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Stadtteilbibliothek Heerstraße geschlossen

Von Juli bis August 2013 wird umgebaut

BibliothekDie Stadtteilbibliothek Heerstraße schließt wegen Umbau von Montag,  01. Juli bis voraussichtlich Freitag, 02. August 2013. Die Bibliothek erhält neues Mobiliar und einen neuen Anstrich. Ab Montag, 5. August 2013, wird sie zu den gewohnten Öffnungszeiten frisch renoviert wieder geöffnet sein.

Medien aus der Stadtteilbibliothek Heerstraße können in dieser Zeit in allen anderen Bibliotheken in Spandau kostenlos zurückgegeben werden.

Motorrad-Demo über die Heerstraße

Unter dem Motto „GEWALT FÄHRT NICHT MIT!“ rollt die Motorrad-Demo am Samstag auch durch Spandau.

Immer stärker bestimmt  Gewalt den Alltag. Und Schlagzeilen wie “Rockerkrieg”, “U-Bahn-Schläger”,  “Straßengangs”, “Fußball-Ausschreitungen” dominieren die Medien. Doch es ist nicht die Masse, sondern meistens nur einzelne Personen, die durch brutale Taten, rücksichtsloses Auftreten und kriminelle Energien immer häufiger für Verunsicherung in der Öffentlichkeit sorgen.

Logo-SpandauDemonstrationszug am Samstag

Um dagegen ein Zeichen zu setzten ruft der Radiosender Star FM 87.9 am 25. Mai zur großen Motorrad- Demonstration in Berlin. Der Sender hat sich in den 15 Jahren seines Bestehens zu einem der drei führenden Berliner Radiosender für die Zielgruppe von 20 bis 39 Jahren entwickelt. An der Demonstration teilnehmen darf jeder, der sich von Gewalt distanziert, denn: GEWALT FÄHRT NICHT MIT! Unterstützt wird die Veranstaltung am Start in Tegel am Hangar unter anderem durch Reden von Heinz Buschkowsky, Bezirksbürgermeister von Neukölln, und Frank Balzer, Bezirksbürgermeister von Reinickendorf. Doch auch der Spandauer Bundestagsabgeordnete Swen Schulz sowie die Schwester des am Bahnhof Alexanderplatz ermordeten Jonny K. unterstützen die Aktion.

David Dornier hat als leidenschaftlicher Rock-Fan den Berliner Radiosender STAR FM 87.9 MAXIMUM ROCK gegründet und als leidenschaftlicher Motorradfahrer ruft er nun „Gewalt fährt nicht mit!” ins Leben.

David Dornier hat den Radiosender STAR FM 87.9 MAXIMUM ROCK gegründet und ruft nun „Gewalt fährt nicht mit!” ins Leben. Foto u. Logo: gfnm

 

Über Spandau nach Paaren

Tausende Berliner Motorradfahrer werden beim Motorrad-Aufzug am Hangar Tegel ab 12 Uhr quer durch Berlin über die Bezirke Wedding, Mitte, Tiergarten, Charlottenburg, Spandau und nach Paaren/Glien fahren, wo die Abschlusskundgebung auf dem MAFZ-Gelände stattfindet. Daher kann es zur Mittagszeit zu Beeinträchtigungen entlang der Heerstraße kommen. Initiator David Dornier, der selbst leidenschaftlicher Rockfan und Motorradfahrer ist, will beweisen, „dass die meisten Bürger und insbesondere Motorradfahrer genug von der Gewalt in Berlin haben. Dass nicht alle Biker die Leder tragen potentielle Gewalttäter sind. Und dass die Mehrheit der Gesellschaft hilfsbereit und an einem friedlichen öffentlichem Leben interessiert ist.“

Keine politische Veranstaltung

Auch die Berliner und Brandenburger Politik steht der Demonstration aufgeschlossen gegenüber. Eine Teilnahme prüfen außer den oben genannten Personen derzeit Berlins Innensenator Henkel und der Landrat von Havelland, Dr. Burkhard Schröder. Bei den politischen Kundgebungen gibt es neben den Redebeiträgen der Bezirksbürgermeister auch eine Grußbotschaft des Innenministers von Brandenburg Dietmar Woidke. Dennoch ist es keine politische Veranstaltung und so kann auch jeder Teilnehmer bei der Abschlusskundgebung in Paaren/Glien das Wort ergreifen.

Mehr Infos auf  www.gewaltfahertnichtmit.de

Patrick Rein

Ein Hauch von Meisterfeier

Hertha BSC schafft ohne Heimniederlage den direkten Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga.

Nach dem letztjährigem Abstieg in der Relegation gegen Fortuna Düsseldorf spielte der Hauptstadtclub eine überragende Zweitligasaison: Frühzeitig den Aufstieg als auch die Zweiligameisterschaft perfekt gemacht und sogar noch den Punkterekord von Hannover 96 eingestellt. Mit Jos Luhukay ist Hertha BSC endlich wieder auf Erfolgskurs und will sich nun auch in der höchsten deutschen Spielklasse etablieren.

Die Ostkurve im Berliner Olympiastadion sorgte schon lange vor Spielbeginn für Stimmung.

Die Ostkurve im Berliner Olympiastadion sorgte schon lange vor Spielbeginn für Stimmung.

Tore- und Spielerrückstand

Bereits vor Anpfiff herrschte Feierstimmung im Oval des Olympiastadions. Die Fans stimmten den Abschied aus der 2. Bundesliga ein, Cottbus hielt mit Pyrotechnik dagegen und Ikone Frank Zander gab wiederholt die blau-weiße Hymne „Nur nach Hause“ zum Besten. Es war angerichtet zum Finale der Saison 2012/2013 von deren Beginn an nur ein  Ziel herrschte: Aufstieg. Doch vor den Ehrungen und Feierlichkeiten stand noch 90. Minuten Fußball auf dem Programm. Das Lokalderby gegen Energie Cottbus erwies sich jedoch noch mal zur Geduldsprobe. Für beide Mannschaften ging es um nichts mehr und dementsprechend schleppend verlief das Gekicke. Nicht unbedingt verdient gingen die Gäste in Führung und Hertha geriet auch Mannschaftsmäßig nach einem Platzverweis von Maik Franz in Rückstand, beziehungsweise Unterzahl. Umso erfreulicher war für das fast ausverkaufte Stadion der Ausgleich in der 88. Minute durch Anthony Brooks. Somit war angerichtet für die Festlichkeiten.

"Nie mehr zweite Liga" ist die Erwartung der Fans.

„Nie mehr zweite Liga“ ist die Erwartung der Fans. Fotos (2): Patrick Rein

Das Warten hatte ein Ende

Was jedoch folgte hatte eher den Charme einer A-Jugendmeisterschaftsfeier als den Gewinn der Meisterfelge, welche natürlich auch nicht mit dem einer Schale gleichgesetzt werden kann. Dennoch waren die Festlichkeiten geprägt vom Warten: Erst warteten die Spieler auf die Aufstiegsshirts, die Ostkurve lange auf das Erscheinen der Mannschaft vorm Fanblock und dort die Spieler wiederum lange auf die Bierkrüge für die obligatorischen Duschen. Vielleicht hatte sich der ein oder andere mehr erwartet, doch es war halt auch „nur“ das Ende einer Mission die erfüllt wurde: Hertha ist nach nur einer Saison wieder erstklassig. Und was die Freude nach den Skandal-Relegationsspielen nur noch steigerte, Düsseldorf ist direkt wieder abgestiegen – ohne Relegation.

Und für die zahlreichen Hertha-Fans aus Spandau war der Heimweg an der Heerstraße ebenfalls noch mal mit warten verbunden, dieses Mal auf den Bus. In der kommenden Saison erwarten alle nun die Champions-League Finalisten aus Dortmund und Bayern wieder als Gäste im Olympiastadion.

Patrick Rein

Ehrenamt, das ist auch was für Sie!

Mobilitätshilfedienst braucht Unterstützung

Behinderung - Mensch - RollstuhlMenschen mit Behinderungen sind auf Hilfe angewiesen, diese erhalten sie in Spandau durch den Mobilitätshilfedienst (MHD). Doch es fehlt an ehrenamtlichen Helfern. Ein Grund für den Bundestagsabgeordneten Swen Schulz mit einem Aufruf, zur Unterstützung des Mobilitätshilfedienstes des Fördervereins Heerstraße Nord, aufmerksam zu machen.

Swen Schulz hierzu:

„Engagierte Bürger können auch ehrenamtlich den Menschen mit Behinderung helfen. Ich habe selbst mal dort hospitiert – das ist eine tolle Sache! Und der Förderverein freut sich über jede helfende Hand. Das ist jetzt auch vor allem darum wichtig, weil der MHD von Senator Czaja lediglich eine Galgenfrist erhalten hat, um den Senatskriterien zu entsprechen. Bis Herbst muss der MHD seine Zahlen verbessern – und Ehrenamtliche würden da enorm helfen.“

Schutzräume für Menschen mit Demenz

Mitte April wurde in Abstimmung mit der Polizeidirektion 2 die Vereinbarung zwischen Einrichtungen des Gerontopsychiatrischen Verbundes Spandau (GPV Spandau) und Bezirksstadtrat unterschrieben.

Demenziell erkrankte Menschen, die orientierungslos auf der Straße aufgegriffen werden und –zunächst – keine Angaben zu ihrer Identität oder Wohnort machen können, werden durch die Polizei in die Schutzraum-Einrichtungen gebracht, wo eine adäquate Betreuung sichergestellt ist. Bisher mussten diese bis zur Identifikation auf der Polizeidienststelle betreut werden. Ziel ist es, die Situation von an Demenz erkrankten Menschen im Bezirk zu verbessern.

Sozialstadtrat Jürgen Vogt äußert sich weiterhin enttäuscht über das Vorgehen der Vitanas.

Sozialstadtrat Jürgen Vogt äußert sich weiterhin enttäuscht über das Vorgehen der Vitanas.

Beteiligung von drei Einrichtungen

Die Pflegeeinrichtungen sind Mitglied des Gerontopsychiatrischen Verbund Spandau und verfügen über ein spezielles Konzept zur Betreuung demenziell erkrankter Menschen, das notwendige Fachpersonal und entsprechendes Fachwissen. Zunächst konnten vier Einrichtungen für dieses Projekt des bürgerschaftlichen Engagements gewonnen werden. Das Senioren Centrum Birkenhof der Vitanas Gmbh & KGaA, die noch am 15. April 2013 schriftlich ihre Bereitschaft erklärt hatten, teilten dem Bezirk und dem Gerontopsychiatrischen Verbund Spandau zwei Tage später mit, dass der Geschäftsbetrieb des Senioren Centrums – wie von uns berichtet – zum 31. Juli 2013 eingestellt wird. In enger Abstimmung mit dem GPV Spandau hat Bezirksstadtrat Jürgen Vogt noch am gleichen Tag verfügt, dass die Vitanas Einrichtung vorerst nicht als Schutzraum-Anbieter genutzt werden kann.

Wie hier Pro Seniore in der Wasserstadt beteiligen sich auch zwei weitere zuverlässliche Partner.

Wie hier Pro Seniore in der Wasserstadt beteiligen sich auch zwei weitere zuverlässliche Partner. Foto: Pro Seniore Homepage

Erneute Empörung

Bezirksstadtrat Vogt ist über das Vorgehen der Pflegeeinrichtung wiederholt verärgert und erklärt: “Es ist schon ein dreistes Vorgehen. Am Montag unterzeichnet die derzeitige Heimleiterin in Anwesenheit der Verbundpartner mit mir die Vereinbarung für die Schutzräume für Menschen mit Demenz. Zwei Tage später teilt Vitanas mit, dass ihre Einrichtung in Spandau schließen wird. Das von allen in Vitanas gesetzte Vertrauen wird auf dem Rücken der Beschäftigten und den verwirrten, alten und kranken Menschen und deren Angehörigen gebrochen. In diesem Zusammenhang stelle ich mir die Frage, ob „Vitanas“ noch alte und kranke Menschen anvertraut werden dürfen.“

Schutzraum-Anbieter in Spandau sind daher folgende Einrichtungen:

1.      Fördererverein Heerstraße Nord e.V. – Krankenwohnung

13593 Berlin, Pillnitzer Weg 8

Ansprechpartnerinnen: Angela Nielbock und Annika Steinborn

Tel.: (030) 36 47 94 27 / Fax: (030) 36 47 94 32

2.      Pflegewohnhaus am Evangelischen Waldkrankenhaus, ein Unternehmen der Paul Gerhardt Diakonie

13589 Berlin, Stadtrandstr. 555

Ansprechpartnerinnen: Roswitha Gabriel und Susanne Erichsen

Tel. (030) 3702 29 001 / Fax: (030) 3702 29 000

3.      Pro Seniore Residenz Wasserstadt

13587 Berlin, An der Havelspitze 3

Ansprechpartnerinnen: Christine Hamann und Jeanette Zahr

Tel.: (030) 336 08 2900 / Fax: (030) 33 77 00 68

 

Patrick Rein

Saisonbeginn der Bolzplatzliga

Nachdem der erste Termin für die Auftaktveranstaltung wetterbedingt verschoben wurde, konnte am Samstag endlich wieder gekickt werden.

Während sich im Profifußball Hertha BSC erst am Sonntag den vorzeitigen Wiederaufstieg im Berliner Olympiastadion sichern konnte, starteten am Samstag Groß und Klein in Spandau wieder in den Spielbetrieb. Traditionell stieg das Bolzplatz-Fieber wieder mit der großen Auftaktveranstaltung im Spekteweg des Falkenhagener Feldes. In fünf Altersklassen traten Jungen und Mädchen zum ersten Kräftemessen der Saison an. Mit Musik, Hüpfburg und kostenlosem Grillen war das erste Turnier bei bestem Wetter ein gelungener Auftakt des Spandauer Vorzeigeprojekts.

Die Freude über den Beginn der neuen Bolzplatzliga-Saison war nach der langen Winterpause groß.

Die Freude über den Beginn der neuen Bolzplatzliga-Saison war nach der langen Winterpause groß.

Soziales Straßenfußballprojekt

Bereits 2006 wurde das Projekt unter der Trägerschaft des 1. FFV Spandau e. V. in den drei Spandauer Stadtteilmanagementgebieten Falkenhagener Feld Ost und West sowie Heerstraße ins Leben gerufen. Dabei ist die Bolzplatzliga in Spandau ein gänzlich kostenloses soziales Straßenfußballprojekt für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren, bei dem trotz allen sportlichen Ehrgeizes Toleranz, Fairness und Gewaltfreiheit oberstes Gebot sind. Damit kein 10-Jähriger gegen einen körperlich überlegenen 18-Jährigen spielen muss, gibt es mehrere Staffeln. Und nachdem im Bundestag die gesetzliche Frauenquote vergangene Woche zwar gescheitert ist, nehmen auch immer mehr Mädchen an der Bolzplatzliga teil. Interessierte Jugendliche, egal ob männlich oder weiblich, dürfen in Eigenregie Teams bilden und müssen sich anschließend nur noch anmelden.

Jungen und Mädchen gleichermaßen "kämpfen" nach speziellen Bolzplatzregeln um den Ball.

Jungen und Mädchen gleichermaßen „kämpfen“ nach speziellen Bolzplatzregeln um den Ball. Fotos (2): Patrick Rein

Saison geht noch bis November

In regelmäßigen Abständen finden die Spieltage und Turniere statt, wobei der Fokus im Betrieb einer Liga liegt. Gespielt wird auf verschiedenen Plätzen in den drei Quartieren in Spandau. Natürlich sind die Bolzplatzligaregeln zu beachten und auch einzuhalten, welche im Einklang mit den Spielern über die gesamte Projektlaufzeit geändert wurden und kontinuierlich werden. Zu gewinnen gibt es je nach Veranstaltung verschieden Preise. Hauptpreise gehen bis zu einer Playstation 3. Zum Projekt gehören aber auch Aktivitäten jenseits des Fußballs über die sich Interessierte wie über alles andere auch auf der Internetseite informieren können.

Helfer gesucht

Schon kleine Zuwendungen können dem Projekt Bolzplatzliga eine außerordentlich große Hilfe sein. Dabei handelt es sich in erster Linie jedoch nicht unbedingt um Geldbeträge, sondern vor allem um Materialien und Preise für die Jugendlichen. Auch einfache Arbeitskraft kann von großem Nutzen – beispielsweise als Elternteil als Grill-Chef – bei einem der großen Feste sein. Auch Kontakte zu Unternehmen, die sich sozial engagieren wollen, sind gerne gesehen.

Patrick Rein

Beim Curry-Pilz geht’s weiter

Nach 30 Jahren hat sich Hermann Laggner in den Ruhestand begeben doch vorher noch mit Thore Rothenburg einen adäquaten Nachfolger für den Curry-Pilz gefunden.

Berlin hat wenig traditionelle Gerichte im Vergleich zu anderen Regionen. Ein Wahrzeichen war daher immer die Currywurst – auch wenn mittlerweile das Ruhrgebiet sich dessen Erfindung anmaßt. Im Laufe der Jahre sind jedoch immer mehr Buden aus dem Stadtbild verschwunden, überregionale Aufmerksamkeit gewannen hingegen „Konnopke“ im Prenzlauer Berg oder auch „Curry 36“ in Kreuzberg. Doch auch Hermann’s Curry Pilz an der Heerstraße Ecke Pichelsdorfer hat Kultstatus erlangt und ist nicht nur bei den Spandauerinnen und Spandauern beliebt.

Aus "Hermann's Curry Pilz" wurde der "Curry Pilz" - sonst bleibt alles wie es war.

Aus „Hermann’s Curry Pilz“ wurde der „Curry Pilz“ – sonst bleibt alles wie es war.

Traditionen fortführen

Fast zwei Jahre musste Hermann nach einem Nachfolger suchen bis er schließlich mit dem 36-jährigen Thore Rothenburg fündig wurde. Schließlich sollte auch weiterhin Currywurst im Angebot stehen und nicht ein zusätzlicher Dönerladen oder Asia-Imbiss dort seinen Platz finden. Zwei Monate lang ging Thore beim „Meister“ in die Lehre und absolvierte ein Praktikum, eignete sich das Wissen über die selbstangerührten Saucen an, lernte Lieferanten und Stammkundschaft kennen. Seit Anfang des Jahres führt er den Laden, doch auch der Altmeister schaut ab und zu nach dem Rechten.

Der neue Chef Thore hat ein Praktikum bei Hermann absolviert und alle Rezepturen erlernt.

Der neue Chef Thore hat ein Praktikum bei Hermann absolviert und alle Rezepturen erlernt.

Alles auf eine Karte

Der neue Betreiber kündigte für den Traum eines eigenen Ladens sogar seinen Job als Personalleiter eines Pharmakonzerns. Viel Risiko welches von der Stammkundschaft honoriert wird. Thore und seine Lebensgefährtin haben ihre Wurzeln in Spandau auch wenn es sie mittlerweile nach Köpenick verschlagen hat. Über seinen neuen Arbeitsplatz sagt Thore selbst: „Hier ging es nie nur um die Wurst, nebenher muss auch immer Zeit für einen Spruch und ein kurzes Schwätzchen sein. Das schätzt die Kundschaft und macht den familiären Flair des Curry-Pilz aus.“

Der Klassiker: Curry mit Pommes.

Der Klassiker: Curry mit Pommes. Fotos (3): Patrick Rein

Riesencurrywurst, Suppen, Burger

Im Gegensatz zu Hermann betreibt Thore den Laden nicht mehr allein und hat sich mit Jaqueline und Christine zwei Damen mit an den Grill geholt. Doch sonst bleibt alles wie es war: die Würste werden auch weiterhin frisch von der Tempelhofer Fleischerei Otmar Ullrich bezogen und ein hoher Maßstab an Qualität gesetzt. Suppen und Burger stehen ebenso im Angebot. Mit 180 Gramm neu im Programm ist hingegen die Riesencurrywurst. Pünktlich zu Ostern soll morgen dann auch der kleine Sommergarten wieder in Betrieb gehen um auch sitzend und mit bestem Ausblick auf den Grimnitzsee Berlins als auch Spandaus Klassiker genießen zu können.

Patrick Rein

Kandidatenvorstellung in der Neustadt

Das Quartiersmanagement Neustadt wählt noch bis Donnerstag seinen neuen Quartiersrat

Um den sozialen Problemen in bestimmten Stadtteilen entgegenzuwirken, wurde bereits 1999 das Quartiersmanagement ins Leben gerufen. Die vielfältigen Problemlagen konzentrieren sich in diesen Stadtteilen und führen zu einer insgesamt negativen Entwicklung. Gegenwärtig werden mehr als 474 Programmgebiete in rund 284 deutschen Städten und Gemeinden gefördert. Dieses dient dem Aufbau und der Stabilisierung von Nachbarschaften sowie der baulichen Weiterentwicklung als auch Aufwertung von Bildungseinrichtungen sowie Gebäuden und Anlagen, welche die Gemeinschaftsbildung und den sozialen Zusammenhalt in einem Stadtteil unterstützen. Neben dem Quartiersmanagement der Neustadt gibt es in Spandau entsprechende Quartiere auch für das Falkenhagener Feld Ost und West sowie der Heerstraße.

Auch Bezirksbürgermeister Kleebank verschaffte sich einen Kandidatenüberblick.

Auch Bezirksbürgermeister Kleebank verschaffte sich einen Kandidatenüberblick.

Neustadt wählt

Alle zwei Jahre wählen die Bewohner einen neuen Quartiersrat, bestehend aus zwölf Vertretern. Am Dienstagabend hatten alle Neustädter beim Salon die Möglichkeit die Kandidaten näher kennenzulernen. Vor deren Vorstellung stimmten sowohl Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) als auch Stadtrat und stellvertretender Bürgermeister Carsten Röding (CDU) auf die bevorstehenden Aufgaben ein. Zudem wurden die bisherigen Quartiersräte verabschiedet und erhielten als Dank von der Senatsverwaltung die sogenannte Ehrenamtskarte. Denn die Ausübung als Quartiersrat erfolgt ausschließlich ehrenamtlich. Alle Kandidaten finden sich im Internet auf der Seite des QM-Neustadt.

Baustadtrat Röding leitete zur Verabschiedung der bisherigen Quartiersräte über.

Baustadtrat Röding leitete zur Verabschiedung der bisherigen Quartiersräte über.

Zeit drängt

Wer gestern nicht dabei sein konnte, hat heute von 14 bis 18 Uhr im WaschCafe in der Schäferstraße 8 sowie am Donnerstag von 9 bis 14 Uhr im Quartiersbüro in der Kurstraße 5 noch die Gelegenheit seine Stimme abzugeben. Wahlberechtigt sind alle Bewohner der Neustadt die mindestens 16 Jahre alt sind und im Gebiet Neustadt ihren Wohnsitz haben. Zur Wahl sind daher ein gültiges Ausweisdokument wie Personalausweis oder Reisepass mit Meldebestätigung mitzubringen.

Die ehemaligen Quartiersräte erhielten zur Verabschiedung die Ehrenamtskarte.

Die ehemaligen Quartiersräte erhielten zur Verabschiedung die Ehrenamtskarte. Fotos (3): Patrick Rein

Etwas bewegen

Neben der aktiven Mitarbeit ist darüber auch jede Bürgerin und jeder Bürger aufgerufen sich am Quartiersmanagement zu beteiligen. So zeichnet sich das Quartiersmanagement an der energetischen Sanierung und Neugestaltung der Lynar-Grundschule verantwortlich. Eine enge Zusammenarbeit mit den entsprechenden Behörden im Bezirk als auch bei der Senatsverwaltung ist für die Verwirklichung der Ziele unerlässlich.

Patrick Rein

Spandau: Sozial, gesund und international

60 Organisationen, Verbände, Gruppen und Firmen präsentierten sich am Samstag zu den genannten Themengebieten auf dem Marktplatz

Alles war vertreten was sich im Bezirk mit sozialem, Gesundheit als auch multikultureller Gesellschaft und Integration beschäftigt. Angefangen bei den entsprechenden Abteilungen des Bezirksamtes über Hilfsorganisationen wie dem Deutschen Roten Kreuz, die sich mit einer Suppenküche auch fürs leibliche Wohl verantwortlich zeichneten, sowie den Johannitern über die Jugend- und Suchtberatung, welche mit der alkoholfreien Blueberry-Bar den Durst bekämpften, bis hin zum Fördererverein Heerstraße Nord.

Alkoholfreie Cocktails gab es an der Blueberry Bar der Suchtberatung.

Alkoholfreie Cocktails gab es an der Blueberry Bar der Suchtberatung.

Informationen und Gespräche

Darüber hinaus stellten sich und ihre Arbeit aber auch Pflegedienste, kulturelle Vereine, Initiativen und Beratungsstellen vor, die allesamt hilfreiche Informationen zu bieten hatten. Auch Spandauer Politiker waren unter den zahlreichen Interessierten und suchten die Gespräche mit den zumeist ehrenamtlich Engagierten auf dem Marktplatz. Wie in allen Bereichen spielt die Finanzen auch oder gerade bei gemeinnütziger Arbeit eine entscheidende Rolle und brauchen politische Unterstützung beziehungsweise Befürworter.

Noch ist die Zukunft des Fördervereins Heerstraße Nord ungewiss.

Der Fördererverein Heerstraße Nord stellte seine Arbeit und Bereiche vor.

Kleebank zuversichtlich

Auch der Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank ließ sich einen Rundgang nicht nehmen und erklärte schon im Vorfeld: „„Ich bin fest davon überzeugt, dass die seit vielen Jahren aus dem Spandauer Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenkende Veranstaltung „Das Soziale, Gesunde und Internationale Spandau“ auch in diesem Jahr mit der gewohnten Vielfalt der unterbreiteten Angebote wieder eine große Anzahl interessierter Mitbürgerinnen und Mitbürger auf den Spandauer Marktplatz ziehen wird. Die Angebote sind generationsübergreifend und ich bin sicher, dass wirklich für jeden Besucher etwas Interessantes dabei ist und kein Besucher den Spandauer Marktplatz enttäuscht verlassen wird.“

Auch der Nachwuchs kam bei all den Angeboten auf seine Kosten.

Auch der Nachwuchs kam bei all den Angeboten auf seine Kosten. Fotos Patrick Rein

Erwartungen erfüllt

Auch wenn – wie fast immer in diesem Sommer – das Wetter hätte besser sein können, so wurde dennoch kein Besucher enttäuscht und fand sicherlich das ein oder andere informative Angebot vor. Beeindruckend wie viele Menschen, Initiativen und Bewegungen sich in Spandau über das eigene Wohlbefinden hinaus für andere Menschen und gesellschaftliche Entwicklung engagieren. Beim einsetzenden demographischen Wandel werden die Anerkennung und der Respekt für die Lebensleistungen der älteren Mitbürgerinnen und Bürger eine immer wichtigere Rolle spielen, ebenso wie die Förderung und Unterstützung der jüngeren Generationen beim Erreichen ihrer Ziele.

Patrick Rein

Amtswillkür oder engagiertes Amt?

Das Thema Ponyhof Staaken ist noch immer nicht vom Tisch, schon gibt es neue Streitigkeiten um eine Schafherde

Während auch die Gerichte das Vorgehen des Bezirks im Fall des Abtransports der Tiere vom Ponyhof als rechtswirksam einstuften, kann der rechtliche Vertreter Marcel Eupen – mit dem gemeinsam ein Lösungsweg auf der Pressekonferenz Ende Juli präsentiert wurde – weiterhin sein Mandat wegen der Verwicklung in einen Immobilienskandal nicht wahrnehmen. Der Anwalt war bis dahin auch als Rechtsberater im Spandauer Mieterverein aktiv, mittlerweile ist er jedoch von seinen Aufgaben entbunden. Entgegen anderslautender Aussagen versichert das Bezirksamt, dass die Tiere des Ponyhofs weiterhin wohlauf sind. Im Fall Ponyhof ist am Sonntag um 14 Uhr eine erneute Kundgebung im Cosmarweg in Staaken geplant.

Auch am Sonntag findet wieder eine Veranstaltung pro Ponyhof Staaken statt.

Auch am Sonntag findet wieder eine Veranstaltung pro Ponyhof Staaken statt.

Neuer Streit

Obwohl noch kein Ende in Sicht, stehen Ordnungs- und Veterinäramt jetzt erneut im Blickpunkt einer Auseinandersetzung. Dieses Mal geht es um den Abtransport von Schafen von einem Gelände an der Heerstraße nach einem Hinweis über freilaufende Tiere aus der Bevölkerung. Nach einer eidesstaatlichen Erklärung des vermeintlichen Schäfers Heiko Lemke gab sich das Ordnungsamt bei seiner Amtsausübung nicht zu erkennen und drohte mittels Pfefferspray sogar Gewalt an. Da die Tiere uneingezäunt waren, beruft sich das Ordnungsamt hingegen auf eine unmittelbare Gefahrenabwehr, da sich unweit die vielbefahrene Heerstraße befindet. Daher wurden die Tiere durch einen vom Amt gerufenen anerkannten und benachbarten Schäfer entfernt, zumal trotz hoher Temperaturen kein Wasser zur Verfügung stand, weshalb die Feuerwehr zur Notversorgung zur Unterstützung gerufen wurde. Der Spandauer Mieterverein hatte sich dem Sachverhalt sofort angenommen.

Wann, wie und von wem diese Utensilien für einen Zaun stammen bleibt unklar.

Wann, wie und von wem diese Utensilien für einen Zaun stammen bleibt unklar.

Zu den Fakten

Während der Spandauer Mieterverein in einer Mitteilung erklärt – eine telefonische Nachfrage blieb bisher unbeantwortet – , dass ein entsprechender Zaun bestand und erst durch das Ordnungsamt abgetragen wurde, ist in der eidesstattlichen Erklärung des Eigentümers davon nichts zu lesen. Im Gegenteil, dort erklärt Herr Lemke selbst, erst im Nachgang einen Zaun errichtet zu haben: „Mein Anwalt riet mir, schnell einen kleinen Zaun zu errichten, damit die Maßnahme keine Rechtsgrundlage mehr besitze, was ich sofort tat. Innerhalb weniger Minuten hatte ich einen vierreihigen Elektrozaun gezogen, aber das interessierte niemanden.“ Ob es handwerklich möglich ist, einen vierreihigen Elektrozaum für 60 Schafe innerhalb weniger Minuten zu fertigen sei dahingestellt. Doch auch dadurch könnten die Tiere nicht zurückkehren, wie sich herausstellte erfolgten die dort vom Tierhalter vorgenommen Rodungen, Geländebearbeitungen und die Errichtung eines großen Unterstandes vorsätzlich illegal und der Besitzer muss nun mit einem Verfahren der Forstverwaltung rechnen. Stadtrat Stephan Machulik erklärte uns gegenüber zum Vorfall der Bedrohung, dass eine entsprechende Warnung ausgesprochen wurde, nachdem Herr Lemke das vom Ordnungsamt behelfsmäßig errichtete Gatter mittels Messer freischneiden wollte und dabei ungelenk einer Mitarbeiterin des Ordnungsamtes näher kam.

Der Bau dieses Unterstandes im Döberitzer Steig erfolgte ohne Genehmigung.

Der Bau dieses Unterstandes im Döberitzer Steig erfolgte ohne Genehmigung. Fotos: Patrick Rein

Keine Rückmeldung

Der Tierhalter wurde gebeten, möglichst noch am selben Tag, spätestens jedoch am nächsten Morgen ins Veterinäramt zu kommen, um den Vorgang aufzuklären und den Verbleib der Tiere und deren Haltungsbedingungen zu besprechen. Als eine Rückmeldung des Tierbesitzers ausblieb, wurde der Kontakt mit dessen Anwalt gesucht. Dieser wurde gebeten, entweder selbst oder über den gerichtlich bestellten Betreuer des Tierhalters darauf hinzuwirken, dass Angaben über den zukünftigen Verbleib der Tiere erfolgen, damit gegen Kostenübernahme die Tiere in eine endgültige tierschutzgerechte Haltung überführt werden können. Der Anwalt hatte bereits am Wochenende einen erst eingeleiteten Widerspruch zurückgezogen.

Veterinäramt

In allen drei Fällen, Zirkus Renz, Ponyhof sowie Schafherde, ist das Veterinäramt involviert, wodurch eine entsprechende Mitarbeiterin in den Fokus geraten ist. Nach einem offenen Brief des Berliner Tierschutzvereins scheint sich der Bezirk jedoch glücklich über die zum Wohle der Tiere vorgehende Veterinärmedizinerin schätzen zu können. In den wenigsten Bezirken scheinen die entsprechenden Behörden so pflichtbewusst ihrer Aufgabe nachzugehen. Die in diesem Zusammenhang vorgeworfene Amtswillkür widerspricht hingegen den uneingeschränkten Auftritten mit Tieren anderer Zirkusse sowie der problemlosen Betreibung anderer Ponyhöfe. So bestätigte das Veterinäramt auch dem gerade auf dem Gelände hinter den Arcaden gastierenden Zirkus „Las Vegas“, dass alle Tiere in einer guten bis sehr guten Pflege und Ernährungszustand sind, zudem notwendige Papiere vorhanden und vollständig. Von Amtswillkür ist wenig erkennbar, eher eine Einhaltung des auch im Grundgesetz festgeschriebenen Tierschutzes.

 

Patrick Rein

Vereinstüren stehen in Staaken weit offen

Mit dem Europäischen Tag der Nachbarschaft Staaken mal anders erleben

Am 1. Juni 2012, von 11 Uhr bis 17 Uhr organisiert der Gemeinwesenverein Heerstraße Nord in Staaken den „Europäischen Tag der Nachbarschaft„. Dieser Tag der offenen Tür ist eine gute Gelegenheit die verschiedenen Angebote der lokalen Vereine, die von sozialer Betreuung bis hin zu Französischkursen reichen unter die Luppe zu nehmen. Besucher können gegebenenfalls auch Ihre eigenen Wünsche für zukünftige Angebote äußern.

Alle „Filialen“ des Vereins stehen für den Tag offen. Bei der Gruppe „contract“ kann der Besucher mehr über Jugendhilfe, Jugendgerichtshilfe und Betreungsweisung erfahren. Die Schulsozialstationen der Grundschule Amalienhof „Amalie“ und die Mutter-Kind-Gruppe „Paula“ am Blasewitzer Ring kann man auch besuchen. Das nahegelegene Quartiermanagement wird Fragen zur Großsiedlung beantworten und sich die Meinung der Mitbewohner zum Quartier Heerstraße anhören.

Startpunkt ist die Obstallee 22, in der Besucher eine Laufkarte mit den jeweiligen Stationen bekommen. Wer dann mindestens zwei Stationen besichtigt hat, der kriegt am 2. Juni kostenlos Kaffee und eine Waffel auf dem Staaken-Center-Fest.

Freybrücke: Drei Jahre Stau über der Havel

Abriss und Neubau sind unvermeidbar, Staus sind vorprogrammiert

Der Senat hat vor ein paar Tagen den endgültigen Abriss der Spandauer Freybrücke verordnet. Seit 102 Jahre steht die Brücke nun über der Havel und verbindet Spandau mit der Innenstadt. Mehr als 50 000 Fahrzeuge überqueren sie täglich, also insgesamt 18,25 Millionen Autos im Jahr. Eine Sanierung der Brücke wäre, nach Ansicht der Experten, zu kostspielig. Der Abriss und der Bau einer neuen Brücke soll insgesamt 33 Millionen € kosten, von denen die Stadt Berlin 5,4 Millionen € übernimmt. Das Projekt wird am Ende des Jahres gestartet und soll voraussichtlich drei Jahre lang dauern.

Freybrücke: Drei Jahre Stau

Die Freybrücke nach ihrer Fertigstellung in 1909

Ein wenig Geschichte

Die Freybrücke ist ein Wahrzeichen Spandaus und sichert die Verbindung zwischen Wilhelmstadt-Spandau und dem Rest der Hauptstadt. Sie wurde zwischen 1908 und 1909 vom Bauingenieur Karl Bernhard geplant und gebaut. Als eine direkte Weiterführung der Heerstraße beherbergt die 174 Meter lange Stahlkonstruktion fünf befahrbare Spuren. Benannt wurde sie nach dem Bauleiter der Heerstraße, Adolf Frey. Das damalige Brückenbauprojekt kostete insgesamt 1,14 Millionen Mark.

Während dem Zweiten Weltkrieg wurde die Brücke am südlichen Pfeiler gesprengt, was das Hauptfeld in die Havel stürzen ließ. Der Sprengsatz wurde höchstwahrscheinlich von der Deutschen Wehrmacht platziert um den Fortschritt der Sovjetischen Truppen zu verlangsamen. Von 1948 bis 1951 wurde die Brücke wieder aufgebaut, wobei die Trümer und Fundamente der ursprünglichen Brücke weitgehend wiederverwendet wurden.

Freybrücke: drei Jahre Stau

Die Geländer werden für den Neubau nicht wiederverwendet

Eine marode Stahlkonstruktion

Die Schäden der Sprengung sind noch heute vorhanden und die wiederverwendeten Elemente der Ursprungskonstruktion sind teilweise marode, was die Stabilität der Struktur gefährdet. Auch das Alter der Brücke stellt ein wahrhaftiges Risiko dar. So wurden, 2008, beträchtliche Korrosionsschäden an den Längs- und Querträgern festgestellt. Demzufolge wurde die Geschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt und der Zugang für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen ausschließlich auf die Rechte Spur beschränkt. Eine hundertprotzentige Sanierung der historischen Brücke wäre daher mit unkalkulierbaren Kosten verbunden.

Außerdem ermöglicht der Neubau, die Brücke an heutige Standarte anzupassen und ein Hauch Modernität in die Heerstraße zu bringen. Deswegen werden wenige Elemente der historischen Brücke für den Neubau übernommen. Die Geländer entsprechen zum Beispiel nicht den heutigen Sicherheitsstandarten und werden daher entsorgt.

Freybrücke: drei Jahre Stau

Die Entstehung von Staus ist vorprogrammiert © M.E. / PIXELIO

Drei Jahre vorprogrammierter Stau

Durch den Abriss der Freybrücke wird die Heerstraße abrupt am Ufer der Havel enden und den Autofahrern nur wenig Möglichkeiten bieten den Fluss zu überqueren. Eine etwas nördlicher gelegene Behelfsbrücke soll ab Beginn der Bauarbeit geöffnet werden. Doch wird sie nicht imstande sein den gesamten Verkehrsstrom der Freybrücke zu überbrücken und Staus nur teilweise vermeiden. Auch die dort verkehrenden Buslinien sind von der Staugefahr betroffen.

Schließlich muss man betonen, dass der Neubau auch auf Landesebene eine Rolle spielt. Ursprünglich plante die Bundesregierung die Brücken der Havel anzuheben und zu erneuern, um die Wasserstraße Havel-Oder zu erweitern. Das Vorhaben stieß jedoch auf starken Widerstand und begrenzt sich jetzt ausschließlich auf die Freybrücke. Die Charlottenbrücke und die Schulenburgbrücke bleiben daher momentan unverändert.

Die Redaktion

100 Jahre Heerstraße – Die Ausstellung

Quelle: www.webprinter.de


100 Jahre Heerstraße – Die Ausstellung

09.10.2011 – 24.10.2011

09.10.2011 – 17.00 Uhr
10.10.2011 – 17.00 Uhr
16.10.2011 – 13.00 Uhr
17.10.2011 – 17.00 Uhr
23.10.2011 – 13.00 Uhr
24.10.2011 – 17.00 Uhr

Ausstellung: 100 Jahre Heerstraße

Kulturzentrum Gemischtes lädt ein

Der Flyer zur Ausstellung 100 Jahre Heerstraße

Der Flyer zur Ausstellung 100 Jahre Heerstraße

Am Sonntag den 9.10.2011 fand um 11.00 Uhr die große Eröffnung der Ausstellung des „Geschichtstreffs“ der Großsiedlung Heerstraße statt. Im Kulturzentrum Gemischtes, in der Sandstraße 41, kann sie jetzt noch bis zum 27.10.2011 besucht werden.

Seit Anfang 2011 wird diese Ausstellung von interessierten Mitbürger/innen, in Form von tollen Karten, interessanten Bildern und erläuternden Texten zusammengestellt. Gezeigt werden die Hintergründe der Entwicklung des Nobelvororts Westend mit Trab- und Galopprennbahn, mit Stadien und attraktiven Ausflugszielen für den Prachtboulevard bis Stößensee und Havel.

Öffnungszeiten:

Montag: 10.00 -19.30 Uhr
Dienstag – Freitag: 10.00 – 15.00 Uhr
Sonntag: 13.00 -17.00 Uhr
Eintritt frei

Wenn Sie vor Ort Fragen haben, werden montags von 17.00 bis 19.30 Uhr und sonntags von 13.00 bis 17.30 Uhr, Mitglieder des Geschichtstreffs für Gespräche bereitstehen.

Außerdem wird es im Laufe der Ausstellung zwei Veranstaltungen vom Kulturzentrum Gemischtes geben.

Gemischtes Feuilleton: „… mit Tempo auf dem Weg zu Groß-Berlin“

Donnerstag, 13. Oktober, 19.00 Uhr
Eintritt 5,00 €

Finissage zum Thema:  „Kulinarische Zeitreise“

Donnerstag, 27. Oktober, 18.00 Uhr
Teilnahme 4,00 €
Anmeldung erforderlich unter Tel. 315 62 623


Sterne schauen von Spandaus Mount-Palomar, dem Hahneberg

Grundlagen der Astronomie in der alten Zollstation erlernen

Bruno H. Bürgel Sternwarte

Bruno H. Bürgel Sternwarte

Tausende Autofahrer passieren täglich die Bruno H. Bürgel Sternwarte und ahnen trotzdem nicht, was ihnen hier entgeht. Das einstige Zollhaus am ehemaligen Grenzkontrollpunkt Staaken ruht einem Fixstern gleich im Gewusel des vorbeirasenden Verkehrs. Fast unattraktiv erscheint der Ort, an dem hier in Spandau seit vielen Jahren ernsthaft Astronomie betrieben wird. In direkter Nachbarschaft zum Arbeitskreis Spandauer Künstler wird hier mit viel Engagement einem scheinbar exotischen Hobby nachgegangen.

Aus einfachen Handwerkerverhältnissen entwickelte Bruno Bürgel (*1875 – 1948) sich als Autodidakt zu einem bekannten Wissenschaftspublizisten mit einer großen Leidenschaft für die Astronomie. Er sagte einmal: „Und wäre der Mensch im praktischen Denken noch so weit vorgeschritten, er wäre seiner Kultur unwürdig, wenn er nichts über die Rätsel zu sagen wüsste, die ihm allabendlich das gestirnte Firmament aufgibt. Wer nie seine Augen zum Sternhimmel richtete, sei es aus Bewunderung oder aus Wissbegierde, dem fehlt ein wichtiges Glied in der Kette, die ihn mit seiner Umwelt verbindet.“

Die Volkssternwarte macht ihrem Namensgeber alle Ehre. Hier wird keine unverständliche Forschung hinter verschlossenen Türen betrieben.

Günter Mekas, der Leiter der Sternwarte, hat sich schon als Kind intensiv mit den Sternen beschäftigt. Mit einfachen Mitteln baute er damals sein erstes Linsenteleskop. Im April 1982 gründete der Vermessungsingenieur den Verein, der im nächsten Jahr 30 Jahre alt sein wird. In den Räumen an der Heerstraße 531 finden regelmäßig Vorträge und Volkshochschulkurse zu astronomischen Themen statt. Renommierte Wissenschaftler z. B. vom Astrophysikalischen Institut Potsdam, dem Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt und der drei Berliner Universitäten referieren hier ebenso, wie Amateure, die sich ernsthaft diesem Hobby widmen. Die Praxis wird dabei nicht aus den Augen verloren. In Workshops wird in den Werkstatträumen an der Qualitätsverbesserung der eigenen Teleskope gearbeitet. Eine umfangreiche Bibliothek lässt kaum Fragen offen.

1989 errichteten die Vereinsmitglieder mit umgerechnet 75.000 Euro aus Lottomitteln eine eigene Sternwarte auf dem 85 Meter hohen Hahneberg. Manch einer mag die Randlage als unpraktisch empfinden. Für die Astronomen ist sie von großem Vorteil. In der Stadtrandlage stört das Licht der Großstadt, die „Lichtverschmutzung“, deutlich weniger die Beobachtung der Sterne, als es bei den Sternwarten in der Innenstadt der Fall ist.

Bruno H. Bürgel Sternwarte - Zollhaus

Bruno H. Bürgel Sternwarte - Zollhaus

Im Juni 2005 stellte der Verein sein 61cm-Spiegelteleskop fertig. 500 Arbeitsstunden stecken in dem 20.000 Euro teuren Prunkstück. Mit Berlins größtem Spiegelteleskop lassen sich optische Himmelsbeobachtungen in hoher Qualität durchführen. Inzwischen verfügt der Verein sogar über ein kleines Radioteleskop.

Vor kurzem wurde die Sternwarte Opfer eines Einbruchs – die gestohlenen Spezialgeräte sind praktisch unverkäuflich. Der Verdacht liegt nahe, dass ein Verkauf nicht beabsichtigt ist …

Rund 6300 Besucher kommen jedes Jahr in die Sternwarte um einfach nur zu schauen, an Vorträgen teilzunehmen oder die Bibliothek zu nutzen. Da der Anteil der Schülergruppen stetig zunimmt hat der Verein eine institutionelle Förderung beim Senat von Berlin beantragt, da diese Tätigkeit durch ehrenamtliche Kräfte allein nicht mehr zu stemmen ist.

In einem Schreiben hat die Senatsverwaltung die außerordentlich hohe Qualität der ehrenamtlichen Bildungsarbeit der Bruno-H.-Bürgel-Sternwarte bestätigt. Leider sieht sie sich wegen der finanziellen Situation Berlins derzeit nicht in der Lage das Bürgerschaftliche Engagement intensiver zu unterstützen. Ferner meint sie: „Angesichts der bestehenden guten Angebotssituation im Bereich der Astronomie sei die institutionelle Förderung einer weiteren Institution auf dem Gebiet der Pflege der volkstümlichen Astronomie nicht geboten.“

So wird der gemeinnützige Verein mit seinen 82 ehrenamtlich tätigen – meist männlichen – Mitgliedern sich weiterhin aus Eintrittsgeldern, Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanzieren. Zuwendungen der Deutschen Klassenlotterie helfen dabei immer wieder bei wichtigen Anschaffungen.

 

Bruno H. Bürgel Sternwarte
Heerstraße 531
13593 Berlin
Tel.: 3636242

 

 

Ralf Salecker

 

 

Bauarbeiten auf der Heerstraße

Mit Beginn der KW 34 starten auf der Heerstraße Tiefbauarbeiten. Diese werden auf der Fahrbahn und in deren Kreuzungsbereichen vorgenommen. Wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mitteilte werden die Bauarbeiten immer abschnittsweise durchgeführt. Demzufolge kommt es auf den einzelnen Abschnitten zu Fahrbahnverengungen.