botschaften versehen waren. Seit der Eröffnung erhellen diese nun und noch bis zum 15. Februar als „Lichter des Respekts und der Gewaltfreiheit“ den Koeltzepark.

Dies sind nur einige der selbstgebastelten Lichter die nun den Koeltzepark erhellen.

Dies sind nur einige der selbstgebastelten Lichter die nun den Koeltzepark erhellen.

Für ein gewaltfreies Spandau

Das Präventionsprojekt „Stark ohne Gewalt“ setzt sich neben den Kiezstreifen immer wieder auch für kulturelle Auseinandersetzungen mit dem Themenschwerpunkt einer gewaltfreien, von Respekt, Toleranz  und Anerkennung geprägten Gesellschaft ein. Der Eröffnungsveranstaltung wohnten so auch Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) sowie die Stadträte Stephan Machulik (SPD) und Gerhard Hanke (CDU) bei. Dieser zollte dem Engagement größten Respekt und regte an: „Ich hoffe, dass die Lichter nicht nur in Spandau ein Zeichen gegen Gewalt und Intoleranz setzen, sondern bald auch ganz Berlin erhellen.“

Mit einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm und kalren Positionierungen wurde die Gallerie eröffnet.

Mit einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm und klaren Positionierungen wurde die Gallerie eröffnet.

Vorreiterrolle

So wie das Jugend- und Präventionsprojekt berlinweit bekannt geworden ist, hofft nicht nur Hanke, dass auch diese Aktion wieder die Aufmerksamkeit findet, die es verdient. Jugendliche berichteten von ihren Erfahrungen im Koeltzepark und bedauerten, dass sich Bürgerinnen und Bürger nachts kaum noch durch den schwach beleuchteten Park trauen. Mit den Laternen soll nun zumindest für einen Monat etwas Licht ins Dunkel kommen und die Botschaften ein Gefühl von „Miteinander stehen wir gemeinsam gegen Gewalt ein“ entwickeln.

Große und Kleine, Junge und Alte "Neustädter" nahmen an der Veranstaltung im Paul-Schneyder-Haus teil.

Große und Kleine, Junge und Alte „Neustädter“ nahmen an der Veranstaltung im Paul-Schneyder-Haus teil. Fotos (3): Patrick Rein

Gelungener Auftakt

Immer wieder ist in den Medien von Gewaltexzessen, Verbrechen aber auch Perspektiv- und Respektlosigkeit von Jugendlichen als Begründung zu lesen. Projekte wie „Stark ohne Gewalt“ aber auch andere Initiativen und Einrichtungen kämpfen dagegen jedoch an und zeigen deutlich, dass die Heranwachsenden klare Zeichen gegen falsches Verhalten der oftmals Gleichaltrigen setzen wollen. Wenn diese positiven Ereignisse auch in der Öffentlichkeit stärker in den Vordergrund gestellt werden, kann auch gesellschaftlich optimistischer in die Zukunft geblickt werden.

Spandau legt im Koeltzepark jetzt zumindest für einen Monat ein klares und deutliches Bekenntnis gegen Gewalt, Rassismus und Intoleranz ab!

Patrick Rein

Alles eine Frage des Geldes

Jugendhilfeausschuss muss Finanzierung freier Träger doch kürzen

In der Sitzung des Jugendhilfeausschusses (JHA) im Oktober wurde anfangs durch einen Vorschlag der CDU-Fraktion eine Finanzierung aller Jugendeinrichtungen beschlossen. Doch die Zustimmung einiger Vertreter gründete sich damals darauf, dass Spandaus Haushalt nicht zusätzlich belastet werde und Stadtrat Gerhard Hanke daher die Finanzierung aus bestehenden Mitteln zusicherte. Doch den Worten folgten keine Taten, so dass im Haushaltsausschuss zusätzliche Mittel beantragt wurden, welche dieser ablehnte.

Falsche Versprechungen

Vorangegangen war eine monatelange Diskussion, bei der sich alle Parteien der Notwendigkeit der Angebote für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen bewusst waren. Doch wissen die Bezirksverordneten auch, dass eine Konsolidierung des Haushaltes in Spandau auch weiterhin höchste Priorität haben muss und nicht über die eigenen Möglichkeiten Geld ausgegeben werden darf. „Es ist keine Frage, dass man gerne für den Bezirk mehr Geld in die Förderung der Freien Träger stecken wolle, nur es muss auch vorhanden sein“, erklärte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD Jürgen Kessling. „Es sind weiterhin alle Verantwortlichen aufgefordert, zusätzliches Geld bereitzustellen, um im Haushaltsjahr 2013 nachsteuern zu können. Bis dahin setzen wir auf Planungssichersicherheit für die Träger und nicht auf Zahlenspielereien in Form von ‚Zusatzbuchungen‘.“

Noch fehlt Spandau für hohe finanzielle Sprünge das Geld, doch die Haushaltskonsolidierung schafft neue Spielräume.

Noch fehlt Spandau für hohe finanzielle Sprünge das Geld, doch die Haushaltskonsolidierung schafft neue Spielräume. Foto: clearles-images_pixelio.de

Freie Träger haben Planungssicherheit

In der letzten Sitzung des Jahres hat der Jugendhilfeausschuss nun mit deutlicher Mehrheit eine Förderungsliste der Freien Träger für den Bezirk Spandau festgelegt. SPD, GAL, Piraten und die Bürgerdeputierten einigten sich auf einen neuen Vorschlag, den der Bürgerdeputierte Norbert Baron eingebracht hatte. Leicht verändert stimmten nur die drei CDU Bezirksverordneten dagegen. Sie wollten ihren bereits abgelehnten Vorschlag, der eine Finanzierungslücke von 252.000 Euro aufwies, erneut einbringen.

Rot-Grün kürzt Spandaus Zukunft

So zeigt sich auch die jugendpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Janine Schneider enttäuscht: „Ich bin fassungslos über das Verhalten der Sozialdemokraten und der Grünen. Wochenlang habe ich mit den Kollegen über den Vorschlag des Jugendamtes beraten. Wir haben festgestellt, dass das Ende der Fahnenstange nach den vielen Kürzungen der vergangenen Jahre erreicht ist und wir uns der Verantwortung stellen müssen, zu weiteren Mittelstreichungen ein klares Nein zu formulieren. Weil sich während der Ausschusssitzung ein Fehlbedarf von 18.000 Euro zeigte, haben SPD und Grüne gemeinsam mit dem Vertreter der Bürgerdeputierten in einer 5minütigen Sitzungsunterbrechung diese noch schnell zusammengestrichen, damit am Ende die Zahlen stimmen. Das ist unverantwortlich!“

Immer häufiger sind Eltern mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert.

Auch der Jugendhilfeausschuss würde gerne mehr Geld in die Betreuungsangebote freier Träger stecken. Foto: Souza_pixelio.de

Keine Mehrheit für CDU-Strategie

Durch den Beschluss des Jugendhilfeausschusses die Liste zur Förderung freier Träger in Höhe des im Haushaltsplan 2013 vorgesehenen Betrages zu fördern, steht nun dem Versand der Förderbescheide durch den zuständigen Bezirksstadtrat nichts mehr im Weg. Ohne Beschlussfassung des JHA wären sämtliche Angebote ab dem 1. Januar 2013 geschlossen. CDU-Bezirksstadtrat Gerhard Hanke hatte erklärt, dass er keinen Förderbescheid für 2013 erteilen werde, ehe der Haushaltsansatz auf Höhe der beschlossenen Fördersumme durch BVV-Beschluss angehoben sei. Dies wäre jedoch frühestens Ende Januar erfolgt. Hierzu erklärt Angelika Höhne, Vertreterin der GAL-Fraktion im Jugendhilfeausschuss: „Der Mehrbedarf im Bereich der Jugendhilfe ist unbestritten. Dennoch bleibt Spandau ein Konsolidierungsbezirk mit strengen Sparauflagen des Berliner Abgeordnetenhauses. Trotz dieser Auflagen ist es der rot-grünen Zählgemeinschaft gelungen, den Betrag zur Förderung freier Träger bei der Aufstellung des bezirklichen Doppelhaushalts 2012/13 konstant zu halten. Der von der CDU-Fraktion und dem zuständigen CDU-Bezirksstadtrat initiierte Beschluss des JHA zeigt, dass der CDU jegliches Gespür für einen verantwortlichen Umgang mit Steuergeldern fehlt.“

Patrick Rein

Spandauer Delegation besuchte Israel

Helmut Kleebank und Gerhard Hanke bei Bürgermeisterkonferenz in Jerusalem unter Beschuss

Vom 11. November bis zum 13. November fand in Jerusalem die 1. israelisch-deutsche Bürgermeisterkonferenz statt. Auch Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) nahm mit einer Delegation daran teil. Hierzu gehörten der Bezirksstadtrat für Bildung, Jugend, Kultur und Sport Gerhard Hanke (CDU) sowie der Initiator des langjährigen Spandauer Schulaustausches mit der Partnerstadt Ashdod Detmar Grammel. Unter den Bürgermeistern fand ein Erfahrungsaustausch unter anderem zu den Themen Katastrophenschutz, Beteiligung von Jugend an der Kommunalpolitik und Förderung von Kunst und Kultur in Zeiten der Wirtschaftskrise statt. Die Konferenz eröffnete der israelische Staatspräsident Schimon Peres.

Der stellvertretenden Bürgermeister von Ashdod Boris Gittermann

Der stellvertretenden Bürgermeister von Ashdod Boris Gittermann (li.) mit Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank. Foto: Bezirksamt Spandau

Spandauer Delegation besucht Partnerstadt

Anschließend besuchte die Spandauer Delegation die israelische Partnerstadt Ashdod und dort die Makif Chet High School, Partnerschule der Spandauer Bertolt-Brecht-Oberschule. Im Austausch mit der Schulleitung und den beteiligten Schülerinnen und Schülern wurde die Absicht bekräftigt, am Schüleraustausch festzuhalten und dafür zu werben. Auch die Frage der Sicherheit wurde angesprochen. Die israelische Seite machte deutlich, dass mit der Sicherheitsfrage sehr verantwortlich umgegangen wird. Es gibt klare Verhaltensregeln, befestigte Sicherheitsräume und Informationsketten für Alarmsituationen.

Zusammenarbeit vertiefen

Im Treffen mit dem stellvertretenden Bürgermeister Boris Gittermann und weiteren Vertreterinnen und Vertretern der Stadt wurden zukünftige Felder der Zusammenarbeit ausgelotet. Unter anderem in den Bereichen Kunst und Kultur sowie Sport, aber auch Tourismus und Wirtschaft. Konkrete Projekte sollen in den kommenden Monaten erarbeitet werden. Während des gesamten Aufenthalts erreichten die Delegation Informationen über Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf israelische Ortschaften im Süden des Landes.

Raketenalarm nach Abreise

Am Mittwochnachmittag – während der Gespräche in Ashdod – erfolgte dann der erste Angriff der israelischen Armee auf den Gazastreifen. Der erste Raketenalarm in Ashdod erfolgte am Abend des gleichen Tages kurz nachdem die Delegation die Stadt wieder verlassen hatte. Wenige Stunden nach dem Abflug aus Tel Aviv erfolgte auch dort der erste Raketenalarm. Bezirksbürgermeister Kleebank: „Unsere Gedanken und Gebete sind bei unseren Freunden in Ashdod und bei allen Menschen, die in diesen Tagen unter der kriegerischen Auseinandersetzung in Israel und im Gazastreifen zu leiden haben. Wir hoffen auf  Frieden für die ganze Region. An gegenseitige Besuche ist leider erst wieder zu denken, wenn in Israel Frieden eingekehrt ist. Ich fordere aber alle Spandauerinnen und Spandauer auf, die vorhandenen Kontakte zu nutzen, um den Freunden in Ashdod unsere Solidarität zu demonstrieren. Diese moralische Unterstützung ist für die Menschen in so einer schwierigen Situation sehr wichtig.“

Patrick Rein

Ganztagsschulen versus Sportvereine

Beim Sport- und Familienfest im Südpark standen die sportlichen Angebote des Bezirks im Vordergrund

Am Samstag hatten die Spandauer Vereine wieder die Möglichkeit sich und ihre Sportangebote zu präsentieren. Zahlreiche Vorführungen weckten bei den überwiegend kleinen Besuchern Interesse und regten den ein oder anderen zum mitmachen und ausprobieren an. Auf der Bühne wurden auch noch mal die Trägerinnen und Träger verschiedener Meistertitel mit gebührendem Applaus geehrt. Nach dem Festival des Sports in Siemensstadt die nächste große Veranstaltung zum Thema Jugend und Sport.

Auch das Maskottchen von Fußballbundesligist Hertha BSC war im Südpark dabei.

Auch das Maskottchen von Fußballbundesligist Hertha BSC war im Südpark dabei.

Nachwuchs fehlt

Auch Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) und Stadtrat für Jugend, Bildung und Sport Gerhard Hanke (CDU) wohnten der Veranstaltung ebenso wie einige ihrer Kollegen aus der Bezirksverwaltung bei. Besonders Spandaus Bürgermeister Kleebank machte im spontanen Interview auf ein Problem der Nachwuchsgewinnung aufmerksam: Dadurch, dass sich im Zuge der Reformierungen im Bildungssystem das Schulsystem auf den Ganztagsbetrieb verlagert, fehlt dem Nachwuchs immer häufiger die Zeit und der Wille sich nach Schulschluss noch in einem Sportverein zu betätigen. Wie dennoch eine Vereinbarkeit erreicht werden kann, bleibt unklar. Mittlerweile verzeichnen alle Spandauer Vereine und Sportarten einen Rückgang im Nachwuchsbereich.

Bullriding stand bei den kleinen Besuchern hoch im Kurs.

Bullriding stand bei den kleinen Besuchern hoch im Kurs.

Maskottchen gaben sich die Ehre

Unter den Ehrengästen fanden sich auch die Maskottchen von Hertha BSC, den Füchsen Berlin, der Spandauer Bulldogs sowie anderer Vereine auf dem Gelände des Südparks ein. Weitere beliebte Attraktionen waren das Bullriding, Ponyreiten, Hüpfburg und Slacklining. Aber auch sonst konnte sich das Rahmenprogramm insbesondere mit den Darbietungen der Vereine und Künstler von Akrobatik über Zaubern bis hin zu Musik und Tanz auf der Bühne und der Freifläche sehen lassen. Wer wollte, konnte sich Baseball, American Football, Cheerleading, Hockey oder auch Boxen zeigen lassen. Zudem konnten Kinder bis 13 Jahren auf der Minigolfanlage in Begleitung eines Erwachsenen kostenlos Minigolf spielen.

Viele Besucher fanden den Weg in den Südparks um sich über Spandaus.

Viele Besucher fanden den Weg in den Südparks um sich über Spandaus Sportangebote zu informieren. Fotos (3): Patrick Rein

Sprechstunde mit Bezirksstadtrat

Am Donnerstag, den 27. September 2012, lädt Bezirksstadtrat für Jugend, Bildung, Kultur und Sport Gerhard Hanke zur nächsten Bürgersprechstunde im Rathausnebengebäude, Zimmer 1025. Um eine Anmeldung wird unter der Telefonnummer 90279 – 22 31 gebeten.

Patrick Rein

Nachwuchs im Handwerkgewerbe

150 Kinder werkelten beim „Tag der kleinen Baumeister“ der GEWOBAG in Spandau

 Auf dem Spielplatz am Kraepelinweg 13 im Falkenhager Feld kam es zum dritten Mal nach Schöneberg und Kreuzberg zum „Tag der kleinen Baumeister“. Dabei durften 150 Nachwuchshandwerker richtig mauern, Fliesen legen, malern und am Schraubstock werkeln. Die Spandauer Mitmach-Baustelle bot den Vier- bis Achtjährigen von 10 bis 16 Uhr acht Stationen, um sich an verschiedenen Gewerken auszuprobieren. Ausgerüstet mit Bauarbeiterhandschuhen und Mini-Bauhelmen hämmerten und schraubten die kleinen Baumeister hochkonzentriert.

Der Bagger stand bei den Kindern hoch im Kurs.

Der Bagger stand bei den Kindern hoch im Kurs.

Ich will Baggerfahren

Besondere Aufmerksamkeit erregte ein spezielles Baustellenfahrzeug: der Minibagger, auf dem jeder einmal sitzen durfte. Der sechsjährige Ben formulierte dabei seine Berufswünsche: „Letzte Woche wollte ich noch Busfahrer werden, aber jetzt möchte ich Bauarbeiter werden. Das Mauern hat mir am meisten Spaß gemacht!“ Über so viel Begeisterung freuten sich die Meister und Gesellen der Berliner Handwerksbetriebe, die die Stationen mit unermüdlicher Geduld betreuten. Voller Stolz nahmen die Mini-Baumeister am Ende ihrer „Schicht“ eine Urkunde in Empfang: den „Kleinen Baumeisterbrief“.

Der Tag der kleinen Baumeister in Spandau ein voller Erfolg.

Der Tag der kleinen Baumeister in Spandau ein voller Erfolg.

Baustellenbesichtigung mit Prominenz

Zur offiziellen Baustellenübergabe an die Kinder gab es Ansprachen von Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD), sowie von den Bezirksstadträten Carsten-Michael Röding und Gerhard Hanke (CDU) als auch GEWOBAG-Vorstand Hendrik Jellema. Stadtentwicklungssenator Michael Müller zeigte sich von der Kinder-Mitmach-Baustelle begeistert: „Es ist schon beeindruckend, mit wie viel Geschick die ,kleinen Baumeister´ mit Maurerkelle, Hammer und Minibagger umgehen. Bei so gutem Nachwuchs wird mir um die Zukunft Berlins nicht bange. Mein Dank gilt der GEWOBAG, die diese Kinder-Mitmach-Baustelle bereits das dritte Mal organisiert und damit auf spielerische Art und Weise für das Bauhandwerk auch schon bei den Jüngsten wirbt. Berlin wäre ohne das Bauen nicht die Stadt, die sie ist: in ständiger Veränderung und doch mit ihren vielen imposanten Bauten wunderschön.“

Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) war sichtlich begeistert.

Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) war sichtlich begeistert.

Spandau begeistert

„Jedes Kind erlebt hier, selbst etwas gebaut zu haben und geht mit einem Erfolgserlebnis nach Hause,“ beschrieb Bezirksstadtrat Carsten-Michael Röding seine Beobachtungen: „An diesen Ferientag werden sich die Kinder noch lange erinnern. Ich selbst bin im Falkenhagener Feld aufgewachsen und hätte mich als Kind riesig über die Aktion gefreut. Für das Wohngebiet sind solche positiven Impulse wichtig. Man sieht, wie die Nachbarschaft auflebt. “ Bezirksstadtrat Gerhard Hanke ergänzt: „Der Baumeistertag zeigt, wie kinderleicht soziale Stadtteilarbeit funktionieren kann: Man kombiniere Spaß mit praktischem Lernen. Für mich ist es eine tolle Initiative, die den Kindern einen Einblick in die Arbeit der Bauarbeiter ermöglicht und ihnen zeigt, wie spannend Handwerksberufe sein können. Wie man sieht, sind einige Mädchen und Jungen schon zu richtigen Könnern im Bauhandwerk geworden.“

Spiel, Spaß und Spannung standen im Mittelpunkt der Nachwuchshandwerker.

Spiel, Spaß und Spannung standen im Mittelpunkt der Nachwuchshandwerker. Fotos (4): Patrick Rein

Werbung für den Mittelstand

Für GEWOBAG-Vorstand Hendrik Jellema ist es bereits der dritte „Tag der kleinen Baumeister“: „Der Standort wechselt jährlich, aber die Faszination bei Mädchen und Jungen ist überall gleich. Die Aktion macht Spaß und bringt Kinder zum Lachen. Auch hier im Spandauer Falkenhagener Feld, wo wir rund 2.000 Wohnungen bewirtschaften. Ohne die herausragend engagierten Handwerksbetriebe wäre diese Mitmach-Baustelle allerdings nicht möglich gewesen. Ein herzliches Dankeschön an alle Handwerksmeister, Gesellen und Auszubildenden.“

Partnerschaft verbindet

Landkreis Siegen und Spandau feiern 60 Jahre Städtepartnerschaft

Exakt heute, am 1.Juli, ist es 60 Jahre her, dass die Patenschaftsurkunde durch Vertreter des Kreistages Siegen und dem Bezirksamt Spandau besiegelt wurde. Dieses war die Grundlage für die nun seit Jahrzehnten bestehende starke und beständige Partnerschaft sowie eine mittlerweile kaum wegzudenkende Erfolgsgeschichte zwischen Spandau und dem Landkreis Siegen–Wittgenstein als auch der Stadt Siegen.

Die Partnerstädte Spandaus. An erster Stelle der Landkreis Siegen-Wittgenstein.

Die Partnerstädte Spandaus. An erster Stelle der Landkreis Siegen-Wittgenstein. Foto: Patrick Rein

Siegerländer machten den Anfang

Die Geschichte begann im Jahre 1952 mit einer Einladung an über 13.000 Spandauer Ferienkinder und wurde erweitert um Begegnungen von Senioren, Sportlern, Künstlern, Kleingärtnern, Briefmarkensammlern, Chören, Orchestern und Schulklassen. Besonders beeindruckend ist jedoch der bestehende und anhaltende Schulsportaustausch. Trotz  immer knapper werdenden Haushaltskassen ist es dem Bezirksamt Spandau auch in diesem Jahr wieder möglich gewesen einer Gruppe von 21 Kindern und Jugendlichen sowie zwei betreuenden Lehrkräften ein ansprechendes Programm anzubieten. Dafür konnten die Gäste in der Zeit vom 20.-25. Mai im Wassersportheim Gatow untergebracht werden.

Mittelpunkt Zitadelle

Einer der Besuchshöhepunkte war die auf der Zitadelle durchgeführte Begrüßung der Schulsportgruppe durch Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) und Bildungs- und Sportstadtrat Gerhard Hanke (CDU), der dazu ausführt: „Ich bin erfreut, dass diese Begegnung zwischen Schülerinnen und Schülern aus dem Siegerland und Spandau auch dank der hervorragenden organisatorischen Vorarbeiten der beiden verantwortlichen Lehrkräfte Bernd Sieben und Fiete Lemke sowie meinem Fachbereich Sport wieder zustande gekommen ist. Daher muss es ein gemeinsames Anliegen sein und bleiben, die Sicherstellung des Austausches sowie die Finanzierung der Maßnahme dauerhaft zu gewährleisten und auf eine stabilere Basis zu stellen.“

Festakt auf der Zitadelle

Anlässlich des Jubiläums der 60 jährigen Partnerschaft wurde – auch wieder auf der Zitadelle im Gotischen Saal – mit über 150 Gästen gefeiert. Darunter allein fast Hundert aus dem Siegerland und Kreis Wittgenstein. Festredner waren Landrat Breuer, Bürgermeister Kleebank und Altbürgermeister Salomon für Spandau sowie Bürgermeister Mues aus Siegen.

Partnerschaftsverein pflegt Beziehungen

Seit dem Jahr 1995 kümmert sich ein Partnerschaftsverein um die Beziehungen zu den auf mittlerweile sieben angewachsenen Partnerstädten Spandaus. Die Aufgabe besteht darin, den Kontakt zu intensivieren und regelmäßige Gruppenreisen von Bürgern zu organisieren. Ein zweijährig wechselnder Austausch findet regelmäßig auch zwischen Spandau und Siegen-Wittgenstein statt. Erfolgreiche Partnerschaften müssen halt auch gepflegt werden.

Patrick Rein

5 Jahre „Stark ohne Gewalt“

Viel Lob und Anerkennung für das Präventionsprojekt aus Spandau bei seiner großen Jubiläumsveranstaltung

Es gibt zwei Wege um gesellschaftlichen Problemen entgegenzutreten: Man kann sie erkennen und fordern, dass jemand etwas dagegen unternimmt oder aber selbst versuchen dem entgegenzutreten. Diesem Gedanken folgend rief Raed Saleh, SPD-Abgeordneter von Spandau, zusammen mit anderen vor mittlerweile fünf Jahren das Präventionsprojekt „Stark ohne Gewalt“ ins Leben.

Ein prall gefüllter Saal bei der Jubiläumsveranstaltung von "Stark ohne Gewalt".

Ein prall gefüllter Saal bei der Jubiläumsveranstaltung von "Stark ohne Gewalt". Foto: Patrick Rein

Selbstbewusstsein stärken

Ziel des Projekts ist es, Jugendlichen Perspektiven für ein gewaltfreies Leben aufzuzeigen, Konflikte mit Worten statt mit den Fäusten zu lösen und Mut zu machen. Dabei werden besonders Heranwachsende in den sozialen Brennpunkten des Bezirks angesprochen. Es werden Antigewalttrainings, Beratungsgespräche zur beruflichen Orientierung als auch Gruppenangebote in den Bereichen Kunst, Sport und Musik angeboten. Und: Die Angebote sowie das Projekt selbst kommt an bei den Jugendlichen!

Show und Laudationen

Auch Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) sprach seine Anerkennung aus.

Auch Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) sprach seine Anerkennung aus. Foto: Patrick Rein

Bei der großen Jubiläumsfeier am Freitagabend in der Joshua Gemeinde (Bismarckstraße 20) fanden sich neben zahlreichen Besuchern auch Politiker aus Spandau, unter anderem Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) und der Stadtrat für Jugend, Bildung, Kultur und Sport Gerhard Hanke (CDU), sowie Vertreter der Kooperationspartner des Projekts von Polizei und BVG ein. Denn in einem weiteren Teil von „Stark ohne Gewalt“ sind Jugendliche zusammen mit der Polizei auf Veranstaltungen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln als sogenannte Kiezstreife unterwegs. Neben musikalischen Darbietungen standen besonders die anerkennenden Worte der Projektbeteiligten im Vordergrund und hoben hervor, dass mit „Stark ohne Gewalt“ etwas Großes in Spandau herangewachsen ist.

Die Jugendlichen indentifizieren sich mit dem Projekt und seinen Idealen.

Die Jugendlichen indentifizieren sich mit dem Projekt und seinen Idealen. Foto: Patrick Rein

Vorbildcharakter über die Bezirksgrenzen hinaus

Stellvertretend für den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), der kurzfristig seine Teilnahme absagen musste, richtete auch die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat (SPD), einige kurze Worte an die Zuhörerschaft. Sie selbst ist von Beginn an eine starke Befürworterin des Projekts gewesen. Mittlerweile hat sich „Stark ohne Gewalt“ nicht nur in Berlin zum Vorbild zahlreicher Präventionsprojekte entwickelt und auch bundes- wenn nicht europaweit wird die Entwicklung verfolgt. Zudem ist es seit 2009 als Teilprogramm „Soziale Stadt“ im Rahmen der „Zukunftsinitiative Stadtteil“ durch die Europäische Union, der Bundesrepublik Deutschland sowie des Landes Berlin gefördert.

Ehrenamtlich aktiv werden

Nicht nur Reden, auch Musik und Unterhaltung wurden geboten.

Nicht nur Reden, auch Musik und Unterhaltung wurden geboten. Foto: Patrick Rein

Es zeigt sich, dass Problemen erfolgreich entgegengetreten werden kann und auch wenn Wege meist steinig sind,  es lohnenswert ist sie zu gehen. Die Jugendlichen, denen man am gestrigen begegnen konnte, zeigten zumindest, dass „Stark ohne Gewalt“ ihr Leben positiv beeinflusst hat. Wer jetzt selbst als Ehrenamtlicher aktiv werden möchte, findet beim Projekt immer ein offenes Ohr. So werden beispielsweise Freiwillige gesucht, die Lust und Zeit haben Kindern aus einkommensschwachen Familien Nachhilfe zu geben. Informationen hierzu sowie entsprechende Kontaktmöglichkeiten finden sich im Internet unter www.stark-ohne-gewalt.com oder telefonisch 030/ 36741632.

Patrick Rein

Keine Entspannung in Sachen Birkholz/Hanke in Sicht

Bezirksbürgermeister Birkholz verweigert Stadtrat Hanke die vollständige Rückkehr ins Amt

Gerhard Hanke will ins Amt zurückDie Anschuldigungen gegen den Spandauer Stadtrat Gerhard Hanke wogen schwer: Weit über ein Jahr lang ermittelte die Staatsanwaltschaft wegen Untreue und Bestechlichkeit. Doch damit ist es jetzt vorbei. Die Ermittlungen gegen den Stadtrat sind eingestellt worden. Hanke, der in dieser Zeit sein Amt für den Kultur und Sportbereich ruhen lies, will nun wieder tätig werden.

Doch damit wird es  nichts. Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz verweigert ihm vorerst die Rückkehr. In einer Mitteilung des Bezirksamtes heißt es hierzu  „Nach Einstellung des strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens gegen Bezirksstadtrat Hanke wurde nun durch Bezirksbürgermeister Birkholz als Dienstvorgesetzten gemäß § 2 Abs. 1 Satz 2 und 3 Bezirksamtsmitgliedergesetz (BAMG) das ruhende Disziplinarverfahren wieder aufgenommen. Dieses Disziplinarverfahren wurde bereits mit Beginn der staatsanwaltlichen Ermittlungen eingeleitet und ruhte bis zum Abschluss desselben.“

Der CDU-Politiker Hanke, der sein Lebensmotto wie folgt beschreibt: „Erfolgreich sind im Leben nur Menschen, die sich von Schwierigkeiten nicht abschrecken, sondern anspornen lassen!“ weilt derzeit in Urlaub, und will, wie der Tagespiegel schreibt, gegebenenfalls  rechtliche Schritte prüfen lassen.