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Es kommt Licht ins Dunkle

Der Gewinnerentwurf zur Umgestaltung der Bahn-Unterführung an der Klosterstraße steht fest

Sie ist schon lange ein Dorn im Auge der Spandauerinnen und Spandauer aber auch Besucher schreckt sie ab: Die Unterführung an der Klosterstraße zwischen Rathaus und Arcaden. Aus drei eingereichten Vorschlägen hat die Jury nun den Gewinner ermittelt. Dieser als auch die anderen beiden Entwürfe können noch bis zum 24. Februar im Untergeschoss der Spandauer Arcaden begutachtet werden. Die finanziellen Mittel werden aus dem Programm „Aktive Stadtzentren“ zur Verfügung gestellt.

Baustadtrat Carsten Röding erläuterte die Entscheidung der Jury für den Gewinnerentwurf.

Baustadtrat Carsten Röding erläuterte die Entscheidung der Jury für den Gewinnerentwurf.

Heller, leiser, schöner

Bei der Ausstellungseröffnung am 14. Februar erläuterte Baustadtrat Carsten Röding die Entscheidungskriterien. Dabei sollte die Unterführung nicht nur augenscheinlich aufgewertet, sondern auch im Rahmen der beschränkten Umgestaltungsmöglichkeiten – die Unterführung ist Eigentum der Deutschen Bahn – der Verkehrslärm gedämmt und heller werden. Dies wird durch eine Mittelwand und Schallisolierung sowie LED-Leuchten erreicht. Die zahlreichen Interessierten bei der Ausstellungseröffnung äußerten dennoch Bedenken in Bezug auf Reinigung durch die zahlreichen Waben, dem anhaltenden Tauben-Problem sowie Verunstaltung durch Graffiti. Sicherlich können nicht alle Probleme ausreichend gelöst werden, doch wird die Unterführung aufgewertet und dadurch voraussichtlich verstärkt genutzt werden statt den Umweg durch die Bahnhofshalle zu nehmen.

Neben Center-Manager Bernd Muchow (re.) interessierten sich auch viele Besucher der Arcaden für die Ausführungen Rödings.

Neben Center-Manager Bernd Muchow (re.) interessierten sich auch viele Besucher der Arcaden für die Ausführungen Rödings. Fotos (2): Patrick Rein

Großzügige Beteiligung

Bei allen Bedenken zeigten sich Röding als auch Center-Manager Bernd Muchow – die Arcaden beteiligen sich finanziell an der Umgestaltung – überaus zufrieden mit dem Gewinnerentwurf und stellten zudem fest, dass es jetzt noch an die Feinheiten der Maßnahmen geht. In idesem Zusammenhang werden auch Gespräch mit der DB AG als Eigentümer der Brücke sowie der Ströer AG als Ansprechpartner der Werbetafeln bezüglich Beteiligungen und Unterstützung geführt. Mit der Umsetzung ist nun das Bearbeitungsteam von aletja plus GmbH, livebau solutions GmbH und AiR Ingenieurbüro GmbH betraut, die den Gewinnerentwurf eingereicht hatten. Bereits Ende 2014 soll die Umgestaltung vollzogen sein. Welche Verkehrsbeeinträchtigungen die Bürgerinnen und Bürger während dieser Zeit erwarten, ist noch nicht abzusehen.

Neben den Arcaden ist auch hier bei uns der Gewinnerentwurf komplett anzuschauen:

Gewinnerentwurf_Unterführung

Patrick Rein

Unterführung an der Klosterstraße im neuen Glanz

Austellung zum Projekt ab Februar 2013

Entwurf: Unterführung KlosterstraßeUm die DB-Unterführung an der Klosterstraße attraktiver zu gestalten, hat das Programm „Aktive Stadtzentren“ Mittel bereitgestellt und im vergangenen Jahr eine Ausschreibung veranlasst. Bei dieser konnten drei Arbeitgemeinschaften aus Fachplanern (Akustiker, Lichtplaner u.ä.) ihre Entwürfe einreichen. Vor zwei Wochen kürte das Gremium den Sieger: das Bearbeitungsteam von aletja plus GmbH, livebau solutions GmbH und AiR Ingenieurbüro GmbH. Der Entwurf sieht hinterleuchtete Wände und schallobsobierende Flächen vor. Am 14.02.2013 um 11.00 Uhr wird Baustadtrat Carsten Röding, im Erdgeschoss der Spandau Arcaden, die 10-tägige Ausstellung des Entwurfs eröffnen. Die Spandau Arcaden unterstützen das Vorhaben ebenfalls finanziell. Laut Planung sollen die Maßnahmen bis Ende 2014 abgeschlossen sein.

Unsere Unterführung soll schöner werden

Bald ist es vorbei, mit dem dunklen „Tunnel“ von der Altstadt in die Wilhelmstadt

Unterführung an einem ruhigen Sonntag Vormittag (Foto: Ralf Salecker)

Unterführung an einem ruhigen Sonntag Vormittag (Foto: Ralf Salecker)

Der Weg von der Spandauer Altstadt in die Arcaden oder Wilhelmstadt oder auch umgekehrt ist nicht gerade der Ort, den man Freunden und Touristen zeigen würde, wenn die schönsten Orte des Bezirks besichtigt werden sollen. Hat man die Unterführung passiert, darf man gleich den nächsten Schadfleck bestaunen – die gammelnde Ruine der alten Post. Es ist laut und dunkel in der Unterführung der Deutschen Bundesbahn in der Spandauer Klosterstraße. Viele nehmen darum den kleinen Umweg durch den Bahnhof in Kauf, nur um nicht unter der Eisenbahnbrücke hindurch zu müssen.

40.000 bis 50.000 Fahrzeuge sollen sich hier tagtäglich entlang bewegen. Während oben S-, Regional- und Fernbahn fahren, bewegen sich darunter Fußgänger, Radfahrer und motorisierter Verkehr. Damit könnte es irgendwann in der Zukunft vorbei sein. Was in anderen Bezirken schon durchgeführt wurde, könnte auch in Spandau Wirklichkeit werden? Nein! Natürlich wird der Verkehr nicht abnehmen oder gar umgelenkt werden. Der düsteren schmuddeligen Ecke könnte der Garaus gemacht werden.

In zwei Schritten in eine bessere Zukunft

Die Unterführung ist laut, dunkel und wird von einigen als sogenannter Angstraum empfunden. Dabei bedeutet Angst nicht, dass es eine konkrete Gefahr gibt. Allein das Gefühl, die Unsicherheit, es könnte es Unangenehmes geschehen, genügt, um solche Orte zu meiden. Das soll sich ändern.

Interessenbekundungsverfahren

Ingenieurbüros, Lichtplaner, Akustiker können sich beim Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement für das Projekt bewerben. Eine Jury wählt vier Bewerber aus, die ein Konzept für die Umsetzung entwickeln sollen. Allein für die Konzeptentwicklung ist eine Aufwandsentschädigung von 6000 Euro vorgesehen.

Gutachterverfahren zur Aufwertung der Unterführung

Zu gestalten ist ausschließlich der Raum unterhalb der Brücke, wobei die Werbeflächen außerhalb des „Tunnels“ mit einbezogen werden dürfen. Ein positiver Erlebnisraum ist das hochgesteckte Ziel. Bauliche Veränderungen sollen dazu verhelfen, den Lärm deutlich zu mindern. Künstlerische Konzepte und eine bessere Lichtgestaltung sollen den Fußgängern die Vorbehalte nehmen, diesen Ort zu durchschreiten. Etwa 400.000 Euro an Fördermitteln stehen zur Verfügung, um das ausgewählte Konzept in die Tat umzusetzen.

Entscheidungskriterien für die Teilnahme an der zweiten Stufe des Auswahlverfahrens sind nachgewiesene einschlägige Erfahrungen hinsichtlich der Ausführungsplanung, Innovationsfreude, eine überzeugende erste Bearbeitungsidee und die Qualität der eingereichten Referenzprojekte.

Bis zum 31.7.2012, 12:00 Uhr sind die Bewerbungen schriftlich beim Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement (KoSP) GmbH, Schwedter Straße 34a, 10405 Berlin (Telefon 030/33 00 28 30 bzw. per E-Mail an Tennert-Guhr@kosp-berlin.de) einzureichen.

 

Ralf Salecker