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Achtung: Geänderte Öffnungszeiten

Am Brückentag geschlossen

Die Jobassistenz-SpandauAm  Freitag, den 10.05.2013 bleibt die Jobassistenz Spandau betriebsbedingt geschlossen.

Am Montag, den 13.05.2013, sind wir wieder ab 08:00 Uhr für unsere Kunden/innen vor Ort.

Geänderte Öffnungszeiten

Auch die Jobassistenz feiert Weihnachten

Die Jobassistenz-SpandauHier die geänderten Öffnungszeiten der Jobassistenz für die letzten Wochen im Dezember 2012:

Freitag, den 21.12.2012 von 8.00 – 16.30 Uhr

Mittwoch, den 02.01.2013 von 8.00 – 18.00 Uhr (ab sofort wieder wie gewohnt!)

Vom 22.12.2012 bis 01.01.2013 hat die Jobassistenz Spandau geschlossen.

Einsparungen beim Jobcenter

Unternehmen nutzen oftmals Beschäftigungsformen wie Minijobs zu Ungunsten der Arbeitnehmer aus und beim Jobcenter Spandau soll weiter gespart werden

Der Anteil an Minijobs ist mit fast 5 Millionen Menschen und einem Frauenanteil von 66 Prozent äußerst hoch. Auch wenn der Grundgedanke von Berufspraktika, Teilzeitarbeit, ehemaligen Ich-AGs oder auch der geringfügige Zuverdienst als Maßnahmen gedacht sind, Personen wieder in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse zu bringen, werden diese von Arbeitgebern häufig ausgenutzt.

Offizielle Vorstellung des Projekts JobOption

Offizielle Vorstellung des Projekts JobOption mit Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank, Annukka Ahonen der Jobassistenz, Viveka Ansorge der Zukunft im Zentrum GmbH und Mechthild Kopel von Wert.Arbeit (von links).

Jobassistenz wirkt dagegen

Mit dem neuen Angebot JobOption, in Kooperation mit der Zukunft im Zentrum GmbH und Wert.Arbeit – Gesellschaft für Arbeit, Chancengleichheit und Innovation – möchte die Jobassistenz Spandau dem nun entgegenwirken. Das Angebot richtet sich vorrangig an Frauen in Minijobs und kann in der Jobassistenz im Brunsbütteler Damm 75 montags von 8.00 bis 12.00 Uhr kostenlos in Anspruch genommen werden. Gemeinsam sollen berufliche Perspektiven ausgelotet und Arbeitgeber auf ihr im Unternehmen vorhandenes Potenzial aufmerksam gemacht werden. Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank war sich bei der Einleitung am Mittwoch dennoch auch der allgemeinen Problematik bewusst: „ Gerade den Unternehmen muss bewusst werden, dass kein Erfolg auf Minijobbasis erreicht werden kann. Nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse sind für die Arbeitnehmer ebenso förderlich wie für den Arbeitgeber.“

Die Jobassistenz Spandau im Brunsbütteler Damm 75.

Die Jobassistenz Spandau im Brunsbütteler Damm 75.

Identifikation und Leistungsbereitschaft

Obwohl gerade den Unternehmern durchaus bewusst ist, dass die Beschäftigung von Praktikanten und Minijobbern keinesfalls förderlich für die Unternehmensidentifikation und damit verbunden der Leistungsbereitschaft sind – was sich auch finanziell auf Dauer nachteilig bemerkbar macht – stellen die Umgehung von Sozialabgaben und geringe Löhne anscheinend weiterhin den größeren Anreiz dar. Ebenso wie Teilzeitarbeitsvermittlungen gibt es diese mittlerweile auch im Minijob-Segment, wodurch mit der erfolgten Ausgliederung der dort Beschäftigten die Dunkelziffer kaum erfassbar geworden ist.

Beim JobCenter soll weiter gespart werden.

Beim JobCenter soll weiter gespart werden. Fotos (3): Patrick Rein

Gesetzgeber sieht keinen Handlungsbedarf

Auch wenn diese Tatsachen dem Gesetzgeber bekannt sind, sieht sich dieser lediglich durch sinkende Arbeitslosenzahlen in seinem Handeln bestätigt und reduziert zur Haushaltskonsolidierung sogar seine Ausgaben für die Jobcenter. Davon wird auch Spandau betroffen sein. Der Bundestagsabgeordnete Swen Schulz führt aus: „In 2010, dem letzten Haushaltsjahr für das der SPD-Arbeitsminister Olaf Scholz Verantwortung trug, erhielt das JobCenter Spandau über 51 Millionen Euro für Maßnahmen und Personal. In diesem Jahr 2012 sind es noch 33 Millionen, also über ein Drittel weniger. Und die nächsten Kürzungen im Jahr 2013 sind absehbar. Die Bundesregierung spart das JobCenter kaputt!“

Ende der Fahnenstange

Wie viel jeder selbst dazu beitragen kann ungerechten Angestelltenverhältnissen effektiv entgegenzuwirken, haben die Beispiele von Lidl oder der mittlerweile insolventen Drogeriekette Schlecker gezeigt. Nachdem Missstände öffentlich gemacht wurden, änderten die Verbraucher ihr Konsumverhalten und zwangen die Unternehmen damit zum Umdenken. Auch die Geschäftsführerin Mechthild Kopel von der Wert.Arbeit bittet Bürgerinnen und Bürger um Hinweise, wo übermäßig viele Minijobberinnen beschäftigt werden um den Unternehmen die Nachteile dieser Beschäftigungsform darzulegen.

Patrick Rein

Die Jobassistenz in Spandau

Lebensweltbezogene Beratung anbieten

„Wir wollen Menschen eine Jobperspektive geben“, sagt Annukka Ahonen. „Das bedeutet manchmal auch, Menschen aus der Frustration und dem Stillstand herauszuholen und Wege aus der Arbeitslosigkeit aufzuzeigen.“ Das sei das besondere an der Jobassistenz. „Wir haben die Zeit und Flexibilität um die Kunden entsprechend zu beraten.“

Ich treffe mich heute mit der Bildungsberaterin Laura Kovác und der Projektleiterin Annukka Ahonen in der Jobassistenz Spandau. Die Bildungsberatungseinrichtung in den Räumen der ehemaligen Agentur für Arbeit am Brunsbütteler Damm 75, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen jeden Alters in allen Fragen der beruflichen Bildung zu informieren, zu beraten und zu unterstützen – so steht es schon an der Eingangstür.

Der Eingang der Jobassistenz ist den meisten noch von der Agentur für Arbeit bekannt.

Der Eingang der Jobassistenz ist den meisten noch von der Agentur für Arbeit bekannt.

Seit im Mai 2010 die Räume frei wurden, ist die Jobassistenz hier ansässig. Laura Kovác, Annukka Ahonen und zwei weitere Bildungsberater gehören zur „zukunft im zentrum GmbH“, die von der Berliner Senatsverwaltung mit der Durchführung des Beratungsangebotes beauftragt wurde.

Vor Ort können neben der Bildungsberatung noch viele weitere Beratungsangebote in Anspruch genommen werden. So bietet der Projektpartner „Kumulus Plus“ zu festen Zeiten Bildungsberatung in türkischer und russischer Sprache an.

„Es ist einfach wichtig mal in der eigenen Sprache erzählt zu bekommen: Was sind meine Rechte und Pflichten und was sind meine Chancen hier in Deutschland, welche beruflichen Perspektiven habe ich“, berichtet Annukka Ahonen. „In Spandau gibt es Menschen vieler Nationalitäten, Beratung zu beruflichen Themen muss diese Menschen erreichen“, ergänzt ihre Kollegin Kovác. Aus diesem Grund werden in Zukunft die Flyer der Jobassistenz auch auf Russisch, Türkisch, Polnisch und Englisch gedruckt.

Die beiden Schuldnerberatungsstellen der AWO und des „Treffpunkt Regenbogen“ ergänzen Dienstags und Donnerstags das Beratungsangebot am Brunsbütteler Damm. „Die Hemmschwelle eine Schuldner- oder Insolvenzberatung in Anspruch zu nehmen ist häufig recht hoch“, meint Ahonen, „unser Haus ist jedoch nicht stigmatisiert. Man geht in die Jobassistenz und nimmt dieses Angebot als eines von vielen wahr“. So gehen Jugendliche ohne Ängste nach der Beratung zu Berufsorientierung und Ausbildung in die Schuldnerberatung, wenn mal wieder die Handyschuldenfalle zugeschnappt hat.

v.r. Projektleiterin Annukka Ahonen und Bildungsberaterin Laura Kováč

v.r. Projektleiterin Annukka Ahonen und Bildungsberaterin Laura Kováč

In der Jobassistenz werden zudem so genannte Sprachstandserfassungen durchgeführt. Dabei wird getestet, auf welchem Niveau sich die Deutschkenntnisse eines Ratsuchenden bewegen. „Gestern hatte ich eine junge zugewanderte Frau hier. Sie möchte Altenpflegerin werden und spricht schon richtig gutes Deutsch. Das Jobcenter hat sie zu uns geschickt um einen Sprachtest durchzuführen, denn als Altenpflegerin muss sie auch gute schriftliche Sprachkenntnisse vorweisen können“, erzählt Ahonen, „wenn wir Förderbedarf feststellen, schreiben wir einen Bericht fürs Jobcenter und schlagen direkt einen passenden Sprachkurs vor.“

„Hohe Bildung kann man dadurch beweisen, dass man die kompliziertesten Dinge auf einfache Art zu erläutern versteht“. George Bernhard Shaw

Zitate wie diese sind immer einmal wieder an den Wänden der Jobassistenz zu lesen. Sie dienen nicht nur als mögliche Eisbrecher beim Einstieg in ein schwieriges Beratungsgespräch, sondern sind auch zu den Mottos der Bildungsberater geworden. „Wir achten auch bei uns selbst auf ständige berufliche Fortbildung“, erklärt Annukka Ahonen. Laura Kovác habe vor kurzem eine Weiterbildung zum Thema Interkulturelle Kommunikation besucht, sie selbst nähme in der nächsten Woche an einer Fachtagung zum Thema Alphabetisierung Erwachsener teil.

Vom Langzeitarbeitslosen über den Berufstätigen mit Weiterbildungswunsch bis hin zum Uniabsolventen sei unter den Kunden alles vertreten. „Wir versuchen eine lebensweltbezogene Beratung anzubieten“, sagt Kovác und Ahonen ergänzt: „Wenn eine Friseurin zu uns kommt und Nageldesign als Zusatzqualifikation erlernen will, machen wir eine Recherche für sie. Welche Bildungsträger haben ein solches Weiterbildungsangebot? Gibt es welche in Teilzeit oder mit Kinderbetreuung? Und wie kann man das eigentlich finanzieren wenn die Schulden drücken?“

Unabhängige, neutrale und in jedem Fall kostenfreie Beratung sei selbstverständlich.

Wer selbst nach freien Stellen gucken möchte oder seine elektronischen Bewerbungsunterlagen auf den neuesten Stand bringen will, kann dies an einem der vielen Computerarbeitsplätze tun, die in der Jobassistenz frei zugänglich sind.

Die Jobassistenz in Spandau
Brunsbütteler Damm 75
13581 Berlin
Tel: 030/278733150

spandau@jobassistenz-berlin.de
Öffnungszeiten: Montag – Freitag 08.00 – 18.00 Uhr