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In den Sommerferien auf dem Havel-Radweg durch den Bezirk

Eine manchmal problematische Teilstrecke durch Spandau

Mauerradweg, Badestelle Bürgerablage (Foto: Ralf Salecker)

Mauerradweg, Badestelle Bürgerablage (Foto: Ralf Salecker)

In Spandau führt der Havel-Radweg auf einer Strecke von etwa 22 Kilometern durch den Bezirk. Damit ist dies eine auch für Fahranfänger zu bewältigende Leistung. Möglichkeiten für eine Pause unterwegs gibt es mehr als genug. Hier besteht eher die Gefahr, mehr Zeit mit dem Ausruhen zu verbringen, als mit dem Radeln selbst. Okay, manch einer begibt sich auch nur ins Fitnessstudio, um an der Theke sein Getränk zu sich zu nehmen.

Der Weg beginnt traumhaft

In der touristischen Radwegeplanung in Spandau wird die Strecke, als „noch in Durchführung“ bezeichnet. „Teilabschnitte sind schon befahrbar“. Beginnen wir auf der Höhe der Bürgerablage, an der Grenze zu Brandenburg. Auf einem wunderbar ausgebauten asphaltierten Weg geht es immer an der Havel entlang in Richtung Spandau Altstadt. Zwei Brücken erleichtern uns die Überquerung von Teufelsseekanal und Aalemannkanal.

Kurz danach beginnt ein zwar noch ruhiger, nicht unbedingt aber schöner Teil der Strecke. Wir verlassen das Havelufer und bewegen uns durch kleine Straßen am Maselakekanal vorbei in die vielbefahrene Rauchstraße. Durch die Wasserstadtstadt geht es in Richtung Havelspitze, um die Maselakebucht herum, durch Maselakepark hindurch, mit einem Schlenker um den Nordhafen herum wieder an die Havel, um dann offiziell über die verkehrsreiche Neuendorfer Straße geführt zu werden.

An manchen Stellen wird die Tour unfreiwillig zum Abenteuer

Um den Falkenseer Platz herum geht es über die Straße Am Juliusturm durch die Hertefeldstraße zum Lindenufer in der Spandauer Altstadt. Auf diesem Kopfsteinpflaster ist eine Gehirnerschütterung vorprogrammiert. Da hilft nur viel Geduld, bis dieser Bereich an der Havel, fahrradfreundlich ausgebaut sein wird.

Ein paar Schlenker später, im Nahkontakt mit unzähligen Autofahrern, schwenken wir am Batardeau in den Stabholzgarten hinein. Hier wird es wieder schön. Schnurstracks am Ufer entlang verfahren sich hier bestimmt einige, die in der Sackgasse am Seniorenhaus Bethanien landen.

Wer den Weg kennt, radelt am Burgwallgraben entlang, um wenig später wieder für kurze Zeit die Havel zu sehen. Durch kleine Straßen in der Wilhelmstadt, am Grimnitzsee vorbei, überqueren wird die Heerstraße um an der Scharfen Lanke entlang in Havelnähe weiterzukommen. Kurz nach Alt Gatow geht es  an den Havelmathen zum schönsten Teil der Strecke, der uns über den Gutspark Kladow bis nach Imchen, zum Fähranleger nach Wannsee, führt. Hier endet der Spandauer Teil des Havel-Radweges.

Wer über eine Karte verfügt oder ortskundig ist, dem seien ein paar bewusste Abweichungen von der offiziellen Strecke empfohlen! An manchen Stellen ist es durchaus erlaubt, mit dem Drahtesel unterwegs zu sein. Diese sollten dann auch genutzt werden. Bis der Havel-Radweg in Spandau durchgehend seinem Namen alle Ehre macht, werden wohl noch viele Jahre ins Land gehen. Theoretisch ist es eine traumhafte Strecke.

 

Ralf Salecker

Die Fahrradsaison ist eröffnet


Auf die Plätze, fertig, los!

Fahrradfahren in Spandau © Michael Bührke /www.pixelio.de

Die Temperaturen steigen langsam wieder und aus meteorologischer Sicht ist seit vier Tagen offiziell Frühling. Wenn das nicht mal ein guter Anlass ist Ihr Fahrrad endlich aus dem Winterschlaf zu wecken. Raus damit aus Keller oder Schuppen und los geht’s … – Moment, so geht das aber nicht!

Der Check-Up vor dem Start

Nach der Winterpause sollten Sie vorerst einen Rundum-Check am Fahrrad vornehmen. Ein bisschen putzen, bei Bedarf die Kette neu schmieren, Lichter auf Funktionalität überprüfen, Bremsklötze kontrollieren und natürlich aber wichtigsten die Einstellung von Sattel- und Lenkerhöhe austesten. Die Position von Sattel- und Lenkerhöhe ist von Mensch zu Mensch variabel, denn sie ist abhängig von der Körpergröße ebenso wie von Arm- und Beinlänge. Der Sattel sollte ungefähr auf Hüfthöhe des Fahrers eingestellt sein, sodass die Beine in unterster Pedalstellung durchgedrückt sind. Der Lenker sollte in der Höhe so positioniert werden, dass der Oberköper leicht nach vorn geneigt ist. Wer diese Punkte beachtet kann schon mal nicht viel verkehrt machen. Allgemein ist zu sagen „Man sollte sich auf dem Rad wohlfühlen“, diese Meinung teilt auch der Geschäftsführer des Zweirad-Industrie-Verbandes Herr Rolf Lemberg.

Positiver Effekt von Kopf bis Fuß

Fahrrad fahren gehört neben Schwimmen und Joggen zu den beliebtesten und gängigsten Ausdauersportarten deutschlandweit. Es stärkt die Herzmuskulatur und verbessert die Durchblutung. Menschen mit hohem Blutdruck können diesen durch Fahrrad fahren senken. Außerdem trainiert das radeln die Rücken- und Beinmuskulatur. Fuß- und Kniegelenke bleiben beweglich und die sportliche Aktivität an der frischen Luft bringt den Kreislauf in Schwung und stärkt die Abwehrkräfte. Also, nichts wie raus. Wie wäre es denn mit einer Fahrradtour durch den Spandauer Forst?

Havel Radweg auf der Karte

Havel Radweg auf der Karte

Der Havel-Radweg in Spandau

Der Havel-Radweg ist in Spandau allseits bekannt und beliebt. Zu diesem Urteil kamen auch zwei niederländische Jurymitglieder, die den Radweg im Herbst vergangenen Jahres testeten. In den Kategorien Ausschilderung, Naturschönheit, Einkehrmöglichkeiten an der Strecke, Autofreiheit und Verbindungen zu anderen Radwegen konnte der Havel-Radweg in Spandau punkten. So nahm Gerd Koallick, stellvertretend für die Marketingkooperation – Havel-Radweg den Preis mit dem Titel „Radroute des Jahres“ entgegen. Die Ehrung fand am 11. Feburar 2012 auf der Rad- und Wanderwegmesse „Fiets en Wandelbeurs“ in Amsterdam statt-

Weitere Maßnahme des Radwege-Programms

Das Thema Fahrrad fahren steht momentan auch beim Spandauer Senat ganz oben auf der Liste und so stellte dieser auch direkt Finanzierungsmittel zum Auf- und Ausbau der Radweg-Infrastruktur zu Verfügung. In einer Sitzung stellte Tiefbauamtsleiter Michael Spiza am 21. Februar 2012 die Vorhaben im Verkehrsausschuss vor. So soll beispielsweise der Havelradweg in Gatow vervollständigt werden. Zurzeit ist die Wegführung unterbrochen, da Privatgrundstücke eine direkte Wegführung entlang der Havel unmöglich machen. Eine Lösung musste herbei und man entschloss sich den Weg entlang der Straße Alt-Gatow weiterzuführen. Ebenso soll der Radweg in der Schönwalder Allee neu asphaltiert werden. Auf der Zeppelin- sowie auf der Nauener Straße soll auf bestimmten Teilstücken beidseitig ein neuer Radweg angelegt werden. Weitere Vorhaben die bald ausgeführt werden sollen oder die noch in Planung sind:
– Angebotsstreifen für Radfahrer auf der Stadtrandstraße und im Klosterbuschweg.
– Anlegung eines beidseitigen Radweges auf Teilen des Straßenzuges Wilhelmstraße und Potsdamer Chaussee.
– Verbesserung der Situation für Radfahrer an der Heerstraße (zwischen Pichelsdorfer Straße und Landesgrenze).

Urlaubsziel Brandenburg lockt auf den Marktplatz

Rekordteilnehmerzahl und attraktives Programm

Brandenburg Tag

Brandenburg Tag

Auch auf dem dritten Brandenburg-Tag zeigt das „Land um Berlin“ den Spandauern und ihren Gästen einmal mehr, warum sich das Spandauer und Berliner Umland sehr für einen Tagesausflug oder auch Urlaub lohnt. Im Vorjahr besuchten mehrere Zehntausend Bürger Spandaus das umfangreiche Programm auf dem Spandauer Marktplatz. In diesem Jahr werden vierzig Aussteller – zehn mehr als im Vorjahr – am Samstag, den 30. April von 11 bis 19 Uhr auf dem Spandauer Marktplatz anschaulich demonstrieren, wie reizvoll und erholsam Urlaub und Freizeit im benachbarten Bundesland Brandburg sein können.

„Wir freuen uns über die Rekordteilnehmerzahl und haben rund um diese Leistungsschau des Brandenburger Tourismus ein attraktives Paket mit Bühnenprogramm und Imbissversorgung organisiert, dass keine Wünsche offen lässt“, kommentiert Sven-Uwe Dettmann, Geschäftsführer von Partner für Spandau Gesellschaft für Bezirksmarketing. Die Aussteller hätten gemerkt, dass Spandau ein gutes Pflaster für die Präsentation der Brandenburgischen Region ist. Auch gebe es zeitgleich keine ähnlichen oder konkurrierenden Veranstaltungen der brandenburgischen Anbieter in der Region.

Viel los

Sicherlich wieder viel los an den Ständen

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht in diesem Jahr die Präsentation der Regionen Havelland und Ruppiner Land sowie der Havel-Radweg. Das westlich Spandaus gelegene Havelland bietet eine eindrucksvolle Kombination von viel Wasser, Wald und Naturschutzgebieten. Aeronautisch Interessierte lockt der Gollenberg in Stölln, wo Otto Lilienthal seine ersten Flugversuche unternahm und das Flugmuseum in der Gemeinde Stölln bei Rhinow. In der „Stadt der Optik“ Rathenow informiert das Optik Industrie Museum Rathenow mit einer Vielzahl von Sammlerstücken zur optischen Industrie wie an keinem anderen Ort in Deutschland. Die Schlösser Ribbeck, Paretz, Nennhausen oder Kleßen entführen den Besucher in die Zeiten Fontanes & Co. Zahlreiche Kulturveranstaltungen und Restaurants laden zum Genießen und Verweilen ein.

Nicht minder attraktiv ist das Ruppiner Land, welches sich nördlich von Spandau und Berlin auf etwa 6000 Quadratkilometern erstreckt und so reizvolle Ausflugsziele wie das Teichland Linum, das Havelländische Luch, die Tonstichlandschaft oder den Naturpark Uckermärkische Seen beheimatet. Neben beschaulichen Städten mit historischen Stadtkernen, finden sich idyllische Schlösser und Gutshäuser umgeben von großzügigen Landschaftsgärten. Eine ausgeprägte Kulturszene bietet über klassische Konzerte bis hin zu traditionellen örtlichen Veranstaltungen alles was das Herz im Kurzurlaub begehrt.

Das Bindeglied zwischen diesen beiden Regionen bildet auf dem Brandenburgtag in Spandau der Havel-Radweg. Aus dem an der Elbe gelegenen Gnevsdorf kommend kann der Fahrradtourist in gut einer Woche 240 Kilometer auf zwei Rädern überwinden und kommt dann angefüllt von den Reizen der Landschaft und Kultur am Mühlensee bei Pieverstorf heraus. Dabei führt der Weg von Potsdam kommend durch Kladow, Gatow, Wilhelmstadt über die Spandauer Altstadt und Neustadt und Hakenfelde hinaus nach Norden.

Aber auch von Spandau oder Berlin weiter entfernte Reisegebiete wie das zwischen den Flüssen Elbe, Dosse und Havel gelegene Prignitz, die dünnstbesiedelte und damit extrem ruhige Uckermark bis hin zum „Gurkenland“ Spreewald demonstrieren mit Ihrem vielfältigen Angeboten für Sportler, Kultur- oder Wellnessinteressierte ihre Gastfreundschaft.

Der lange Kerl erzählt Anekdoten

Der lange Kerl erzählt Anekdoten

Musikalisch unterhalten „Los Rapidos“ aus Premnitz die Gäste auf dem Spandauer Marktplatz mit mitreißender Rockabilly & Surf-Musik. Ein historisch gekleideter „Langer Kerl“ erzählt Anekdoten und animiert das Spandauer Publikum. Mehrmals am Tag werden an verschiedenen Stellen der Veranstaltung auf dem Spandauer Marktplatz an Glücksrädern und durch den Langen Kerl Eintrittskarten und andere touristischen Leistungen der Brandenburger Aussteller verlost.

Für das leibliche Wohle der Spandauer und der Gäste aus Berlin und Brandenburg ist natürlich auch gesorgt. Mit „Eberswalder“ präsentiert sich die wahrscheinlich bekannteste Fleisch- und Wurstwarenmarke des Landes Brandenburg als Imbiss-Anbieter in der Zitadellenstadt Spandau. Die vielen Besuchern vom Havelländischen Land- und Bauernmarkt bekannte Bäckerei Plentz aus Schwante ist mit eigenem Backofen dabei. Darin entsteht unter anderem der „Krämer Fladen“, ein deftiger Hefeteigkuchen mit Butter und Zucker. Neben den süßen und herzhaften Versuchungen locken Kremserfahrten und Bungeetrampolin die großen und kleinen Besucher des 3. Brandenburg-Tages nach Berlin-Spandau.