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Startschuss zum neuen Semester

VHS Spandau mit neuem Programm zum Frühjahrssemester

Voller Elan ins neue Semester starten, mit dem Programm der VHS Spandau!

Voller Elan ins neue Semester starten, mit dem Programm der VHS Spandau!

Die Volkshochschule Spandau startet nach der Winterpause mit einem neuen Programm ins Frühjahrssemester.

Mit rund 600 Kursen und Veranstaltungen bietet die VHS Bildung in den Bereichen Sprachen, Gesundheit und Kultur an. Auch politische und berufliche Bildungsmöglichkeiten gehören zum aktuellen Programm der Bildungseinrichtung. Das aktuelle Programm liegt an vielen öffentlichen Stellen in Spandau aus und ist auf vhs-spandau.de und vhs.berlin.de abrufbar.

Für weitere Informationen steht Ihnen das Team der VHS Spandau

Moritzstraße 17
13597 Spandau
Telefon (030) 902 79 5000

gerne zur Verfügung. Die Sprechzeiten zur persönlichen Anmeldung sind,

  • Montag und Dienstag 10.00 – 13.00 Uhr
  • Donnerstag 16.00 – 19.00 Uhr, diese gelten nicht in den Ferien.

 

 

Über 10.000 Spandauer sind Analphabeten

Nach einer Studie sind in Deutschland 7,5 Millionen der erwerbsfähigen Bevölkerung funktionale Analphabeten

Das Ergebnis der leo.-Level One Studie erregte bereits bei ihrem erscheinen im Jahr 2010 große Aufmerksamkeit. Demnach sind 4 Prozent – zirka 2,3 Millionen – der erwerbsfähigen zwischen 18 und 64 Jahren Analphabeten. Über 14 Prozent, rund 7,7 Millionen Menschen, gelten als funktionale Analphabeten, das heißt die Betroffenen können zwar teilweise einzelne Sätze lesen und schreiben, nicht jedoch zusammenhängende Texte wie etwa Arbeitsanweisungen, Behördenbriefe, Zeitungen oder Bücher.

Dr. Ernst Dieter Rossmann und Swen Schulz am Mittwoch im Kulturzentrum "gemischtes"

Dr. Ernst Dieter Rossmann und Swen Schulz am Mittwoch im Kulturzentrum „gemischtes“

Alphabetisierung fördern

Unter diesen Gesichtspunkten lud der Bundestagsabgeordnete Swen Schulz (SPD) zusammen  mit Dr. Ernst Dieter Rossmann, Sprecher der AG Bildung und Forschung der SPD-Bundestagsfraktion,  am Montag zur Diskussion ins Kulturzentrum „gemischtes“ in Staaken. Zwar wurden mittels Fernsehspots und Finanzierung von Maßnahmen erste Schritte eingeleitet, doch eine wirkliche Initialzündung blieb aus. So berichteten auch die Teilnehmer unterschiedlichster Einrichtungen von Problemen aber auch Erfolgen. Beispielsweise bietet die Volkshochschule Spandau entsprechende Kurse für Erwachsene an und diese werden von den Betroffenen auch angenommen.

Das Thema zur Überwindung des Analphabetismus interessierte nicht nur Swen Schulz.

Das Thema zur Überwindung des Analphabetismus interessierte nicht nur Swen Schulz.

Angebote reichen nicht aus

Doch auch weiterhin herrscht ein hoher Bedarf und das Problem darf nicht in Vergessenheit geraten, sondern muss weiter im Fokus liegen. Neben den bisherigen Angeboten wie an den Volkshochschulen müssen weitere Initiativen sich der Alphabetisierung annehmen und eine stärkere Vernetzung geschaffen werden. „Bei dem Thema Analphabetismus geht es um Chancen und gesellschaftliche Teilhabe. Wir brauchen eine ehrliche und offene Diskussion über die Ursachen und niedrigschwellige Angebote, um den Menschen vor Ort, also auch hier in Spandau zu helfen“, so Swen Schulz. Besonders bei Behördenschreiben ist man schon ohne Handicap oftmals überfordert. Es ist sicherlich übertrieben – wie ein Teilnehmer der Veranstaltung unterstellte – dass Behörden bewusst und absichtlich Personen mit erkennbaren Verständnisschwierigkeiten benachteiligen würden. Dennoch müssen gerade amtliche Bescheide nicht nur verstanden sondern erst ein Mal gelesen werden können.

Weiterbildungsangebote schaffen

Und deren Anteil liegt noch mal um einiges höher als die zwei bisher dargestellten Analphabeten und funktionalen. Denn eine dritte Gruppe, diese umfasst 13,3 Millionen Menschen und stellt 25,9 Prozent der erwachsenen Bevölkerung dar, verwenden zwar die vertraute Standardsprache, können aber nur fehlerhaft schreiben und Bücher, Zeitungen und Behördenschriftstücke lesen. Auch für diese Gruppe müssen Angebote geschaffen werden, um sie für mögliche Weiterbildungsprogramme ansprechen zu können.

Patrick Rein

Mit guten Vorsätzen in die Volkshochschule Spandau

Körper und Geist etwas Gutes tun

Volkshochschule Spandau

Volkshochschule Spandau

Das alte Jahr liegt noch nicht so weit zurück, doch die guten Vorsätze für das neue Jahr haben viele schon jetzt über Bord geworfen. Oder? Jedes Jahr aufs Neue wollen Mann und Frau mehr für die Gesundheit tun, einen ganz speziellen Fortbildungskurs belegen oder ihre Allgemeinbildung auf Vordermann bringen.

Ein wenig Zeit, bis zum offiziellen Semesterbeginn der Volkshochschule Spandau scheint noch zu sein. Das Frühjahrssemester geht vom 11. Februar bis zum 21. Juni 2013. Doch einige Kurse beginnen schon am 8.Januar. Die bekannten und beliebten Kurse sind möglicherweise schon jetzt belegt. Oft sind es immer die gleichen Leute, die sich in den Kursen zusammenfinden. Es muss sich also lohnen. Preiswert sind die Kurse allemal.

Flexibel mit dem Flexibar

Es lohnt sich, einfach mal so durch das Angebot zu stöbern, um sich die weniger bekannten Kurse anzuschauen. Dort könnte sich die eine oder andere Perle entdecken lassen.

Wissen sie, was Bioswing ist? Nein, es ist keine biologisch abbaubare Tanz-Art. Das passende Sportgerät dagegen werden bestimmt schon einmal gesehen haben, den Flexibar. Ein langer dünner Stab aus Fiberglas, mit einem weichen Griff in der Mitte, der in unterschiedlichsten Köperhaltungen in gleichmäßige Schwingungen gebracht werden muss. Was sich so leicht anhört fordert dann doch eine Menge Anstrengung. Obwohl keine schweren Gewichte, wie beim normalen Krafttraining genutzt werden, trainiert es doch die Tiefenmuskulatur. Am 11.2. beginnt der passende Kurs „Flexibel mit dem Flexibar“ (Sp3.500F) mit Kirsten Heidler in der VHS-Filiale in der Eiswerderstraße 7.

Wie sah es früher in Spandau aus?

Mit Jürgen Grothe in die Spandauer Vergangenheit reisen! Wer sich ein wenig über die Altstadt sowie deren Häuser und Bewohner informieren möchte, dem sei die Lesung (Sp1.427aF) von Jürgen Grothe im Lesecafé der Stadtbibliothek ans Herz gelegt. Dort liest er am aus seinem kürzlich erschienenen Buch „Ein Spaziergang durch die Spandauer Altstadt“. Am 7.3. von 18 bis 9:30 Uhr können sie sich bei freiem Eintritt erzählen lassen, wo sich Spandaus Reeperbahn oder das Brandenburger Tor befanden. Dieser Kurs ist kostenlos, aber nicht umsonst.

Politik, Gesellschaft und Umwelt jenseits des Stammtisches

Die politische Streit- und Diskussionskultur wird kaum mehr gefördert. Schaut man sich die Schlagzeilen einiger Zeitungen an oder hört, was so auf Stammtischniveau geredet wird, dann kann einem angst und bange werden. Wer politische Themen anspruchsvoller diskutieren möchte, findet in der VHS die passende Gelegenheit. Ein Besuch von Vorträgen, politischen Veranstaltungen oder Einrichtungen und Gespräche mit Experten zeigen, dass es auch anders geht.

„Selbstbild – Fremdbild – Körperbild“ (Sp1.222F), ein Kurs, der sich mit unserer eigenen Selbstwahrnehmung, der Vorstellung was andere über uns denken und unserer eigenen Reaktion darauf auseinandersetzt.  Ein spannendes Thema, weil es uns dazu bringt, die eigenen Gedanken und Handlungen stärker zu relativieren.

Sie sehen, die Vielfalt ist groß! Stöbern Sie doch einfach mal im aktuellen Programm der Volkshochschule.

 

Ralf Salecker

 

Harri-Reinert-Volkshochschule Spandau

  • Moritzstraße 17, 13597 Berlin
  • Auskünfte erhalten Sie unter: 90279 – 5000
  • Öffnungszeiten: Montag, Dienstag 10–13 Uhr, Donnerstag 16–19 Uhr
  • Abendbüro
  • Bertolt-Brecht-Oberschule, Wilhelmstraße 10, Raum 1.B.04,
  • Telefon 3308 – 9953
  • Öffnungszeit: Montag bis Donnerstag 17.30-18.30 Uhr
  • Sie können auch im Abendbüro Ihre schriftliche Anmeldung abgeben und Auskünfte einholen.

Wohin mit der Spandauer Volkshochschule?

Das Hauptgebäude der Volkshochschule Spandau. (Foto: Ralf Salecker)

Das Hauptgebäude der Volkshochschule Spandau. (Foto: Ralf Salecker)

Die VHS wird womöglich ins ehemalige Haus der Gesundheit verlagert

Das Spandauer Haus der Gesundheit, Carl-Schurz-Straße 17., könnte vom Liegenschaftsfond (einem Immobilienunternehmen) in den Bezirk zurückübertragen werden. Das frei stehende Gebäude könnte dann vom Bezirksamt wiederverwendet werden. Nach Vorstellungen von Bezirksbürgermeister Kleebank könnte man dort die Volkshochschule unterbringen (momentane Adresse: Kirchgasse 3. ). Der Umzug würde sowohl für die Schüler der Volkshochschule als auch für das Bezirksamt und für den Liegenschaftsfond sehr positiv ausfallen.

Das Gebäude liegt nämlich optimal neben einer U- und S-Bahn Station und einer Bushaltestelle. Außerdem ist das Gebäude etwas größer, die Unterhaltungskosten jedoch geringer. Für den Liegenschaftsfond ist das Gebäude in der Kirchenstraße auch einfacher zu vermarkten, da es keine Baulasten und Brandschutzauflagen gibt. Allerdings muss dann der Bezirk muss die Sanierungskosten für das neue Volkshochschulgebäude in Höhe von ca. 1 Million Euro übernehmen.

Für Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank ist der Standortwechsel für alle Beteiligten ein positiver Schritt nach vorne:

„Ich würde es begrüßen gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen zu können. Vor allem würde ich mich freuen, allen aber vor allem auch den mobilitätseingeschränkten Spandauer Bürgerinnen und Bürgern einen gut zu erreichenden Standort zur Verfügung stellen zu können und gleichzeitig einen Beitrag zur Entlastung des Spandauer Haushalts leisten zu können. Der Verbleib der VHS im Herzen des Bezirks, der Altstadt Spandau, ist mir ein persönliches Anliegen.“

 

Harri-Reinert-Volkshochschule Spandau – Gesellschaftliche Teilhabe für alle


Bedarfsgerechte Angebote auch in der Zukunft

Das Hauptgebäude der Volkshochschule Spandau. (Foto: Ralf Salecker)

Die Bertolt-Brecht-Oberschule. (Foto: Ralf Salecker)

Das Programm der VS ist bekanntermaßen sehr vielfältig. Schaut man sich die Schwerpunkte genauer an und vergleicht dieses mit anderen Berliner Bezirken, stellt man merkbare Unterschiede fest, die typisch für die Spandauer Situation sind.

Beeindruckende Zahlen bei der VHS

Fangen wir erst einmal mit einer beeindruckenden Zahl an. 2011 bot die VHS 33.000 Unterrichtsstunden an. Dabei scheint der männliche Teil der Bevölkerung weniger an Weiterbildung interessiert zu sein, denn drei Viertel der Nutzer sind Frauen. Erstere haben also noch einen deutlichen Nachholbedarf.

Spandau ist anders als Berlin

Den Löwenanteil am gesamten Unterrichtsprogramm haben mit fast 52 Prozent die Deutschkurse. Damit sind wir schon bei der Spandau spezifischen Nutzung. Der hohe Anteil an Migranten beeinflusst diese Zahlen deutlich. Zwei Drittel der Kursteilnehmer kommen aus einem bildungsfernen Hintergrund. In Mitte sind es gerade einmal ein Drittel. Nicht einmal 18 Prozent verfügen über einen Hochschulabschluss. In Pankow sind es über 83 Prozent.

Wie gelangen Spandauer Nutzer an die Informationen zu den angebotenen Kursen? In Zeiten des Internets läge nun eine spontane Antwort nahe – nicht in Spandau. Hier greifen gerade einmal ein Drittel der Interessenten auf das Netz zurück. Schaut man nach Mitte, dann sind es dort zwei Drittel. Verfügt die entsprechende Klientel in Spandau über keinen Internetzugang oder nutzen sie ihren Computer für andere Dinge?

Wenn der Schritt in die Volkshochschule einmal getan ist, scheinen die Teilnehmer Freude daran zu entwickeln und das nicht nur, weil praktisch alle mit der Qualität der gebotenen Leistung und den erzielten Lernerfolgen sehr zufrieden sind. Zwei Drittel besuchen zum wiederholten Mal einen Kurs. Fast alle würden auch in Zukunft die Angebote der VHS nutzen wollen und empfehlen diese auch gerne weiter.

Wie wird sich das Angebot der Volkshochschule in Zukunft verändern?

Die Gesellschaft ist in einem steten Wandel begriffen. Der demografische Wandel macht auch vor Spandau nicht halt. Um auch weiterhin zufriedene Nutzer aufweisen zu können, ist ein bedarfsgerechtes Angebot anzustreben, welches sich verstärkt an Senioren wendet.

Mit an erster Stelle stehen die Schaffung von Chancengleichheit und der Ausgleich von Bildungsbenachteiligung. Von vielen schamhaft verschwiegen, liegt der Anteil der funktionalen Analphabeten – nicht nur bei Migranten – unter den Arbeitnehmer bei 14 Prozent. Wer die größte Hürde, nämlich die Überwindung der eigenen Scham vollzogen hat, bekommt so die Chance, endlich wieder positive Erfahrungen zu machen, möglicherweise sogar einen Schulabschluss nachzumachen – an der – Volkshochschule.

Die Stadtbibliothek in der Altstadt hat mit der „Bibliothek der Kulturen“ einen beispielhaften Anfang gemacht. Ein passendes Literatur-Angebot für Migranten fördert den ersten Kontakt mit der Bibliothek. In der Folge steigt die Wahrscheinlichkeit, auch andere Angebote zu nutzen. Passende Kurse in der VHS bieten in der Folge Migranten einen Einstieg in die Teilhabe an der Gesellschaft. Teilhabe zu ermöglichen, in den unterschiedlichsten Bereichen, ist also ein wichtiges Leitmotiv für die zukünftige Arbeit der Volkshochschule.

Ralf Salecker

Schließzeit der Geschäftsstelle der Spandauer Volkshochschule


Volkshochschule SpandauVom 21.Dezember 2011 bis zum 6. Januar 2012 ist die Geschäftsstelle der Spandauer Volkshochschule aufgrund der anstehenden Weihnachtsferien geschlossen. Kursanmeldungen können aber trotzdem in die Zeit erfolgen:

Alle Beratungen und Anmeldungen der Deutsch-Kurse erfolgen 2011 letztmalig am 15. Dezember von 16.00 bis 19.00 Uhr. Im nächsten Jahr beginnen diese Beratungen ab dem 10. Januar von 10.00 bis 14.00 Uhr.

Ab dem 9. Dezember ist die Spandauer Volkshochschule dann wieder komplett geöffnet und nimmt alle Anmeldungen persönlich entgegen.

Around the World – 36 Mini-Kurse – in 26 Sprachen – kostenlos zur Expolingua!


… „around the world“ – an einem Tag

Anlässlich der internationalen Messe für Sprachen und Kulturen, der „Expolingua“, laden am Samstag, dem 29. Oktober 2011, die 12 Berliner Volkshochschulen zu 36 verschiedenen „Minisprachkursen“ ein. Interessierte erhalten Einblicke in 26 Sprachen und erfahren Wissenswertes über Land und Leute. Die Teilnahme ist kostenlos.

Die Volkshochschule Spandau lädt Sie von 14.00 – 16.30 Uhr zu einem Einblick in die chinesische und türkische Sprache ein. Wir freuen uns auf Sie im Haus der Volkshochschule, Kirchgasse 3, 13597 Berlin.

Die Anmeldung für alle Berliner Mini-Sprachkurse ist online möglich unter http://www.berlin.de/vhs/expol.html. Am Freitag, dem 28.10.2011, ist von 17 bis 21 Uhr eine Hotline für Kurzentschlossene geschaltet: (030) 901837496.
Für die Kurse der VHS Spandau können Sie sich auch direkt anmelden unter 90279 – 5000 bzw. info@vhs-spandau.de

Wer mehr über die Welt der Sprachen erfahren möchte, ist auf der EXPOLINGUA Berlin vom 28. bis 30. Oktober 2011 im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in der Friedrichstr. 176-179 richtig, geöffnet ist Freitag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Am Stand der Berliner Volkshochschulen erhalten Interessenten Informationen und werden über das gesamte Sprachkursangebot der Berliner Volkshochschulen fachkundig beraten.

Radtouren mit der Volkshochschule

Am Montag, 29. Aug. 2011 findet in der Spandauer Wilhelmstr. 10 (Bertholt-Brecht-Oberschule) um 19:00 Uhr eine Informations- und Einführungsveranstaltung
zu drei VHS-Fahrradtouren statt.

An drei Samstagen im September geht es zu verschiedenen Orten im Land Brandenburg: Beeskow, Fürstenwalde, Fürstenberg / Havel, Himmelpfort, Lychen, Lübbenau und Cottbus stehen auf dem Tourenprogramm. Die Touren sind auch für Freizeitradler geeignet!

Am Einführungsabend informiert Sie der Tourenleiter über die Fahrtziele sowie über Kosten, Organisation, Ablauf usw. und wird alle Fragen beantworten.

Anmeldungen sind für jede Tour einzeln möglich:

• per E-Mail: info@vhs-spandau.de,
• online : www.vhs.berlin.de,
• per Fax: 90279-5001 sowie
• schriftlich oder persönlich in der Geschäftstelle der VHS.

Weitere Informationen bei:
VHS Spandau, Moritzstr. 17, 13597 Berlin, Tel: 90279 – 5000
Öffnungszeiten : Mo. und Di. 10 – 13 Uhr, Do. 16 – 19 Uhr

Spandauer Bürger haben Anspruch auf Fort- und Weiterbildung

Bildung kostet immer Geld – aber sie darf daran nicht scheitern

Jürgen Mularzyk (Musikschule), Heike Schmidt (Stadtbibliothek), Marion Altendorf (Volkshochschule), Gerhard Hanke (Bildungsstadtrat)

„Fort- und Weiterbildung sind ein Anspruch den alle Bürger haben. Der Staat muss es sich leisten wollen und können, diesen Anspruch zu gewährleisten.“ So Gerhard Hanke, Bildungsstadtrat in Spandau bei einer Pressekonferenz.
Eine beruhigende Aussage. Schließlich kann niemand den Blick vor der finanziellen Situation des Landes Berlin und des Bezirks Spandaus verschließen. Der außerschulische Bildungsbereich, so könnte man meinen, ist ein vernachlässigenswerter Sektor und gehört in keinem Fall zu den Pflichtaufgaben des Staates.
Bei näherem Hinsehen wird klar, dieser Gedanke trügt. Was gehört in diesen Außerschulischen Bereich? Stadtbibliothek, Musikschule und Volkshochschule sind weit mehr, als bloße Freizeitmöglichkeiten. Nicht „nur“ als rein kulturelles Angebot sind alle drei von großer Bedeutung.  Sie bieten eine Leistung, die dort ergänzt, wo die reguläre Schule an ihre Grenzen stößt.

Spandauer Bibliotheken
Der Bezirk leistet sich 9 Bibliotheken. Von denen wird die Hauptbibliothek in der Altstadt von mehr Besuchern genutzt, als alle anderen zusammen, obwohl hier in der Summe weniger Medieneinheiten (Bücher, DVD´s usw.) vorliegen als in den Filialen. Jeder Spandauer lieh sich bei seinen 2,5 Besuchen im Jahr 2010 durchschnittlich 5 Medien aus. In Zahlen bedeutet dies, 290.000 Besucher liehen sich alleine in der Hauptbibliothek fast 800.000 Medien aus.
Mit bescheidenen 65 Cent pro Einwohner sind die Neuerwerbungen zu bestreiten. Das ist sehr wenig Geld. Der Berliner Schnitt liegt bei 1,08 Euro. Insgesamt ging der Bücherbestand um rund 20 Prozent zurück, weil nicht genügend Geld zur Verfügung steht, um alle gewünschten Neuanschaffungen zu tätigen und abgenutzte Exemplare zu ersetzen. Immerhin ermöglichen Projektmittel für problematische Quartiere in den dortigen Filialen einige zusätzlichen Ankäufe.
Den Anforderungen der Zeit stellen sich Spandaus Bibliotheken, indem sie die Bestände stetig um digitale Medien, aber auch um solche für die Generation 50Plus erweitern. Mit vielfältigen Aktionen werden Kinder und Jugendliche schon frühzeitig für das Lesen begeistert. Dem hohen Anteil von Einwohner mit Migrationsanteil in Spandau wird Rechnung getragen, indem in Zukunft mehr angepasste Medien in den Bestand aufgenommen werden. Frei nach dem Motto, „die Menschen da abholen, wo sie sind“, so die Leiterin der Stadtbibliothek, Heike Schmidt. Dafür gibt es sogar Geld von der EU, nämlich 150.000 Euro.

Volkshochschule
In Spandau bilden sich weniger Menschen weiter, als es in anderen Berliner Bezirken der Fall ist. Dafür gibt es mehr, die über keinen Schulabschluss verfügen. Am zu geringen Angebot der VHS kann es nicht liegen. Vielfältige Kooperationen ermöglichen auch in Zeiten knapper Kassen ein vielfältiges Angebot, welches sich an alle Generationen und gesellschaftlichen Gruppen richtet. Schulabschlüsse können hier nachgeholt, berufliche hilfreiche Fortbildungen getätigt, aber eben auch Wanderungen durch die Natur durchgeführt werden.
Die Volkshochschule nimmt trotz klammer Kassen ihre im Schulgesetz betonten Aufgabe als Grundversorgung der Weiterbildung äußerst ernst.
Weitere Einsparungen sind nicht zu vertreten. Es macht macht wenig Sinn das Angebot zu verringern, während die Grundkosten (Miete, …) gleich bleiben oder gar steigen. Die Zusammenlegung aller Schulungsräume in einen Bildungscampus sollen gerade diese Fixkosten senken. Ob die Räumlichkeiten in der Kirchgasse aufgegeben werden, um dies zu erreichen, ist noch in der Diskussion. Bildung kostet immer Geld – aber sie darf daran nicht scheitern.

Musikschule
Ähnlich, wie die Stadtbibliothek sich mit Lesungen an ein neugieriges Publikum wendet, richtet sich die Musikschule mit einem bunten Konzertprogramm immer wieder an die Öffentlichkeit, um auf die große musikalische Vielfalt der Musikgruppen von Klassik bis Pop hinzuweisen. 90 Veranstaltungen waren es im letzten Jahr, besucht von rund 9400 begeisterten Zuhörern. Besonders stolz ist die Musikschule auf die Doppel-CD vom Musikschulfest aus dem letzten Jahr.
Das Interesse an Musik muss möglichst früh geweckt und langfristig gefördert werden. Darum wurde die Zusammenarbeit mit den Spandauer Schulen in Form von Schnupperkursen, Gruppenunterricht und Bandklassen noch einmal intensiviert.
Um die Qualität des Musikschulunterrichts zu halten darf hier nicht am falschen Ende gespart werden. Anspruchsvoller Unterricht funktioniert nur in überschaubaren Gruppengrößen. Eine Preissteigerung bei den Kursangeboten würde viele sicherlich abschrecken. Sie muss, wenn sie denn stattfinden sollte, sozialverträglich sein, um wirklich jedem die Chance zu musikalischer Bildung zu geben.
Am Instrumenteninfotag, dem 7. Mai von 11 bis 13 Uhr, können Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren die unterschiedlichsten Musikinstrumente der Musikschule in der Moritzstraße 17 ausprobieren.
Krönung des Jahres ist das traditionelle Frühlingsfest am 21. Mai auf der Zitadelle. 500 Musiker und Tänzer präsentieren die Ergebnisse ihrer Arbeit.

Ralf Salecker


Harri-Reinert-Volkshochschule Spandau

Fort- und Weiterbildung als Freizeitvergnügen

Wir leben in einer extrem schnelllebigen Zeit. Dabei werden oft Grenzen erreicht, die nur schwer überbrückbar scheinen. Informationen prasseln auf uns herein und bringen uns in Situationen, in denen wir verunsichert sind, uns fragen, wie damit umzugehen ist.


Hauptgebäude der Volkshochschule Spandau

Die eigene Schulzeit liegt zu lange zurück, als dass dieses Wissen jederzeit zufriedenstellend abrufbar ist. Wenn wir Pech haben, ist es Schnee von gestern – längst veraltet. Weiterbildung ist also angesagt. Volkshochschulen bieten eine Möglichkeit, etwas für uns selbst zu tun. Wir können aus einem riesigen Angebot an Möglichkeiten wählen. Die Volkshochschule Spandau deckt fast alles ab, was von Interesse sein könnte. Sollte etwas hier im Bezirk einmal nicht angeboten werden, bietet bestimmt eine der anderen 11 Volkshochschulen in Berlin den passenden Kurs an. Online kann man ganz Berlin, oder auch nur einzelne Bezirke nach seinem Wunschkurs durchsuchen.


Die 1902 im Roten Rathaus gegründete Freie Hochschule Berlin war die erste Volkshochschule in Deutschland. 90 Jahre alt ist die Spandauer Volkshochschule, aber kein bisschen verstaubt. Schneller als bei klassischen Schulen kann hier bedarfsgerecht reagiert werden. Viele von uns sind nicht besonders gerne zur Schule gegangen. Ein Grund lag sicherlich in einem gewissen Zwang zur Teilnahme. Nicht immer schien sinnvoll, was gerade auf dem Lehrplan stand. In die VHS gehen sie alle freiwillig!

 

Nicht nur der Zwang, sich weiterzuqualifizieren ist eine Motivation, einen Kurs zu belegen. Die Spannweite von bloßem Freizeitvergnügen bis zur zur beruflichen Qualifikation ist weit gesteckt.

Räume der Volkshochschule Spandau in der Altstadt

Wie der Zufall so spielt, konnte ich in einen Café das Gespräch einer Familie anhören, deren Mitglieder gerade überlegten, welche Kurse sie in Spandau belegen könnten. Offensichtlich ist das Angebot für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen interessant. Also fragte ich sie gleich nach ihren Beweggründen.

Familie Schiller nutzt das Angebot schon seit Jahren. Vater Schiller kam nicht ganz freiwillig zu seinem Glück. Beruflich musste er sich vor einigen Jahren gezwungenermaßen intensiver mit Office-Programmen auseinandersetzen. Sein Chef setzte dieses Wissen voraus. Da kam die Möglichkeit eines Bildungsurlaubs bei der Volkshochschule gerade recht. „Mein Chef hat schon ein wenig seltsam geschaut, als ich den Bildungsurlaub beantragte“, meinte Herr Schiller, „aber am Schluss war er froh, dass ich mich so engagierte. Die zwei Wochen ohne mich, hat er dann gerne verschmerzt“.

Der Rest der Familie war dann eigentlich nur neugierig, was sonst alles noch auf dem Programm steht. Sie waren überrascht, was es so alles gibt.

Tochter Doreen möchte in diesem Jahr in einen „Female Dance“-Kurs gehen. „Tanzen wie Shakira, das wäre doch was …“, sprach sie mit leuchtenden Augen und stand schon fast vom Stuhl auf. Thomas, ihr Bruder will unbedingt einen Fotokurs belegen. „Zu Weihnachten habe ich von meinen Eltern eine Digitalkamera bekommen. Ich will aber nicht nur knipsen können …“.

Mutter Andrea schwankte zwischen Enttäuschung und Zufriedenheit. „Ich habe schon immer gerne vorgelesen, jetzt wollte ich lernen, wie eine Erzählung frei vorgetragen werden kann. In Spandau wird ein solcher Kurs nicht angeboten. Nun muss ich dafür bis nach Neukölln fahren …“.

So bunt, wie das Leben ist das Angebot in den Volkshochschulen. Führungen, Wanderungen und Exkursionen gehören ebenso dazu, wie Sprachkurse, politische Bildung, oder ein Astronomiekurs in der Bruno-Bürgel-Sternwarte in Spandau. Geschichtliche Themen, EDV-Kurse, Fitness-Programme, Theater und Musik, stehen gleichberechtigt neben der Auseinandersetzung mit der Psychologie und Philosophie. Gesundheitliche Prävention, aber auch die intensive Beschäftigung mit Lösungsstrategien für Probleme jeder Art werden thematisiert. Das eigene Ich in all seinen Facetten wird betrachtet, wie auch komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge. Ob jemand sein künstlerisches Streben schulen möchte, mit dem Kanu auf der Müritz unterwegs sein, oder Ernährungstipps bekommen, in der Volkshochschule ist er mit diesem Wunsch am richtigen Platz. Nirgendwo ist es preiswerter, als in der hier. ALG-II-Bezieher, Wohngeldempfänger, Schüler, Auszubildende, Studenten und Wehrpflichtige können die Kurse sogar ermäßigt besuchen. Am Geld sollte das Vergnügen, oder die Notwendigkeit für einen Volkshochschulkurs nicht scheitern …

Nur selbst lernen ist preiswerter – dafür mühseliger …

Harri-Reinert-Volkshochschule Spandau
Anschrift: Moritzstraße 17, 13597 Berlin
Telefon: 90279–5000
Montag, Dienstag 10 – 13 Uhr
Donnerstag 16 – 19 Uhr
(während der Schulferien geschlossen)
Webseite: www.vhs-spandau.de
E-Mail: info@vhs-spandau.de
Online-Anmeldung: www.vhs.berlin.de

Aktuelles Programmheft (September 2012 bis Juni 2013): pdf

Ralf Salecker

Weiterbildung an der VHS in Spandau

Im EDV-Kurs den Umgang mit dem Computer lernen

„Wo ist denn jetzt der Delphin? Ich will den Delphin als Hintergrund.“ Martina sucht nach ihrem liebsten Desktop-Hintergrund. „Na, der ist ja schrecklich“, kommentiert sie einen Weiteren. Der Raum der Volkshochschule in der Kirchgasse ist gefüllt mit etwa 20 Frauen um die 50. Jede sitzt vor ihrem Laptop. Vor Kopf steht die Dozentin und zeigt jeden Schritt für die Teilnehmer auf ihrem PC. Über einen Beamer ist ihr Desktop an der Wand zu sehen. „Grundlagen EDV für Frauen“, nennt sich der Volkshochschulkurs, den ich heute besuche. „Es geht um den grundlegenden Umgang mit dem Computer“, stellt die sympathische Frau im gelben Hemd klar.

Jede der Frauen sitzt am eigenen modernen Laptop

Jede der Frauen sitzt am eigenen modernen Laptop

Dabei geht es eben auch um den selbst gewählten Hintergrund für den Desktop. Die nächste Herausforderung: ein eigenes Bild als Hintergrund einfügen. Die Kursleiterin macht es vor, dann geht sie herum. „Sie kommen auch zurecht, nicht wahr? – Diesen Hintergrund würde ich gestreckt einstellen.“ Es handle sich vor allem um Frauen mit Kindern, erklärt mir die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin. „Einige wollen nach der Kindererziehung wieder in das Berufsleben einsteigen, andere suchen vormittags einen Ausgleich zur Kinderbetreuung mit Weiterbildung.“

Es gibt aber auch Arbeitnehmer, die sich hier im Kurs die Grundlagen für den Umgang mit dem Computer aneignen. „Das VHS- Prinzip finde ich sehr gut“, meint Marlies Gemüth-Fey,“man kann hier viel lernen“. Die Erzieherin aus einer Kita in Spandau macht eine Zusatzausbildung zur Spracherzieherin um Kindern mit Sprachproblemen helfen zu können. „Dazu brauche ich zumindest grundlegende PC-Kentnisse“, stellt sie fest. Außerdem sei es doch auch gut mit den Kindern etwas im Internet recherchieren zu können. Sie habe schon viel dazugelernt. „Meine Angst war immer, dass ich irgend etwas kaputtmache“, schmunzelt sie. „Aber wir werden hier so schön an den Computer herangeführt, das macht Spaß, da muss man keine Angst haben.“ Marlies hat schon viele VHS Kurse besucht: „ Autogenes Training, ich habe schon einmal einen Psychologiekurs mitgemacht und in letzter Zeit habe ich mit meiner Tochter und meiner Freundin am Konditionstraining teilgenommen“, zählt sie auf. “Etwas schade ist es, dass viele Kurse gestrichen werden. Meine Töchter wollten zum Beispiel einen Nähkurs machen, den gibt es jetzt hier nicht mehr“, bemängelt sie und vermutet Sparmaßnahmen. „Die Kurse werden gestrichen, wenn es nicht genügend Teilnehmer gibt“, klärt uns dagegen die Kursleiterin auf.

Marlies Gemüth-Fey nutzt den Computerkurs für ihre Weiterbildung

Marlies Gemüth-Fey nutzt den Computerkurs für ihre Weiterbildung

Die Diplomkauffrau leitet viele Kurse an der Volkshochschule. „Mehrere EDV Frauenkurse am Vormittag, aber auch Kurse zur neuen Rechtschreibung oder IHK Prüfungsvorbereitungen für Bürokaufleute“, erklärt sie. Für die Teilnehmer sei das natürlich eine tolle Möglichkeit, sich für wenig Geld weiterzubilden. „Überlegen Sie doch mal was so ein EDV-Kurs bei einem privaten Anbieter kostet.“ Die Teilnehmer seien alle sehr nett, vor allem in den Frauenkursen. Ich stelle die Vermutung an, dass die Frauen sich ohne Männer mehr trauen, weil alle meinen, die Männer könnten es ja eigentlich besser. „Anfängerkurs ist Anfängerkurs, da können die Frauen genauso wenig wie die Männer“, stellt sie klar.

„So, Sie können die Computer jetzt runterfahren, morgen machen wir an der Stelle weiter“, beschließt sie den Kurs. Einige schreiben noch den letzten Arbeitsgang in ihr Notizbuch, dann verlässt die Frauengruppe das große, alte Haus in der Kirchgasse.

Natürlich bietet die Volkshochschule in Spandau noch viele weitere Kurse in den verschiedensten Bereichen an. Das Kursprogramm können sie hier einsehen.

Harri-Reinert-VHS Spandau
Anschrift: Moritzstraße 17, 13597 Berlin
Telefon: 030 90279 – 5000
Telefax: 030 90279 – 5001
E-Mail: info@vhs-spandau.de
Webseite: www.vhs-spandau.de

Kirsten Stamer