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Das Barfly zieht zur Ellipse

Im Rahmen der fete de la musique wird die Bühne in diesem Jahr vom „Plan B“ zur Ellipse verlegt.

Am Freitag ist wieder die längste Nacht des Jahres. Und auch in Berlin wird mittlerweile traditionell der Beginn des Sommeranfangs mit der fete de la musique eingeleitet. Lange machte dieses Ereignis vor den Toren Spandaus halt doch nun hält das Fest auch immer mehr Einzug in die Zitadellenstadt. Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr veranstaltet das Barfly aus der Wilhelmstadt dabei nun an anderem Ort ein Novum.

In diesem Jahr wird sich an der Bühne bei der Ellipse eher ein anderes Publikum einfinden.

In diesem Jahr wird sich an der Bühne bei der Ellipse eher ein anderes Publikum einfinden.

Ellipse zieht mit Mauerpark gleich

Die fete de la musique ist ein Straßenmusikfest bei dem ohne behördliche Genehmigung ausnahmsweise an öffentlichen Orten musiziert werden darf. Dabei steht der „unplugged“ Gedanke im Vordergrund. Elektrisch verstärkte Musik mittels Strom ist grundsätzlich nicht erlaubt. Bisher gab es lediglich eine Ausnahme: Den Mauerpark im Prenzlauer Berg. Doch in diesem Jahr erhält auch eine zweite Bühne dieses Privileg und wird sich in Spandau an der Ellipse befinden.

Menschenansammlungen am Plan B zur fete de la musique gehören vorerst der Vergangenheit an.

Menschenansammlungen am Plan B zur fete de la musique gehören vorerst der Vergangenheit an.

Nachbarschaftsstreit umgehen

Organisiert wird das Ganze vom Szenelokal Barfly, wo es bereits in den letzten zwei Jahren zu großen Feierlichkeiten im Rahmen der fete de la musique kam. Nach Lärmschutzbeschwerden aus deren Umgebung führten Jugendliche zur Durchführung der vergangenen Veranstaltung eine Unterschriftensammlung bei den Anwohnern durch. Mit Erfolg. Die Party mit Live-Musik an der Wilhelmstraße konnte stattfinden. Dennoch gab es wieder vereinzelte Beschwerden beim Ordnungsamt weshalb eine neue Lösung gefunden werden musste.

Bezirksamt unterstützte

Auf der Suche nach einer Möglichkeit sich dennoch wieder an dem Kulturevent beteiligen zu können, stießen Cornelia Ort und Lucie Friede vom Barfly auf tatkräftige Unterstützung der Stadträte Stephan Machulik (SPD) und Carsten Röding (CDU). Gemeinsam wurde der Ort an der Ellipse neben Florida Eis ausgewählt – wodurch die Veranstaltung unter dem Slogan „Eis mit Stil“ steht – und notwendige Anträge ausgefüllt. Organisatoren als auch Unterstützer versprechen somit ein unvergessliches Ereignis bei der längsten Nacht des Jahres. Und neben der Ellipse wird auch noch an anderen Orten des Bezirks musiziert.

Die Berliner Fête de la Musique ist eine Veranstaltung der Stadt Berlin, zu 25 Prozent finanziert durch die Senatskanzlei-Kulturelle Angelegenheiten sowie zusätzlich durch Mittel der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin. Das dezentrale Musikfest in allen Berliner Bezirken wird seit 1995 von Fete Company koordiniert. Die Finanzierung ab 2015 ist hingegen ungewiss. Im nächsten Jahr am Samstag, dem 21. Juni 2014, begeht die FeteBerlin ihr 20. Jubiläum.

Alt und Jung werden auch dieses Mal feiern, jedoch nicht in der Wilhelmstraße sondern an der Ellipse.

Alt und Jung werden auch dieses Mal feiern, jedoch nicht in der Wilhelmstraße sondern an der Ellipse. Fotos (3): Patrick Rein

Programm für Spandau:

Bühne Ellipse, Altstädter Ring 1, 13597 Berlin Spandau

16:00 SchneeWittchens (deep house), 17:30 Tonarmee (deep house), 19:00 Spanks (deep house), 20:00 Suburbians (deep house), 21:00 Gunshine (live, reggae electro)

Spandauer Altstadt

Musikstil(e): SingerSongwriter mit fünf (5) Standorten:
OPEN STAGES, 16:00 bis 18:00 Uhr: offene Bühnen auf denen spontan Künstler spielen können – vor dem Musikhaus Spandau (Moritzstr. 9b) und vor dem Restaurant Prima Luna (Moritzstr 3)

HOF DER STADTBIBLIOTHEK, Carl-Schurz-Str. 13, 16:00-18:30 Uhr: 16:00 Weezle, 16:40 Simone Oberstein (singersongwriter), 17:20 Millionenschulze (schlager, singerSongwriter), 18:00 Roadchat (pop, singersongwriter)

RAAB-PASSAGEN, Carl-Schurz-Str. 53, 16:00-19:00 Uhr: 16:00 Jan Frederik Warda (singersongwriter, dt.), 16:50 Tauchschemel (mittelalter, rock, folklore), 17:40 Fokko Wolkenstein (pop, schlager), 18:30 Paint Attack (folk, pop, country), 19:20 Anouschka Pearlmann (singersongwriter/ SE)

FREILICHTBÜHNE ZITADELLE, 16:00-23:00 Uhr:
Am Juliusturm 60, 13599 Berlin Spandau
16:00 – 23:00 Uhr (Open Air)
Programm: 16:00 tba, 17:00 Salt, 17:30 Berlin Community Ensemble feat. Queen Yahna (gospel/ US), 18:00 R.J. Schlagseite (liedermacher), 19:00 Sascha Gutzeit (singersongwriter & comedy), 20:00 Delta Q (a-cappella), 21:00 Icke & Band (akustik chillrock), 22:15 bis 23:00 Fernando Perez Molinari ( Lichtkunst-Vorführung)

Patrick Rein

Schrecklich feiern im Bezirk

Ob auf der Zitadelle oder in einer der vielen Bars hält auch in Spandau das Halloween-Fest Einzug

In der Nacht vor Allerheiligen, 31. Oktober, steht auch in Deutschland seit Jahren vieles im Zeichen des Kürbisses und furchteinflößenden Verkleidungen. Auch das von Tür zu Tür gehen der Kleinsten mit dem Spruch „Süßes oder Saures“ entwickelt sich zum festen Bestandteil. Halloween selbst hat seinen Ursprung im katholischen Irland und kam erst durch irische Auswanderer in die Vereinigten Staaten. Seit den 90er Jahren verbreiteten sich die Bräuche über Frankreich auch europaweit.

Gruselige Tage stehen Spandau ebenso wie den USA bevor.

Gruselige Tage stehen Spandau ebenso wie den USA bevor. Foto: Rita Köhler_pixelio.de

Kürbis als Symbol

Passend dazu lädt die Freizeitstätte Aalemannufer am Sonntag, den 28. Oktober, von 14 bis 18 Uhr zu einem Familien-Nachmittag ein und bietet dabei viel Interessantes und wissenswertes rund um den Kürbis. Zum Ausprobieren wird selbst gekocht und gebacken: Kürbissuppe, Kürbisbrot und Kürbisgemüse. Kinder können zudem unter Anleitung gemeinsam mit ihren Eltern einen Halloween-Kürbis gestalten! Kleine Basteleien ergänzen den Nachmittag und zum Abschluss gibt es die Sage zum bevorstehenden Allerheiligentag, dem „Halloween“. Der Brauch Kürbisse zum Halloweenfest aufzustellen, stammt  aus Irland. Nach einer Sage lebte dort Jack Oldfield der angeblich durch eine List den Teufel einfing. Nach Jack‘s Tod kam er weder in den Himmel noch in die Hölle. Der Teufel erbarmte sich jedoch und schenkte Jack eine Rübe sowie glühende Kohle um durch das Dunkel wandern zu können. Der Ursprung des beleuchteten Kürbisses war demnach eine beleuchtete Rübe. Da in den USA jedoch Kürbisse in großen Mengen zur Verfügung standen, höhlte man stattdessen diese mit Fratzen aus um böse Geister abzuschrecken.

Zitadelle lädt zum Gruseln

Alle Großen und Kleinen „Geister“ sind traditionell auch wieder am Mittwoch, 31. Oktober, von 17 bis 23 Uhr zum passenden Ambiente der Zitadelle geladen. Im Innenhof sind alle Kostümierten und Unkostümierten Zeugen wenn sich Hexen, Zauberer und Geister aller Art zur großen Grusel-Party mit Bühnenprogramm wie Hexentanz und Feuerzauber versammeln. Der Eintritt dort beträgt 5,00 und ermäßigt bis 12 Jahre 2,00 Euro.

Erwachsene feiern ebenso

Doch nicht nur die Kleinen können sich verkleiden. Auch die Großen haben die Gelegenheit sich neben Fasching mal in Kostüme zu werfen. Den Anfang der Halloween-Partynächte macht dabei das Plan B in der Wilhelmstraße am 27. Oktober ab 20 Uhr. Am Mittwoch geht es dann schaurig schön und gruselig lecker im Brauhaus Spandau weiter, wobei es hier auch eine Kostümprämierung gibt. Den Abschluss machen dann am 2. November das Meilenstein am Juliusturm 104 und am 3. November der Gänsemarkt an der Plantage 1. Der Eintritt ist bei allen Veranstaltungen frei und Kostüme ausdrücklich erwünscht.

Happy Halloween!

Patrick Rein

Musikspektakel in Spandau großer Erfolg

Nach anfänglichen Schwierigkeiten feierten Hunderte an der Ellipse und beim Plan B das fete de la musique

Der Nachwuchs der Musikschule Spandau präsentierte sich auf der Bühne.

Der Nachwuchs der Musikschule Spandau präsentierte sich auf der Bühne an der Ellipse. Foto: Patrick Rein

Die Anfänge des Musikfestes zum Sommeranfang liegen bereits 30 Jahre zurück als der damalige französische Kultusminister fete de la musique ins Leben rief. Mittlerweile ist es zu einem globalen Großereignis geworden und wird allein in Berlin auf über hundert Bühnen zelebriert. Bis heute immer noch unkommerziell. Lediglich zwei Bezirke beteiligen sich nicht am Fest. In Spandau machte im letzten Jahr das Plan B den Anfang und hatte doch dieses Mal einige Hürden zu meistern bis zur endgültigen Teilnahme.

Große Bühne an der Ellipse

Viele Zuhörer wurden zum Verbleiben von unterschiedlichsten Klängen angelockt.

Viele Zuhörer wurden zum Verbleiben von unterschiedlichsten Klängen angelockt. Foto: Patrick Rein

Die Arbeitsgemeinschaft Altstadt Spandau präsentierte zusammen mit Florida Eis sowie dem Mercedes Benz Center  Spandaus größte Bühne an der Ellipse. Von 16 bis 22 Uhr präsentierten sich hier Bands verschiedenster Musikrichtungen. Unter anderem der Nachwuchs der Musikschule Spandau, die ebenso wie die darauffolgenden Profis mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten, dann aber äußerst laut ihre Auftritte absolvieren konnten.

Für die Bühne am Plan B hatten die Jugendlichen selbst sich eingesetzt!

Für die Bühne am Plan B hatten die Jugendlichen selbst sich eingesetzt! Foto: Patrick Rein

Engagement zahlt sich aus

Auch nicht leise ging es in der Wilhelmstraße zwischen Barfly und Plan B zu. Nachdem hier im letzten Jahr die Geschichte von fete de la musique in Spandau begann, wurde ein Antrag als Veranstaltungsort dieses Mal abgelehnt. Ein einmaliger Vorgang in der Geschichte des Festes! Offenbar hatten sich Anwohner über die geplante Bühne beschwert. Doch davon ließen sich die vorgesehenen DJs nicht entmutigen: Zusammen mit ihrer Anhängerschaft starten sie selbst eine Unterschriftensammlung bei den Anwohnern und hatten innerhalb kürzester Zeit über 200 Befürworter.

Publikumsandrang beim Plan B

Für Spandau fast untypisch: Menschenansammlungen aller Generationen.

Für Spandau fast untypisch: Menschenansammlungen aller Generationen feiern gemeinsam und vernünftig fete de la musique. Foto: Patrick Rein

Bei so viel Engagement und kultureller Begeisterung setzte sich auch das Bezirksamt bei den Organisatoren des Musikfestes für den Standort am Plan B ein und so konnte gemeinsam der Veranstaltungsort ins Programm aufgenommen werden. Respekt und Anerkennung den toleranten Anwohnern, den couragierten Jugendlichen, dem Bezirksamt für die Unterstützung sowie dem Plan B für seinen Einsatz. Und: Es sollte sich gelohnt haben! Für unseren Randbezirk fast unüblich versammelten sich Hunderte, meist Jugendliche, vor und an der Bühne um zu tanzen und zu feiern. Friedlich und nach Veranstaltungsende leise und unauffällig. Selbst die Hauptorganisatorin, die sich nach den anfänglichen Problemen einen persönlichen Besuch nicht nehmen ließ, zollte ihren Respekt für das, was hier auf die Beine gestellt wurde. Damit dürfte ein Stück Geschichte bei fete de la musique geschrieben worden sein – und Spandau endgültig ein fester Bestandteil des Musikfestes.

Patrick Rein

Fete de la Musique – Spandau ist dabei

Das größte und auch schönste Musikfest ist mit drei Bühnen in Spandau angekommen

Das Fest, organisiert von der Fete Company, existiert bereits seit 1995 doch dauerte es seine Zeit bis das Event auch in unseren Randbezirk Einzug gehalten hat. Vorreiter war hierbei im letzten Jahr das Plan B. Die „Tochter“ des Barfly’s organisierte in 2011 die erste Bühne auf Spandauer Boden und beteiligt sich auch dieses Mal wieder.

Das Plan B in der Wilhelmstraße machte letztes Jahr den Anfang.

Das Plan B in der Wilhelmstraße machte letztes Jahr den Anfang. Foto: Patrick Rein

Kein Kommerz

Das besondere an Fete de la Musique: Es wird weltweit gefeiert und kein Gewinn erwirtschaftet. Alle Künstler und Bands treten ohne Gage auf kleinen Bühnen oder einfach auf der Straße auf. Für das spontane akustische Musizieren ist keine Anmeldung erforderlich. Aufgrund einer Genehmigung nach Landes-Immissionsschutzgesetzes Berlin/ LImSchG kann im Rahmen der Fete de la Musique berlinweit (in allen Bezirken) unplugged musiziert werden. Über die ganze Stadt verteilt treten an diesem Tag so auf mittlerweile über 100 Bühnen an die Tausend Musiker auf. Und Spandau ist gleich drei Mal dabei.

Ellipse, Inselspinne und Plan B

Der Startschuss fällt überall um 16 Uhr. Während bei den Inselspinnen, Eiswerderstr. 15, eine open Rockstage geboten wird, bei der jeder ob Kinder, Jugendliche oder wer auch immer etwas spielen darf, wobei dafür eine komplette Backline (Schlagzeug, Git Amp, Bass Amp, Piano, PA /Mic) zur Verfügung gestellt wird, gibt es bei den beiden anderen Standorten ein festes Programm. Eine gute Möglichkeit noch für den Song für Spandau Contest Erfahrung zu sammeln.

Rock oder techhouse

Auch die Band merseyside aus Spandau sind auf der Bühne zu sehen.

Auch die Band merseyside aus Spandau sind auf der Bühne zu sehen. Foto: patrick Rein

Vor der Ellipse, gegenüber dem Rathaus, wird es dabei eher rockig zu gehen. Unter anderem präsentieren sich von 18 bis 19 Uhr dort Schülerinnen und Schüler der Musikschule Spandau, bevor es um 20 Uhr in die Richtung des irish und scotish folks geht. Auf der Bühne des Plan B, Wilhelmstr. 144, legen hingegen DJs aus dem Segment techhouse auf, bis es zum Abschluss ab 21 Uhr mit merseyside auch noch mal rockiger wird. Das komplette Programm findet sich unter www.fetedelamusique.de. Bis 22 Uhr steht Spandau damit ganz im Zeichen der Musik!

Patrick Rein

Diskussion über Jugendschutzkontrollen im Spandauer Plan B


Angemessen oder belästigend?

Die Spandauer Internetgemeinde diskutiert seit letztem Samstag über die Kontrollen in der Kneipe Plan B. Die Betreiber des Barfly Plan B hatten einen langen Beschwerdebrief über ihre Facebookseite veröffentlicht, in dem sie unter anderem fragten, womit sie die verstärkten Kontrollen verdient hätten.

Das Plan B beschwert sich über häufige Jugendschutzkontrollen.

Das Plan B beschwert sich über häufige Jugendschutzkontrollen. Foto: Kirsten Stamer

Schon der Beginn des Textes machte aufmerksam:

„WIR SIND SEHR WÜTEND!!!!
Jetzt mal im Ernst, geben wir wirklich diesem Bezirk so viel Anlass uns wie Schwerverbrecher zu behandeln??? Gestern Abend um 00.15 Uhr und nur die Uhrzeit ist eigentlich schon eine Verarschung, schlagen wiedermal (zum dritten mal in wenigen Wochen) das Sonderkommando des Jugendamtes in unserem Laden auf, um unsere Gäste erneut mit Ausweiskontrollen zu belästigen.“

In dem Text wurde weiterhin erwähnt, dass es nie Probleme mit jugendlichen Gästen gegeben habe, man aber, um die Gesetze einzuhalten, ein Einlassverbot für unter 18-Jährige erlassen habe und dies mit Ausweiskontrollen durchsetze. In den letzten Wochen sei durch das Jugendamt drei Mal kontrolliert und kein Jugendlicher unter 18 angetroffen worden. Die Gäste würden durch die Kontrollen belästigt. Auch einen Lösungsvorschlag gab es laut Plan B:

„Wir verstehen unter Jugendschutz, dass wir aufpassen, dass junge Menschen kultiviert bei uns ausgehen können. Und wenn das Amt einfach mal ohne zu kontrollieren vorbei käme, würden sie sehen, dass junge Menschen bei uns gut aufgehoben sind. Dann gäbe es auch keinen Anlass uns als ihren Gegner zu betrachten. Wir haben dem Amt vorgeschlagen mit uns zusammen zu arbeiten z.b. in dem Streetworker mal eine Schicht mitlaufen um unsere Arbeit zu beobachten, kritisieren und beurteilen zu können doch diese Form der Zusammenarbeit wurde uns verwehrt und andere Vorschläge gab es nicht.“

Anfrage beim Bezirksamt

Seither wurde für diesen Text 175 mal der „I-like-Button“ geklickt. Etliche Spandauer beteiligten sich mit insgesamt 50 Kommentaren an der Diskussion und versicherten dem Plan B ihre Unterstützung. Auch die Politik wurde auf die Diskussion aufmerksam. So versicherte neben CDU Mitgliedern auch Emilio Paolini, der Fraktionsvorsitzende der Spandauer Piraten Fraktion sich in der BVV für das Plan B einzusetzen. Paolini richtete am Dienstag eine schriftliche Anfrage an das Bezirksamt, in der unter anderem nach der Anzahl der Jugendschutzkontrollen in gastronomischen Betrieben in Spandau im Jahre 2011 gefragt wurde. Um die insgesamt sechs Fragen zu beantworten hat das Bezirksamt nun drei Wochen Zeit.

Doch Jugendliche im Plan B?

Aber auch im Jugendhilfeausschuss, ebenfalls am Dienstag, dem 27.03, wurde das Thema besprochen. Janine Schneider von der CDU Fraktion bat Bildungsstadtrat Gerhard Hanke um Aufklärung. Dieser war, nach Berichten von Paolini, gut vorbereitet und hatte schon einen entsprechenden Mitarbeiter zur Hand. Dem Grundsatz der „piratischen“ Transparenz folgend, stellte Paolini seine Notizen des Jugendhilfeausschusses in das Internet. Nach seiner Erinnerung wurde erklärt, dass schon im Dezember zwei Jugendliche Nachts im Plan B angetroffen wurden und in den darauffolgenden monatlichen Kontrollen dort immer wieder Jugendliche angetroffen worden seien. Erst im März sei eine Kontrolle ohne Beanstandung zustande gekommen. Bei Auffälligkeiten werde mit Wissen des Gastwirtes jeweils nach vier Wochen erneut kontrolliert.
Nun sind wir gespannt wie es weitergeht, wie die Anfrage beantwortet wird und ob das Plan B und das Bezirksamt in Sachen Jugendschutz zu einer einvernehmlichen Lösung kommen.

Kirsten Stamer

Plan B / Styroporno präsentieren Club-Sounds und Live-Beats in der Freilichtbühne


Samstag, 10.09.2011 | 12:30 bis 22:00 Uhr

Ein loser Verbund junger Künstler präsentiert sich in unterschiedlichen Genres erstmalig in der Freilichtbühne an der Zitadelle. Ihr Programm ist so bunt und abwechslungsreich wie sie selbst: von Schülerbands mit Rockcoversounds bis hin zu ElectroTecHouse Sounds aus den Reglern junger DJ´s wird einiges geboten,

mit den Bands Tinitus, Prepo Caramba, The Medication, Ru`ban, Anton Live!!

und den DJs Antonarmee, Schneewittchens, soulsmacked, Vincent Vega & Björn Baru, Spanks, Gustav Gans & ..

Eintritt: 5,- €