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Staaken bleibt Tabellenführer

Im Lokalderby zwischen den Spandauer Kickers und dem SC Staaken II trennen sich die beiden Aufstiegskandidaten unentschieden.

Sowohl der SC Staaken als auch die Spandauer Kickers stehen in der Bezirksliga mit deutlichem Vorsprung auf einem Aufstiegsplatz. Dementsprechend groß war – trotz Regen – auch der Zuschauerandrang auf dem Heimspielgelände der Kickers am Sommerbad Staaken West. Es ging um die Tabellenspitze, denn der Aufstieg ist beiden Mannschaften kaum noch zu nehmen. Die abwechslungsreiche Partie bot auch ebenso wie das Champions-League Finale am Sonnabend alles was das Fußballherz begehrt: Vier Tore mit teils sehenswerten Treffern, Elfmeter, zwei rote Karten und diskussionsanregende Schiedsrichterentscheidungen.

In einer fair gefürhten Partie trennetn sich Spaki und Staaken II unentschieden.

In einer fair geführten Partie trennten sich Spaki und Staaken II unentschieden.

Gerechtes Unentschieden

Während des Spiels erhielten die Gäste lautstarke Unterstützung des Staakener Anhangs, dennoch ging Gastgeber „Spaki“ durch Christian Oberreuter mit 1:0 in Führung ehe Sven Trautmann per Elfmeter noch vor der Halbzeit den Ausgleich erzielte. Mit einem fulminanten Freistoß, ausgeführt von Marc Theilig, konnte der Eintore-Vorsprung für die Kickers wiederhergestellt werden. Doch die Staakener steckten nicht auf und Frederik Kammer erzielte per Kopfball den 2:2 Endstand. In einer fairen Partie beendeten sowohl die Spandauer Kickers als auch der SC Staaken das Spiel um jeweils einen Mann reduziert. Die Schiedsrichterentscheidungen sorgten in beiden Fällen für Diskussionen und wurden von beiden Lagern als zu „hart“ interpretiert. Zwar konnte der SC durch dieses Ergebnis die Tabellenführung behaupten, beide Mannschaften bleiben aber durch die Punkteteilung auf dem Sprung in die Landesliga.

Der anhaltende Regen des Wochenendes machte auch beim Lokalderby nicht halt.

Der anhaltende Regen des Wochenendes machte auch beim Lokalderby nicht halt. Fotos (2): Patrick Rein

Pokalhalbfinale der Ersten

Am Mittwoch muss dann die erste Mannschaft von Staaken zum Halbfinale im Berliner Pilsner Pokal zum SV Lichtenberg 47. Für das Auswärtsspiel und der Chance auf den Finaleinzug – in dem im letzten Jahr bereits mit Gatow ein anderer Spandauer Fußballverein stand – wird extra ein Fanbus gechartert. Nervenstärke hatten die Staakener schon beim Gewinn des Spandauer Bürgermeisterpokals im letzten Sommer bewiesen.

Und am nächsten Wochenende, den 8. Juni, tritt dann auch wieder die Spandauer Gastronomie zum mittlerweile 8. Gastro-Cup für den guten Zweck an. Gespielt wird auch in diesem Jahr wieder im Helmut-Schleussener-Stadion am Askanierring von 10 bis 16 Uhr.

Patrick Rein

Hertha verpasst Tabellenspitze

Bereits im Vorfeld zum Lokalderby im Olympiastadion zwischen dem Tabellenzweiten Hertha BSC und dem FC Union in der 2. Bundesliga war viel los

Seit Tagen war in ganz Berlin und Spandau, dem Bezirk mit angeblich den meisten Hertha-Fans, die Derbystimmung zu spüren. Zu dem besonderen Anlass präsentierte der United Colors Fanclub der Blau-Weißen sogar ein eigens komponiertes Lied. Doch bei einigen Anhängern stieg die Energie bedauerlicherweise bis ins kriminelle.

Ausverkauftes Olympiastadion beim Lokalderby. Mittlerweile ist auch der Fanprotest zum "Sicheres Stadionerlebnis" verstummt.

Ausverkauftes Olympiastadion beim Lokalderby. Mittlerweile ist auch der Fanprotest zum „Sicheres Stadionerlebnis“ verstummt. Foto: Patrick Rein

Schmierereien am Vereinsbus

Unbekannte verschafften sich unerlaubt Zutritt auf ein Betriebsgelände der Verkehrsbetriebe in Rudow auf dem der Vereinsbus der Unioner abgestellt war und besprühten diesen mit Hertha BSC Logo und Schriftzug. Zwar konnten die Schmierereien schnell wieder entfernt werden, dennoch wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Auch Hertha BSC drohte Konsequenzen an, sollten die Täter aus dem eigenen Umfeld stammen.

Emotionen ausgelöst

Auch Hertha Trainer Jos Luhukay versuchte mit einer Wutrede am Donnerstag die Emotionen seiner Spieler im Hinblick auf das Lokalderby sowie die anstehenden Aufgaben zum Wiederaufstieg zu wecken. Dies gelang anscheinend mehr als gewünscht, denn im Training gerieten Maik Franz und Michel Lasogga so heftig aneinander, dass beide aus dem Kader fürs Spiel gegen Union gestrichen wurden.

Früher Rückstand

Am Montagabend überraschte dann das Auftreten der Heimmannschaft aus Charlottenburg im ausverkauften Rund des Olympiastadions. Während die Eisernen locker aufspielten und gerade im Zweikampfverhalten überzeugten, wirkten die Herthaner verunsichert. Ergebnis war ein früher unglücklicher Rückstand den der FC in der zweiten Halbzeit sogar auf 2:0 ausbauen konnte. Erstmals in dieser Spielzeit lief der BSC einem Zweitorerückstand hinterher. Eine Viertelstunde vor Schluss konnte dann Ramos den Anschlusstreffer erzielen und fünf Minuten vor  Spielende gelang dem wieder ein Mal überzeugendem Ronny mit einem sehenswerten Freistoßtreffer der Ausgleich.

Hertha hält mit dem Unentschieden und Tabellenplatz zwei weiterhin Aufstiegskurs und auch die Unioner halten Anschluss an den Relegationsplatz, an dem Hertha BSC in der letzten Saison im Skandalspiel gegen Düsseldorf scheiterte und den bitteren Gang in die 2. Liga antreten musste.

Patrick Rein

Hertha BSC hält weiter Aufstiegskurs

Berlins Zweitligist überwindet trotz Rückstand das FSV Frankfurt Trauma und gewinnt das letzte Spiel dieses Jahres

"Bei aller Dialogbereitschaft habt ihr vergessen mit uns zu reden"

„Bei aller Dialogbereitschaft habt ihr vergessen mit uns zu reden“

Nach holprigen Start und der bisher einzigen Niederlage gegen den FSV Frankfurt sowie dem Aus im DFB-Pokal hat sich Hertha BSC gefangen und steht mit deutlichem Vorsprung auf einem Aufstiegsplatz. Dabei bot das letzte Heimspiel am vergangenen Samstag gegen eben diesen „Angstgegner“ aus der Mainmetropole erst wenig Erfreuliches: Nasskaltes Wetter und ein zerfahrenes Spiel.

Gleich eine Großchance zu Beginn der Partie führte noch nicht zum Torerfolg.

Gleich eine Großchance zu Beginn der Partie führte noch nicht zum Torerfolg.

Wieder Stille zu Beginn

Nachdem in der letzten Woche von der DFL das umstrittene Konzeptpapier „Sicheres Stadionerlebnis“ abgesegnet wurde, gaben auch an diesem Spieltag die Fans darüber ihren Unmut kund indem sie die ersten 12 Minuten und 12 Sekunden keine (oder kaum) Gesänge anstimmten. Auf einem Plakat der Mitgereisten Frankfurter Fans war währenddessen zu lesen: „So könnte es sein“. Nach den „Schweigeminuten“ kam dann doch wieder Stadionatmosphäre auf und auf der Rückseite des Transparents der hessischen Fangruppe war nun zu sehen: „Doch so soll es sein!“. Auch die Hertha-Fans kritisierten auf einem Banner das Fan-Clubs trotz ausgesprochener Dialogbereitschaft nicht einbezogen waren.

"Ob es regnet oder schneit, jeder hat für Hertha Zeit", heisst es passend in der Vereinshymne.

„Ob es regnet oder schneit, jeder hat für Hertha Zeit“, heisst es passend in der Vereinshymne. Fotos (3): Patrick Rein

Wenig los in Durchgang eins

Doch es wurde auch Fußball gespielt. Und auch wenn die Hauptstädter klar spielbestimmend waren, so gelang die Führung in der zweiten Hälfte jedoch den Gästen. Viele Zuschauer glaubten bereits an die zweite Niederlage gegen den FSV bevor dann Marcel Ndjeng und der in dieser Spielzeit überragende Ronny mit ihren Toren das Spiel drehten und für einen erfreulichen Jahresausklang sorgten. Zumindest bis heute Abend ist Hertha sogar Tabellenführer. Erst dann trifft der bisherige Spitzenreiter Eintracht Braunschweig auf den zweiten Berliner Vertreter FC Union. Zumindest heute werden viele Spandauer, Berliner und Herthaner für 90 Minuten ausnahmsweise mal den Köpenickern die Daumen drücken um auf Platz 1 der Tabelle zu überwintern.

Lokalderby im Februar

Damit ist es nach der Winterpause dann aber auch wieder vorbei, denn bereits am zweiten Spieltag,  Montag den 11. Februar, kommt es im Berliner Olympiastadion zum nächsten Lokalderby zwischen dem BSC und den Eisernen. Mittlerweile sind dafür bereits über 60.000 Karten verkauft.

Patrick Rein

SSV gewinnt Lokalderby gegen Spandauer Kickers

Tabellenführer steht als Aufsteiger fest und gibt sich im Spitzenspiel mit einem 5:1 Sieg vor 135 Zuschauern keine Blöße

Am Sonntag, den 29. April, trafen mit dem Spandauer Sportverein (SSV) und den Spandauer Kickers (Spakis) der Tabellenerste und Zweite der Bezirksliga aufeinander. Im Stadion an der Neuendorfer Str. waren optimale Bedingungen von Rasen und Wetter – es war angerichtet zum Kräftemessen. Bei dem fachmännischen Publikum hingegen herrschten bei Wurst und Bier Unstimmigkeiten darüber, ob der SSV eventuell dem auch auf einem Aufstiegsplatz stehenden Lokalrivalen Schützenhilfe geben und nicht zu stark auf Offensive spielen würde. Denn die Ausgangslage war eindeutig: Der SSV würde selbst bei einer Niederlage mit 15 Punkten Vorsprung und noch sechs ausstehenden Spielen geradewegs Aufstiegskurs halten, während den „Spakis“ dicht der SV Stern Britz 89 folgt.

Freistoss beim Lokalderby

Freistoss beim Lokalderby zwischen dem SSV und den Spandauer Kickers. Foto: Patrick Rein

Lokalderbyzeit in Spandau

Doch mit Anstoß der Partie war schnell klar, dass beide Mannschaften hier heute auf Sieg spielen wollten. Eine ausgeglichene Anfangsphase mit sogar etwas mehr Spielanteilen der Spakis blieb torlos, bis nach einem Eckball dann doch der SSV etwas glücklich die Führung in der 7. Minute erzielte. Es blieb dennoch spannend und hart umkämpft mit Chancen auf beiden Seiten. Erst kurz vor der Halbzeit gelang dem Gastgeber aber dann mit einem schönen Distanzschuss die zwei zu null Halbzeitführung. Leichte Ernüchterung machte sich bei den Spielern der Spandauer Kickers auf dem Weg zur Kabine bemerkbar.

Besonders in der Anfangsphase waren die Spakis um die Führung bemüht.

Besonders in der Anfangsphase waren die Spakis um die Führung bemüht. Foto: Patrick Rein

Abwechslungsreiche Schlussphase

Nicht nur auf dem Rasen sondern auch auf der Tribüne wurde es mit der zweiten Halbzeit ruhiger. Erste Vorbereitungen zur Aufstiegsfeier wurden getroffen, denn mit einem Sieg wäre dieser dem Spandauer Sportverein nicht mehr zu nehmen. Mit einem Konter und der damit verbundenen drei zu null Führung in der 79. Minute schien der Sack auch endgültig zugemacht, doch in der 86. Minute verkürzten die Spandauer Kickers doch noch auf 3:1. In der Nachspielzeit sorgte der SSV mit den Treffern vier und fünf dann für einen in dieser Höhe doch etwas zu hohem 5:1 Endstand.

Mannschaft und Fans des SSV feiern den Aufstieg.

Mannschaft und Fans des SSV feiern den Aufstieg. Foto: Patrick Rein

Fans feiern Aufstieg

Der Anhang und Mannschaft des SSV feierten nach dem Schlusspfiff den erreichten Aufstieg und versicherten mit einem Transparent: „Wir werden weitersiegen – auch in Liga 7.“. Ausgelassene Stimmung bei den Einen, während die anderen weiter bangen müssen. Zwar spielte der direkte Verfolger aus Britz selbst unentschieden wodurch die Spandauer Kickers den zweiten Tabellenplatz mit einem Punkt Vorsprung behaupten, jedoch stehen noch fünf Spieltage aus.

Patrick Rein