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KlimaWerkstatt mit neuem Beratungszentrum in Spandau

Ein Beitrag zur CO2-Reduktion

Feierliche Eröffnung der KlimaWerkstatt (Foto: Ralf Salecker)

Feierliche Eröffnung der KlimaWerkstatt (Foto: Ralf Salecker)

Fragen zur energetischen Sanierung eines Hauses können nun im Herzen der Spandauer Altstadt beantwortet werden. Am Samstag öffnete Bezirksstadtrat Carsten Röding die KlimaWerkstatt offiziell in der Mönchstraße. Zukünftig wird „im Laden“ das Service-Zentrum seine Arbeit tätigen, die es bisher im Rathaus ausgeübt hat. Regelmäßig wird es Ausstellungen und Veranstaltungen rund um Energieeinsparung präsentieren. Bis Ende des Jahres ist dieser Service gesichert. Gefördert von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, aus Mitteln der EU, sollen Spandauer bei der Senkung des Energieverbrauchs unterstützt werden. Parallel bietet die KlimaWerkstatt eine Ausstellung in der beispielhafte Sanierungen von unterschiedlichsten Gebäuden aufgezeigt werden. Besonders Altbauten scheinen für viele nicht vernünftig sanierbar. Die Ausstellung zeigt auf, dass es möglich ist, mit entsprechenden Maßnahmen, ehebliche Heizenergiekosten einzusparen. Dies ist ein direkter Beitrag zur Kohlendioxid-Reduzierung, schützt also unser Klima. Zielgruppe sind also ganz besonders Hauseigentümer, die Interesse an einer energetischen Sanierung ihres Hauses haben.

Lokaler Klimaschutz ist eine große Herausforderung

Ausstellungen und Workshops sollen auch zukünftig zum nachhaltigen Handeln beitragen. Vor kurzem wurde als Projekt das Repair-Café in der Spandauer Neustadt gestartet. Nachhaltig Handeln bedeutet auch sorgfältiger mit den Ressourcen umzugehen. Wer weniger wegwirft, trägt auch so zu einem energiesparenden Umgang mit unserer Umwelt bei. Im Paul-Schneider-Haus kann man mit seiner defekten Kaffeemaschine, seinem Hemd oder dem Datenschredder vorbeikommen, wenn diese Dinge ihren Geist aufgegeben haben. Neuere Produkte scheinen immer kürzere Lebenszeiten aufzuweisen. Reperaturen werden zumindestens erschwert. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die zu reparieren sind. Das kostet wenig bis kein Geld. Im Repair-Café gibt es zwar nicht die Sicherheit, dass alles repariert werden kann, eine Gelegenheit für nette Gespräche, während des gemeinsamen Kampfes mit widerspenstigen Geräten, ist dagegen immer da.

Eine neue Filmreihe, mit Filmen, die es meist nur kurz ins Kino geschafft haben, soll dem Zuschauer Inhalte zum Thema Umweltschutz nahe bringen. Sie zeigt das Verhältnis von Mensch und Umwelt und daraus entstehende Kurz- und absehbare Langzeitveränderungen der Umwelt. „Voices of Transition“ machte den Anfang. Der 65-minütiger Dokumentarfilm beschäftigte sich mit der Frage nach der zukünftigen Versorgung von uns Menschen. Er begleitete Projekte und ihre Macher in Kuba, Frankreich und England und zeigt so, welche Ansätze in verschiedenen Teilen der Welt entwickelt und verfolgt werden, um mit dem menschengemachten Problem der Ressourcenknappheit umzugehen.

Auch im Rahmen der zweiten Veranstaltung „Hinz und Kunst“ zur Spandauer Altstadtmeile, am 17.8.2013, wird die KlimaWerkstatt mit „Mitmach-Kunst“ vertreten sein.

 

Ralf Salecker

 

KlimaWerkstatt Spandau

„Voices of Transition“ – Start einer neue Filmreihe

Filme verändern nicht die Welt, aber vielleicht die Menschen

Kino SpandauDer Dokumentarfilm „Voices of Transition“ (65 Min.) behandelt die Frage, wie die zukünftige Versorgung der Menschen funktionieren soll. Hierfür hat Filmemacher und Soziologe Nils Aguilar mehrere Projekte und deren Machen in Kuba, Frankreich und England begleitet. Die Entstehung des Films dauerte mehrere Jahre und Premiere feierte er bereits 2012 anlässlich des Welternährungstages.

Schon seit einiger Zeit aber immernoch aktuell wirft die Nachhaltigkeit viele Fragen auf. Einige davon werden Sie vielleicht bei diesem Filmabend beantwortet bekommen.

Filmreihe und Veranstalter

Veranstalter ist die KlimaWerkstatt Spandau, die Agentur für lokalen Klimaschutz und energetische Gebäudesanierung im Bezirk. Das Motto der Reihe ist „Nicht Filme verändern die Welt, aber vielleicht die Menschen, die sie sehen“. Schauen Sie rein und machen Sie mit beim Verwandeln!

Wann & wo?

Am Montag, den 03.06.2013
um 20.00 Uhr
in der KlimaWerkstatt Spandau
Mönchstraße 8
13597 Spandau

Der Eintritt ist frei!

Heizungsaustausch – macht das Sinn?!

Infoabend der KlimaWerkstatt zum Thema „Heizungstausch“

KlimaWerkstattDas Thema Energiepreise und deren unvorher- sehbare Preisentwicklung ist allgegenwärtig. Aus diesem Anlass findet in der KlimaWerkstatt Spandau der Themenabend „Heizungsaustausch“ statt. Dipl. Geophys. Andreas Henning hält hierzu einen Vortrag und steht im Anschluss für Fragen zur Verfügung.

Verschieden Aspekte zum Thema werden an diesem Abend behandelt: Welchen Wärmebedarf habe ich künftig? Wie entwickelt sich die Haushaltsgröße? Welche anderen baulichen Maßnahmen plane ich? Kommt ein Energieträgerwechsel in Frage? Will ich meine Heizung mit erneuerbaren Energien kombinieren? u.v.m.

Wann & wo? Dienstag, den 21.05.2013 um 19.00 Uhr in der KlimaWerkstatt Spandau (Mönchstraße 8, 13597 Spandau)

Die Veranstaltung ist kostenlos –  es wird jedoch aus organisatorischen Gründen um kurze Anmeldung gebeten. Entweder per Mail (info@klimawerkstatt-spandau.de) oder telefonisch unter (030) 39 79 86 69.

Insolvenzen, sparen, informieren – alles rund um die Energie

Beim dritten Energiespar-Tag in den Spandau Arcaden informierten unter anderem Vattenfall, Gasag, Berliner Mieterverein und die Klimawerkstatt.

Seit einigen Wochen schockt die Insolvenz des Energiekonzerns TelDaFax Energy die Verbraucher. Auf Grund der hohen Gläubigerzahlen scheint eine Erstattung der oftmals geleisteten Vorauszahlungen eher unwahrscheinlich. Auch Spandaus Baustadtrat Carsten Röding bekannte sich gestern im Rahmen des 3. Spandauer Energiespar-Tages in den Arcaden zur Gruppe der Geschädigten zu gehören.

Thomas Bünger von Vattenfall (re.) gab Hinweise zum richtigen Verfahren für TelDaFax Geschädigte.

Thomas Bünger von Vattenfall (re.) gab Hinweise zum richtigen Verfahren für TelDaFax Geschädigte.

Kündigung erforderlich

„Trotz des eingeleiteten Insolvenzverfahrens müssen die Kunden ihre bestehenden Verträge kündigen“, erklärte Thomas Bünger, Leiter der Kundenbetreuung Nord von Vattenfall. Kein Verbraucher muss jedoch fürchten ohne Strom dazustehen, im Falle einer Liefereinstellung springt der örtliche Hauptanbieter  – in Berlin Vattenfall – mit einer Grundversorgung ein. Informationen über TelDaFax vom Insolvenz-verwalter finden Interessierte hier. Bünger hingegen gab auch bekannt, dass die Umstellung auf Fernwärme in Spandau von 58 Millionen Euro zügig voranschreitet.

Anschaulich wurde über alles aus dem Bereich Energie informiert.

Anschaulich wurde über alles aus dem Bereich Energie informiert.

Klimawerkstatt eröffnet Laden

In den Arcaden präsentierte sich auch die im letzten Jahr gegründete Spandauer Klimawerkstatt, welche sich mit Veranstaltungen als auch persönlichen Beratungen zur effizienten Energienutzung bereits etabliert hat. In diesem Zusammenhang soll noch in diesem Jahr ein eigener Laden in der Mönchstraße 8 eröffnen. Und für die anstehende „Woche der Sonne“ bietet die Klimawerkstatt noch ein besonderes Highlight: Am Donnerstag, 2. Mai, können Interessierte um 18 Uhr zusammen mit Stadtrat Carsten Röding den Rathausturm besteigen und erfahren dabei alles Wissenswerte über die umliegenden Solaranlagen. Eine telefonische Anmeldung unter 90279-3031 oder per Mail an info@klimawerkstatt-spandau.de ist erforderlich.

Wenn auch kleiner als im letzten Jahr nutzten Spandauerinnen und Spandauer den Energiespar-Tag in den Arcaden.

Wenn auch kleiner als im letzten Jahr nutzten Spandauerinnen und Spandauer den Energiespar-Tag in den Arcaden. Fotos (3): Patrick Rein

Früher aber kleiner

Generell fiel der diesjährige Energiespar-Tag kleiner als der letztjährige aus. Auf Nachfrage der Kreditinstitute wurde der Termin vorverlegt, doch gerade deren Beteiligung blieb aus. Zudem musste ein Spandauer Unternehmen kurzfristig seine Teilnahme absagen, da es aus mangelnder Zahlungsmoral von Großkunden Konkurs anmelden muss. Ein weiteres Unternehmen erschien trotz Anmeldung nicht. Dennoch ist Björn Martin, Leiter der Wirtschaftsförderung im Bezirksamt, optimistisch den nächsten Energiespar-Tag wieder im größeren Rahmen und über zwei Etagen durchführen zu können.

Patrick Rein

Temperaturanstieg um über 2 Grad Celsius erwartet

In Folge des Klimawandels werden sich die Temperaturen, Niederschlagsmengen und Wintermonate drastisch verändern

Wer ist momentan nicht vom bisherigen Sommer enttäuscht? Ständiger Regen, Temperaturen um die 20 Grad und keine Sonne. In sozialen Foren wie Facebook versucht man es mit Humor zu nehmen und postet lustige Comics zum Thema. Schwimmbäder, Biergärten, open air Kinos und Strandbars hingegen verzeichnen deutliche Umsatzeinbußen und dennoch wird von Klimawandel und sogar Klimakatastrophe gesprochen. Ein Widerspruch?

Verregnete Straßen wie hier auf dem Altstädter Ring prägen bisher den Sommer.

Verregnete Straßen wie hier auf dem Altstädter Ring prägen bisher den Sommer.

Veränderungen werden kommen

Auch wenn in Deutschland bei diesem bisherigen Sommer nichts von einer Klimaveränderung bemerkbar ist, so sind diese momentan in Europa und weltweit bereits deutlich erkennbar. Und: Trotz aller Bemühungen werden sie nicht mehr abzuwenden sein, wie Prof. Dr. Fritz Reusswig vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) vor einiger Zeit im Kulturhaus auf Einladung der Spandauer Klimawerkstatt in einem Vortrag erklärte. Demnach erwartet auch Berlin einen Temperaturanstieg von durchschnittlich 2,5 Grad Celsius bis 2050, der am deutlichsten in den Frühlingsmonaten April und Mai spürbar sein wird. Während die Niederschläge im Sommerhalbjahr um bis zum Teil mehr als 15 % zurückgehen, werden die Winterhalbjahre deutlich feuchter. Zudem nimmt die Häufigkeit und Intensität von Extremereignissen zu. Starkregen treten vermehrt im Winter auf, wobei Kälteextreme seltener werden. Im Sommer hingegen nehmen die Wärmeextreme zu, es ist vermehrt mit langen Hitzeperioden, tropischen Nächten und Hitzetagen zu rechnen. All das wird weitreichende Folgen auf die Ökonomie und Gesundheit haben. Wie im Bericht „Klimawandel und Kulturlandschaft Berlin“ des PIK nachzulesen ist.

Das Kraftwerk Reuter in Spandau ist einer der Stromversorger Berlins.

Das Kraftwerk Reuter in Spandau ist einer der Energieversorger Berlins.

Städte sind Hauptverursacher

Rund 80 Prozent des weltweiten CO2 Ausstoßes wird von Städten verursacht. „So liegen beispielsweise die Emissionen Londons über denen von ganz Griechenland“, führte Prof. Reusswig weiter aus. Den Städten kommt damit eine besondere Verantwortung zu. Denn selbst wenn die angerichteten Schäden der letzten Jahrzehnte nicht mehr rückgängig zu machen sind, so gilt es doch eine Verschärfung zu verhindern. Im Klartext: Die oben beschriebenen Veränderungen werden kommen. Mit jetzt zu treffenden Maßnahmen können lediglich noch drastischere Konsequenzen beziehungsweise eine Beschleunigung verhindert werden.

Durch den Umstieg auf Fernwärme spart Spandau CO2 ein.

Durch den Umstieg auf Fernwärme spart Spandau CO2 ein. Fotos (3): Patrick Rein

Wirtschaftliche Interessen vorrangig

In diesem Zusammenhang sind auch Spandaus Bestrebungen den CO2 Ausstoß zu verringern – wie durch den Umstieg auf Fernwärme bei Mietwohnungen oder dem vorbildlichen Bau einer umweltgerechten Produktionsstätte von Florida Eis – wichtig und notwendig. Doch die Welt können wir und Berlin, dessen wichtigstes Zukunftsziel die Senkung der in der Stadt entstehenden CO2-Emissionen ist, nicht. Immer wieder stehen wichtigen Klimaschutzmaßnahmen wirtschaftliche Interessen entgegen. Und so lange Hauptverursacher wie China und die USA sich nicht an den Beschlüssen der Weltklimakonferenzen beteiligen, sind deutsche Bestrebungen wichtig als Vorbildcharakter – doch leider dennoch weiterhin nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Patrick Rein

Die Klimawerkstatt Spandau lädt ein!

Kostenlose Vortragsreihe wird fortgesetzt

Donnerstag, 22. März 2012, 18:00 Uhr:
„Finanzierung und Förderung“ sowie „Wirtschaftlichkeit von Sanierungsmaßnahmen“

Im Frühjahr 2012 werden die Finanzierungs- und Förderkonditionen der KfW angepasst. Die Referentin der Investitionsbank Berlin, bei der auch Sanierungsvorhaben mit KfW-Mittel finanziert werden können, stellt die aktuelle Förderung vor. Im An-schluss werden wirtschaftliche Sanierungsbeispiele dargestellt.

Mittwoch, 25. April 2012, 18:00 Uhr:
„SmartMetering“ und „Wärmepumpenanlagen in der Praxis“

„SmartMetering“, d.h. das elektronische Messen des Energieverbrauchs mit kommunikationsfähigen Messgeräten, ermöglicht, sich regelmäßig über den Verbrauch, gerade auch von Heizungsanlagen, zu informieren. Vorgestellt werden Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten. Weitere Themen des Abends sind Wärmepumpen.

Die Veranstaltungen finden statt im Vortragsraum der Adunos GmbH:
Am Schlangengraben 16
13597 Berlin

Anmelden können Sie sich per E-Mail an info@klimawerkstatt-spandau.de oder telefonisch unter 33 30 98 73. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt. Auf der Webseite www.klimawerkstatt-spandau.de sind weitere Informationen zu den Vorträgen zu finden.

Die Klimawerkstatt Spandau ist ein Projekt der gemeinnützigen KEBAB gGmbH (Kombinierte Energiespar- und Beschäftigungsprojekte aus Berlin) und dem bezirkli-chen Umweltamt. Der Klimaschutz im Bezirk Spandau soll in den nächsten Jahren zusätzliche Impulse erfahren. Mit einem durch EU-Mittel geförderten Projekt „Klima-werkstatt Spandau“ wollen das Umweltamt und die KEBAB gGmbH eine Anlaufstelle für Unternehmen und engagierte Bürger schaffen.

Klimawerkstatt Spandau – Eine neue Anlaufstelle für Bürger und Betriebe?

Neue Impulse für den Klimaschutz

Hugo Starken, Geschäftsführer von KEBAB

Hugo Starken, Geschäftsführer von KEBAB

Vor nicht ganz einem Monat gab es Spandaus ersten Energiespartag. Neben vielen Vorträgen und praktischen Beispielen, wie in Haus und Haushalt Energie eingespart oder effizient genutzt werden kann, stellte sich dort die gemeinnützige KEBAB gGmbH vor.

„Kombinierte Energiespar- und Beschäftigungsprojekte aus Berlin“ ist Träger von ArbeitsGelegenHeit (AGH)-Entgelt- und MehrAufwandEntschädigung (MAE)-Projekten mit dem Schwerpunkt Energiesparen. In den Maßnahmen geht es um Wärmedämmung und der Ermittlung von Energiedaten. Sie begleitet u. a. öffentliche Programme zur energetischen Gebäudesanierung. In Spandau wurden von KEBAB alle öffentlichen Gebäude Spandaus und ihr Ressourcenverbrauch erfasst. So lässt sich über einen längeren Zeitraum der Energieverbrauch vor nach nach Sanierungsmaßnahmen betrachten. In gutes Mittel, um die Effizienz von Maßnahmen zu bewerten.

Ein weiteres Projekt ist die „Klimawerkstatt Spandau“. Hier sollen unterschiedlichste Akteure in einem lokalen Netzwerk zusammen finden, um praktikable Wege für den Klimaschutz zu finden. Die Werkstatt ist ein bis zum März nächsten Jahres befristetes Projekt, um eine Anlaufstelle für Unternehmen und engagierte Bürger zu schaffen.

Wilfred Pietschke, Projektleiter

Wilfred Pietschke, Projektleiter

„In einer ersten Phase geht es darum herauszufinden, welche Unternehmen bereits im Klimaschutz tätig sind, wie sie ihre Erfahrungen einschätzen und welche Unterstützung sie sich in Spandau verstärkt wünschen.“

Hugo Starken, der Geschäftsführer von KEBAB und Wilfred Pietschke, als Projektleiter begannen die Vorstellung der Klimawerkstatt mit ein paar klassischen Visionen des Energiesparens, denn in vielen Köpfen ist Ressourcenschonung mit Wohlstandverlust verknüpft.

„Faktor 4“: Die effiziente (Halbierung) Nutzung von Ressourcen bringt nicht nur wirtschaftliche Vorteile sondern führt zu mehr (Verdopplung) Lebensqualität. Ernst Ulrich von Weizsäcker stellt in seinem Buch „Faktor 5“ eine These auf, nach der „Fünfmal soviel Wohlstand aus einer Kilowattstunde“ bei konsequenter Anwendung von effizienten Technologien und erneuerbaren Energien möglich ist. „Faktor 10“ geht darin noch viel weiter.

Diesen Visionen steht z. B. das Berliner Energiesparkonzept 2020 gegenüber. Bis dahin soll rund 10 Prozent weniger Energie verbraucht werden. In einem nächsten Schritt, der bis 2050 geht soll dieser Wert noch um ein Vielfaches gesteigert werden.

Böse formuliert könnte man dies aber zum Papiertiger erklären, da es kaum konkrete Ansätze oder Mittel zur Durchsetzung beschreibt. Das Wissen und die Motivation sind da, das etwas getan werden muss. Mit Visionen alleine kommen wir aber nicht weiter.

Die Klimawerkstatt könnte also ein Instrument sein, auf lokaler Ebene konkrete Ansätze zu schaffen, die auch in der Praxis bestehen. Wirtschaftliche Interessen einzelner Beteiligter stehen dazu nicht im Gegensatz.

Klimawerkstatt - Ideen

Klimawerkstatt - Ideen

Viele Geschäftsleute aus Spandau waren im Publikum vertreten. Hier kam die bange Frage, ob sich solch eine Runde nicht schnell zu einem Debattierklub entwickeln könnte, zu widerstreitend wären die Interessen, zu kurz vor allem der Zeitrahmen, in dem das Projekt ablaufen soll. Ein anderer wandte ein, anfangs kommen sie alle, später nur noch die üblichen Verdächtigen.

Nach einer Reihe männlicher Bedenkenträger kamen dann drei Frauen nacheinander zu Wort, die der Diskussion eine positive Wendung gaben. Sich ein konkretes überschaubares Ziel setzen, war dabei ein Ansatz, noch viel wichtiger war die Forderung, einfach die Ärmel hochzukrempeln und erst einmal zu beginnen, ohne sich von den Bedenken gleich zu Beginn ausbremsen zu lassen. „Wir können etwas bewegen“. Gabriele Fliegel vom Wirtschaftshof Spandau meinte: „Wir müssen positiv, nach vorne denken.“Dieser gesunde Pragmatismus prägte dann die weiteren Gespräche.

Schnell fanden sich dann auch regionale Kooperationsansätze, wie z. B. mit dem Quartiersmanagement in der Neustadt. Der Vorschlag, dauerhaft Musterobjekte auszustellen, die als praktisches Beispiel für Energieeffizienz dienen, fand breite Zustimmung. In der Neustadt gibt es leerstehende Geschäftsräume die über eine Zwischennutzung zum Ausstellungsort werden können.

So wird folgerichtig der nächste Termin der Klimawerkstatt am 7. September um 17 Uhr im Paul-Schneider-Haus in der Neustadt unter dem Titel „Musterprojekte entwickeln“ stehen.

 

Ralf Salecker

Klimawerkstatt Spandau – eine Anlaufstelle für Bürger und Betriebe!

Quelle: www.webprinter.de

Der Klimaschutz im Bezirk Spandau soll in den nächsten Jahren zusätzliche Impulse erfahren. Mit einem durch EU-Mittel geförderten Projekt „Klimawerkstatt Spandau“ wollen das Umweltamt des Bezirks und die gemeinnützige KEBAB gGmbH eine Anlaufstelle für Unternehmen und engagierte Bürger schaffen.

In einer ersten Phase geht es darum herauszufinden, welche Unternehmen bereits im Klimaschutz tätig sind, wie sie ihre Erfahrungen einschätzen und welche Unterstützung sie sich in Spandau verstärkt wünschen.

Erfahren Sie mehr über die Klimawerkstatt Spandau und besuchen Sie die Auftaktveranstaltung mit Umweltstadtrat Carsten Röding

Mittwoch, 17. August 2011
17:00 Uhr
Galerie im Kulturhaus Spandau
Mauerstraße 6
13597 Berlin

Car-Sharing – ökologisch mobil oder teuer & umständlich?

Vortragsreihe Klima Klub am 9. Juli mit aktuellem Thema!
Car-Sharing – ökologisch mobil oder teuer & umständlich?

Energiewende, Mobilität, Lebensmittelverschwendung – das sind einige der Themen, die durch die Medien gehen und die uns auch im Alltag beschäftigen. Insbesondere stellt sich immer wieder die Frage, wie man selber Teil der Lösung werden kann, statt Teil des Problems zu sein.

Am Dienstag, den 9. Juli geht es im Klima Klub um ökologische Mobilität. Eingeladen ist Willi Loose, Geschäftsführer des Bundesverbandes CarSharing e.V., dem Dachverband der deutschen CarSharing-Anbieter. Das organisierte professionelle Autoteilen gibt es mittlerweile in fast allen deutschen Großstädten. Für wen ist CarSharing nützlich? Wie funktioniert es? Worin besteht der Unterschied zu einer Autovermietung? Auf diese und andere Aspekte geht Herr Loose in seinem Vortrag ein.

Neben solch praktischen Fragen wird an diesem Abend die ökologische Dimension des CarSharing beleuchtet. Ist es eine klimaverträgliche Alternative zum Autobesitz, weil Nutzer tatsächlich weniger Autofahren und das eigene Auto überflüssig wird? Oder ist es nicht wirklich wirksam, weil es den meisten Menschen zu kompliziert ist? Oder ist es gar ein Schritt in die falsche Richtung, weil es Autofahren mit gutem Gewissen ermöglicht? Schließlich setzt Automobilität etwa drei Mal so viel CO2 pro gefahrenem Kilometer frei wie Bus oder Bahn, auch bei der Fahrt mit einem Car-Sharing Auto. Über diese und andere Fragen können Sie mitdiskutieren!

Im Klima Klub werden wechselnde aktuelle Themen zur Diskussion gestellt. Nach einem einführenden Vortrag bietet sich die Gelegenheit, Fragen zu stellen, eigene Erfahrungen einzubringen und sich auszutauschen. In erster Linie geht es beim Klima Klub darum, sich über regionale Handlungsansätze informieren und austauschen zu können, nach dem Motto Wandel durch Handeln. Vernetzung und praktischer Bezug stehen im Vordergrund, nicht Probleme und Hindernisse. Der Eintritt ist frei.

Klima Klub – Thema ökologische Mobilität
Datum: Dienstag, 9. Juli 2013
Uhrzeit: 19.30 Uhr
Ort: Mönchstr. 8, 13597 Berlin
Anbindung: U 7 Altstadt Spandau; S-Bahn Spandau