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Schweden feiern im Olympiastadion

Die Deutsche Fußballnationalmannschaft spielte am Dienstagabend in Berlin nach 4:0 Führung nur unentschieden

Was für ein unvergessliches Ereignis, welches Spandauer, Berliner und Zugereiste im Olympiastadion sowie Millionen von Zuschauern an den Fernsehgeräten Dienstagabend verfolgen konnten. Schon im Vorfeld wurde das Spiel zwischen Deutschland und Schweden der Qualifikationsgruppe C für die Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien zum Favoritentreffen erklärt. Was die Truppe von Bundestrainer Jogi Löw aber in den ersten 60. Minuten ablieferte, dürfte die ganze Fußballwelt erstaunt wenn nicht sogar vor Ehrfurcht erstarren lassen haben:  Gleich mit einem Pfostentreffer beginnend gelang alles, Resultat eine 3:0 Halbzeitführung die in der zweiten Hälfte sogar auf vier Tore ausgebaut wurde.

Im weiten Rund des Olympiastadions war alles bereit fürs Spitzenspiel.

Im weiten Rund des Olympiastadions war alles bereit fürs Spitzenspiel.

Fußball kurios

Spätestens da schien der Sack bereits zugemacht. Spieler schalteten einen Gang runter um sich für die anstehenden Aufgaben in den Vereinen zu schonen und das Publikum übte sich fortan in La-Ola-Welle und „Ohhh, wie ist das schön“-Gesängen. Der schwedische Anschlusstreffer durch Superstar Zlatan Ibrahimovic ging in all den Feierlichkeiten fast unter. Kurzzeitig wurde die Aufmerksamkeit wieder verstärkt aufs Spiel gerichtet, nachdem der Vorsprung durch Neuer’s Torwartfehler auf zwei Tore dahin geschmolzen war. Doch weiterhin herrschte die Überzeugung, dass die Nationalelf clever genug sei, die immer noch bestehende Führung zu verwalten.

Fanchoreographie und nahezu ausverkauftes Stadion warteten auf den Anpfiff.

Fanchoreographie und nahezu ausverkauftes Stadion warteten auf den Anpfiff.

Profis wie Amateure

Was jedem Freizeit- und Amateurtrainer bekannt aber immer ein Phänomen bleiben wird, unterlief in der verbleibenden Spielzeit nun auch den Vollzeitprofis der Nationalmannschaft: Nachdem beim klaren Stand von 4:0 – niemand hätte es bei glücklichem Ausgang verübelt – einen Gang runter geschaltet wurde, schaffte es das Team nicht nun notwendigerweise wieder „hochzuschalten“. Konzentration konnte nicht aufgebaut werden und die einzigen drei gelben Karten gab es in einer überaus fairen Partie einzig und allein fürs deutsche Team – doch nicht für Foulspiel sondern Spielverzögerung.

Während des Spiels noch schwarz-rot-gold, danach nur noch blau-gelbe Freude.

Während des Spiels noch schwarz-rot-gold, danach nur noch blau-gelbe Freude. Fotos (3): Patrick Rein

Schweden jubeln

Während sich Schwedens Fußballer in die Partie zurückgekämpft hatten und an das fast nicht mehr für möglich gehaltene glaubten, gelang der deutschen Mannschaft so gut wie nichts mehr. Die Leichtigkeit der ersten Stunde war dahin. Einzig und allein ist dem Bundestrainer dabei höchstens vorzuwerfen, dass anstatt die Defensive zu verstärken, alle Wechsel im Offensivbereich vorgenommen wurden. Unglaublich aber wahr gelang den Schweden nach dem 4:3 dann kurz vor Schluss sogar noch der wie einen Sieg gefeierte Ausgleichstreffer. Sprachlos hingegen war Jogi’s Elf.

Nicht nur bei IKEA Spandau dürften nach diesem denkwürdigem Fußballabend nach dem Midsommar-Fest nun wahrscheinlich auch das Berlinwundar ins Programm aufgenommen werden. Vielleicht in Form eines Regals, welches nach vier stabilen Brettern und null verbliebenen Schrauben in sich zusammenbricht.

Patrick Rein

Göteborg und Spandau – ein Städtevergleich

Nicht nur bei der Pisa-Studie haben skandinavische Länder meist die Nase vor, daher wagen wir den etwas anderen Vergleich

Auch wenn Spandau keine Stadt sondern lediglich ein Bezirk der Stadt Berlin ist, so fühlen wir uns doch meist eigenständig. Ewig hält die Diskussion an, ob es nun Spandau bei Berlin oder Berlin bei Spandau heißen muss. Daher stellen wir uns heute dem Vergleich mit Göteborg, der zweitgrößten Stadt Schwedens.

Ein Blick vom Viermaster, der als Restaurant und Hotel im Hafen liegt.

Ein Blick vom Viermaster, der als Restaurant und Hotel im Hafen liegt.

Die Ausgangslage

Die schwedische Stadt an der Westküste hat zwar doppelt so viel Fläche und auch Einwohner, doch bei der Bevölkerungsdichte liegen wir gleich auf. Sie verfügt darüber hinaus über den größten Exporthafen Nordeuropas, da kann Spandau als einer der wasserreichen Bezirke Berlins nicht mithalten. Der Automobilhersteller Volvo ist einer der Hauptarbeitgeber, in unserem Vergleich also gleichbedeutend und prägend wie Siemens für Spandau. Mit mehreren Produktionsstätten gehören wir ebenso wie Göteborg trotz Eurokrise zu den wirtschaftlich stabilen „Städten“.

Architektonisch hat die Stadt an der Westküste Schwedens viel zu zeigen.

Architektonisch hat die Stadt an der Westküste Schwedens viel zu zeigen.

Architektonisches Highlight

Die skandinavischen Länder rühmen sich mit einer annähernden Vollbeschäftigung, bei einem sightseeing entsteht jedoch schnell ein gegenteiliger Eindruck. Denn bettelnden und alkoholisierten Personen begegnet man auch dort häufiger. Und das obwohl der Konsum alkoholischer Getränke in der Öffentlichkeit verboten ist. Wobei wirklich auf den Straßen kaum jemand mit einer „Flasche“ in der Hand zu sehen ist. Und auch im Jugendschutz gelten deutlich härtere Richtlinien. Noch professionalisierter als bei uns erscheint auch das Leergutsammeln, was jedoch auch hier ein aufstrebender Wirtschaftszweig geworden zu sein scheint. Architektonisch hat Göteborg die Nase wieder deutlich vorn. Restaurierte Fassaden der alten Gebäude laden ambitionierte Hobbyfotografen nahezu sekündlich zum auslösen ein. Hier ist deutlich bemerkbar, dass die Stadt von einer Bombardierung während der Weltkriege verschont war.

Straßenmusiker und Künstler an nahezu jeder Ecke gehören zum Stadtbild.

Straßenmusiker und Künstler an nahezu jeder Ecke gehören zum Stadtbild.

Kultur und Sport

Den wesentlichen Unterschied machen jedoch die Kultur und Sport aus. In den Fußgängerbereichen der Altstadt stehen an jeder Ecke Bands, Artisten oder Künstler, die dem Publikum ihr Können präsentieren. Es gehört zum Straßenbild und wird im Gegensatz zum deutschen Ordnungsbewusstsein gefördert oder zumindest toleriert. Die sanitären Anlagen als auch die gesamten Schulkomplexe samt Sportanlagen sowie öffentliche Gebäude machen einen gepflegten Eindruck. Da kann Spandau leider nicht mithalten. Mit zwei der größten internationalen Jugendturniere – ein Mal im Fußball und auch im Handball – scheint die Stadt solche Projekte tatkräftig zu unterstützen und zu fördern.

In Göteborg hat man uns "Spandauer" einfach zum fressen gern.

In Göteborg hat man uns „Spandauer“ einfach zum fressen gern. Fotos (4): Patrick Rein

Fazit

Es ist natürlich immer schwierig Äpfel mit Birnen zu vergleichen, doch schadet es nie einen Blick über den Tellerrand zu wagen. Spandau braucht solche Gegenüberstellungen auch sicherlich nicht zu scheuen.

Patrick Rein

Die Welt zu Gast in Schweden

SG ASC/VfV Spandau nimmt zum zweiten Mal am größten Jugendhandballturnier der Welt teil

Ein Mal im Jahr kommt die Handballjugend von allen Kontinenten zum Partille Cup nach Göteburg. Mit mehr als 1000 Mannschaften und rund 14000 Teilnehmern aus über 40 Nationen ein beeindruckendes Ereignis. Die ganze Stadt scheint in diesen Tagen im Handballfieber: Die Straßen gesäumt von Partille Cup Flaggen und überall Handballer in Trikots mit den entsprechenden Schlüsselbändern des Turniers.

Das größte Jugendhandballturnier der Welt: der Partille Cup in Göteburg.

Das größte Jugendhandballturnier der Welt: der Partille Cup in Göteburg. Foto: Patrick Rein

Acht Spandauer Mannschaften

Zum zweiten Mal hintereinander organisierte auch die SG ASC/VfV Spandau für acht ihrer männlichen und weiblichen Jugendmannschaften eine Teilnahme an diesem spektakulären Ereignis. Das Abenteuer begann dabei für Aktive und deren Betreuer mit einer gut zwölfstündigen Anreise mittels Bussen und Fähre am letzten Sonntag. Untergebracht werden die Teams aller Länder dafür in unterschiedlichen Schulkomplexen Göteborgs. Mit der all inclusive card sind sowohl die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel sowie Frühstück, Mittag und Abendessen in einer Messehalle als auch freier Eintritt in den Lieseberg – Skandinaviens größtem Freizeitpark – enthalten.

Alle über 100 Teilnehmer der SG ASC/VfV Spandau.

Alle über 100 Teilnehmer der SG ASC/VfV Spandau. Foto: Patrick Rein

Sportliche Herausforderung

Bereits am Dienstag startete das Turnier. Auf Grund des hohen Zuspruchs in Nordeuropa im Handballsport werden die Spieler im Gegensatz zu Deutschland in Staffeln nach Geburtsjahr eingeteilt. In Gruppen mit mindestens 6 Mannschaften wird anfangs im Modus jeder gegen jeden bis einschließlich Donnerstag die Platzierung zur Teilnahme am A- oder B-Turnier, welches dann im k.o.-Modus ausgetragen wird, erspielt. Dabei erreichten 3 Spandauer Teams das A-Turnier, die restlichen spielten in der schwächeren „Trostrunde“, wobei jedoch die Jungs bis 15 Jahre dort erst im Halbfinale ausschieden.

Beeindruckend wie eine ganze Stadt einzig und allein im Zeichen einer Sportart steht.

Beeindruckend wie eine ganze Stadt einzig und allein im Zeichen einer Sportart steht. Foto: Patrick Rein

Kleberverbot in Berlin

Besondere Regelungen im deutschen Handballsport, wie beispielsweise eine offensive Abwehrvariante in den jüngeren Spielklassen, als auch ein gerade in Berlin herrschendes „Kleberverbot“ erschwerten den Jungs und Mädels dabei vorerst das Mitspielen. Wer im Handball nicht so vertraut ist: Mit Kleber wird ein heute meist synthetisches Haftmittel bezeichnet, welches das Fangen erleichtert, aber auch den Wurf äußerst beeinträchtigt. Zudem wurde eine deutlich härtere internationale Spielweise von den Gästen aus Spandau wahrgenommen. Alles in allem ein ungewohntes Kräftemessen.

Spaß im Vordergrund

Doch neben der sportlichen Herausforderung, die sich bis zu den Finalspielen am Samstag erstrecken kann, standen das Erleben eines internationalen Zusammenkommens sowie der Spaß im Vordergrund der einwöchigen Reise. Neben einer großen Eröffnungsfeier mit olympiareifem Showprogramm und allen Teilnehmern im Scandinavium fand von Mittwoch bis Freitag ein players club statt – ausschließlich für die Kinder und Jugendlichen und ohne Alkohol, wie beim gesamten Turnier. Für alle Mitgereisten in diesem Jahr war es wieder ein unvergessliches Ereignis mit vielen neuen und bleibenden Eindrücken. Zudem ist es beeindruckend wie eine ganze Stadt so ein Jugendturnier unterstützt und zelebriert.

Patrick Rein

Spandau in Schweden vertreten

Die Jugendabteilung der SG ASC/VfV Spandau nimmt auch in diesem Jahr am größten Handballturnier der Welt teil

Mit rund 100 Kindern und Jugendlichen in insgesamt acht Mannschaften haben sich Spandaus Handballerinnen und Handballer im Alter von 13 bis 18 Jahren samt Betreuern auf den Weg in Schwedens zweitgrößte Stadt Göteborg gemacht. Los ging es mit Reisebussen bereits am Sonntagabend während der Turnierauftakt beim sogenannten Partille Cup am Dienstag erfolgte. Doch wie den Profis musste auch dem Nachwuchs ein zeitlicher Vorlauf zur Akklimatisierung gegeben werden.

Ganz Göteborg, zweitgrößte Stadt Schwedens, zeigt Flagge zum Partille Cup.

Ganz Göteborg, zweitgrößte Stadt Schwedens, zeigt Flagge zum Partille Cup. Foto: Patrick Rein

Eröffnungsveranstaltung à la Olympia

Bereits abends stand dann nach dem ersten von fünf Turniertagen auch gleich ein weiteres Highlight auf dem Programm: Die Eröffnungsfeier im Scandinavium, einer der größten Mehrzweckhallen Nordeuropas, mit gut 12.000 Plätzen. Dort werden die insgesamt über 1000 Mannschaften und Handballer aus der ganzen Welt wie die Teilnehmer und Gäste bei den Olympischen Spielen offiziell begrüßt. Ein Erlebnis welches die Spandauer Spielgemeinschaft schon im letzten Jahr genießen konnte und auf Grund der großen Begeisterung von Alt und Jung nun wiederholt.

Die Eröffnungsfeier im Scandinavium hat den Hauch von Olympia.

Die Eröffnungsfeier im Scandinavium hat den Hauch von Olympia. Foto: Patrick Rein

Spiele auf höchstem Niveau

Der Partille Cup mit dem Untertitel „A world of handball“ ist, neben einem internationalen Jugendfußballturnier, das Sportereignis in Göteborg. Beeindruckend wie die Stadt den Nachwuchssport fördert und unterstützt. Über Unterkunft in Schulgebäuden, der Verpflegung aller Teilnehmer als auch dem sportlichen Bereich ist das Turnier professionell organisiert und geplant. Dennoch hat alles den typisch nordischen Charme und nahezu familiäres Ambiente. Spielerisch haben die Spandauer dabei gegen die skandinavischen Mannschaften meist jedoch wenig entgegenzubringen. Aber im Sport ist ja bekanntlich vieles wenn nicht sogar alles möglich.

Das größte Handballturnier der Welt und ein Kräftemessen der Nationen.

Das größte Handballturnier der Welt und ein Kräftemessen der Nationen. Foto: Patrick Rein

Facebook für Daheimgebliebene

Für alle die nicht bei diesem besonderen Ereignis dabei sein können, bieten die Spandauer dabei einen ganz besonderen Service: Während des fünftägigen Spielbetriebs können die Ereignisse in Schweden auf einer eigens eingerichteten Facebook-Seite „Ikea wir kommen“ oder auch über den Blog unter www.handball-in-spandau.de verfolgt werden. Darüber hinaus sind auch wir auf einen Nachbericht hier bei mein-spandau.info nach der Rückkehr gespannt!

Patrick Rein

Roxette auf der Zitadelle Spandau

Charm School Cover © Roxette

Charm School Cover © Roxette

Roxette spielen Open-Air auf der Zitadelle in Spandau. Seit 1986 gibt es das Pop-Duo aus Schweden. Ihr musikalisches Talent werden Per Gessle und Marie Fredriksson in einem live-Konzert den Mengen darbieten. Ihr aktuelles Album „Charm School“ verkaufte sich bisher sehr erfolgreich. Mit ihren Rock/Pop-Songs gehören Roxette mit mehr als 70 mio. verkauften Platten zu einer der erfolgreichsten Bands der 80er und 90er Jahre. Konzertbeginn ist um 19.00Uhr!

Mando Diao – live

© Mando Diao

© Mando Diao

Die Band Mando Diao kommt aus Schweden spielt Garage Rock und Alternative Rock unplugged. Ihr neues Album heißt „Above and Beyond“. Konzertbeginn ist um 19.00 Uhr, Einlass bereits ab 17.30 Uhr.