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Auch Spandaus Gaslaternen vom Abbau bedroht

Vierreihige Gasleuchten am Haselhorster Damm sollen bald weichen

Für die einen sind sie schützenswertes Kulturgut, für die anderen nichts als Geldfresser: Gaslaternen. In Berlin steht die Hälfte des weltweiten Bestandes.

Am Haselhorster Damm sind Aufsatz- und Reihenleuchten zu bewundern.

Am Haselhorster Damm sind Aufsatz- und Reihenleuchten zu bewundern.

Insgesamt 44.000 Gaslaternen sind auf den Straßen der Hauptstadt zu finden. Allein in Frohnau findet sich das größte zusammenhängende durch Gaslicht beleuchtete Areal weltweit. Bis 2014 sollen jetzt die ersten 8400 Gasleuchten weichen und durch Elektrobeleuchtung ersetzt werden. Der Abriss der Gaslaternen läuft Stadtweit bereits seit dem ersten Juni. Denn Gaslicht ist wesentlich teurer als elektrische Straßenlaternen. Allein der dreijährige Aufschub des Abbaus der Gaslaternen habe Berlin sechs Millionen Euro an möglichen Einsparungen gekostet, vermeldete  die Berliner Morgenpost. Mehrere Vereine, darunter der Gaslicht-Kultur e. V. und Pro Gaslicht e.V. setzen sich für den Erhalt zumindest der Leuchten ein, die als Denkmal gelten könnten.

Petition zum Erhalt der Gas-Straßenbeleuchtung

Auch in Spandau finden sich etliche Gasleuchten. Insgesamt stehen hier 3.500 Gaslaternen, die sich auf alle fünf Berliner Gaslaternentypen aufteilen, teilte der Verein Gaslicht-Kultur e.V. mit. Der erste Gaslichttyp der aus dem Stadtbild verschwinden soll, ist demnach die Gas-Reihenleuchte. Von ihnen gibt es hier 563 Stück.

Besonders schützenswert sind nach Meinung des Gaslicht-Kultur e.V. und des Landesdenkmalamtes die Gaslaternen am Haselhorster Damm. Dort verläuft die ehemalige Reichsforschungssiedlung.

In der Spandauer Altstadt

In der Spandauer Altstadt sind die Schinkelleuchten oft noch mit einem Wandarm an den Häusern montiert.

Hier kann man zwei der fünf Leuchtentypen sehen: zum Fahrdamm hin neun-flammige Reihenleuchten, zum Bürgersteig hin Aufsatzleuchten“, erklärt Bertold Kujath von Gaslicht-Kultur. Der Haselhorster Damm sei eine von nur vier Straßen in Berlin, die vierreihig mit Gas beleuchtet sind.  Leider sei der Senat nicht bereit auf die Kompromissvorschläge einzugehen und werde deshalb in Kürze mit dem Abriss der Laternen am Haselhorster Damm beginnen. Auf der Homepage wirbt der Verein deshalb für die Unterschrift einer Petition für „Die Erhaltung der Berliner Gas- Straßenbeleuchtung“. Über 2.500 Unterschriften konnten bereits gesammelt werden, die Petition läuft noch bis zum 14. September.

Seltene Schinkel-Wandarme in der Altstadt

Weitere Vorschläge des Vereines für Schutzzonen für Gasbeleuchtung sind: die Siedlung Hakenfelde, das Viertel Wansdorfer Platz, die Gartenstadt Staaken, der Dorfanger Alt-Kladow, die Großsiedlung Siemensstadt und die Spandauer Altstadt. In der Altstadt sind vor allem Exemplare der 200 Modelleuchten, auch Schinkelleuchten genannt,  in Spandau zu besichtigen. Sie sind hier häufig als Wandarme montiert, was im Rest der Stadt sehr selten geworden ist.

Der Verein Gaslicht-Kultur hat etliche Argumente zusammengetragen, warum die traditionelle Gasbeleuchtung nicht durch elektronische Beleuchtung ersetzt werden sollte.

Auch vor der Sankt Nikolaikirche

Auch vor der Sankt Nikolaikirche sind Schinkelleuchten angebracht.

Unter anderem sei die Angenommene CO2-Ersparnis verschwindend gering, Gaslicht sei insektenfreundlich und naturverträglicher und die geplante Umrüstung zerstöre geschlossene Beleuchtungsensembles. Außerdem befürchtet der Verein die Beschädigung von Baumwurzeln bei den Tiefbauarbeiten zur Elektrokabelverlegung. Zudem sei Gaslicht als einziges Licht blendfrei und farbecht und biete somit, gerade in Wohnstraßen, eine optimale Lichtqualität.

Noch regt sich also Widerstand gegen den vollständigen Abbau der Gaslaternen. In Zukunft sollten wir jedoch die Augen offen halten und die letzten Gaslaternen in Spandau bewundern. Wer weiß wie lange sie noch stehen?

Kirsten Stamer

Keine Kurzzeitparkzone für Haselhorst


Keine Kurzzeitparkzone für Haselhorst-Spandau

© KFM / pixelio.de

Da die Parkplatzsituation für die anliegenden Einzelhändler am Haselhorster Damm mehr als dürftig ist, wurde ein Antrag für die Errichtung einer Kurzzeitparkzone im Ausschuss für Bauern und Verkehr eingereicht.

Die Idee dahinter ist es, dass potenzielle Kunden vor der Einkaufszeile am Haselhorster Damm zwischen Burscheider Weg und Gartenfelder Straße auf der gesamten Länge im Geschäftszeitraum mit einer Parkscheibe für 30 Minuten parken dürfen. Dieser Antrag wurde im Ausschuss für Bauern und Verkehr nun leider abgelehnt.

Thorsten Schatz, Bezirksverordneter aus Haselhorst:

„Die Entscheidung von SPD und GAL ist für mich nicht nachvollziehbar. Sie zeigt leider, dass die rot-grüne Mehrheit nicht willens ist, die für die Kieze so wichtigen Läden von nebenan konstruktiv zu unterstützen.

Im Bereich der Ladenzeile am Haselhorster Damm werden die für die Geschäfte existenziellen Parkplätze vor den Geschäften in der Regel durch Dauerparker belegt. Die Folge: Kunden müssen in zweiter Spur halten und blockieren so den Verkehr. Doch meistens fahren potentielle Kunden einfach weiter, da es keine Parkmöglichkeiten gibt, berichten die Einzelhändler. Nach dem Umzug der Postfiliale an den Haselhorster Damm wurde vor dieser eine 30-minütige Parkzone mit Parkscheibe eingerichtet, die gut angenommen wurde.

Die ansässigen Gewerbetreibenden wünschen sich die Ausweitung dieser 30-Minuten-Zone auf den gesamten Haselhorster Damm zwischen Gartenfelder Straße und Burscheider Weg auf der Ladenseite. Diesen Wunsch haben wir als Fraktion gern aufgegriffen und in die BVV eingebracht.“