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Aus Sonne Eis machen

Am Mittwoch wurde die neue und erste CO2 neutral produzierende Eismanufaktur Deutschlands der Spandauer Florida Eis GmbH offiziell eröffnet.

Nachdem bereits die Zulassungsbegehung erfolgreich verlief, wurde die Produktionsstätte feierlich eingeweiht. Dabei hatte Geschäftsführer Olaf Höhn gleich noch eine Überraschung parat: Neben Berlin und Brandenburg wird die Erfolgsgeschichte nun auch in Bayern zusammen mit dem Haus Wittelsbach und der eigens kreierten „König-Ludwig-Eiscreme“ fortgesetzt. Doch Prestigeobjekt bleibt neben dem Eiscafe in der Klosterstraße – wo vor fast dreißig Jahren alles begann -, dem Bau der Ellipse am Rathaus jetzt die erste umweltschonende Eisproduktion am Zeppelinpark in Staaken.

Baustadtrat Carsten Röding, Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer, Geschäftsführer Olaf Höhn, Geschäftspartnerin Simone Gürgen mit der "König-Ludwig-Eiscreme" und Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank.

Baustadtrat Carsten Röding, Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer, Geschäftsführer Olaf Höhn, Geschäftspartnerin Simone Gürgen mit der „König-Ludwig-Eiscreme“ und Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (v. li.).

Abwanderung nach Brandenburg

Dabei war der Weg zur neuen Anlage in Spandau kein einfacher und schon fast spielte der Unternehmer mit dem Gedanken seine Produktion nach Brandenburg zu verlagern, da es schwierig war ein geeignetes Gelände zu finden. Diese scheinen im Bezirk mittlerweile knapp zu werden, wie uns auch andere Firmeninhaber bereits erzählten und ebenso mit Abwanderungsgedanken spielen. Im Fall von Florida Eis konnte dann mit dem aufstrebenden Standort am Zeppelinpark noch ein glückliches Ende gefunden werden. Somit blieben auch die Arbeitsplätze und für die Bezirkskasse dementsprechende Einnahmen erhalten.

Viel Applaus und Informationen für eine umweltschonende Zukunft bei der Eröffnung der CO2-neutralen Produktionsstätte in Staaken.

Viel Applaus und Informationen für eine umweltschonende Zukunft bei der Eröffnung der CO2-neutralen Produktionsstätte in Staaken.

Wirtschaftssenatorin bei Eröffnung

So ließen es sich am Mittwoch auch Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) als auch Baustadtrat Carsten Röding (CDU) nicht nehmen der Eröffnungsfeier beizuwohnen und dem mittelständischen Unternehmen zur eigenen Erfolgsgeschichte zu gratulieren und sich für die Bereicherungen für den Bezirk zu bedanken. Auch die Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) nahm an den Feierlichkeiten teil und stellte bei ihrer Rede die Bedeutung des Mittelstandes für Berlin nachmals in den Vordergrund.

Die Tiefkühlfahrzeuge werden über Nacht geladen und fahren tagsüber ohne zusätzliche Kühlung durch die Stadt.

Die Tiefkühlfahrzeuge werden über Nacht geladen und fahren tagsüber ohne zusätzliche Kühlung durch die Stadt. Fotos (3): Patrick Rein

Qualität und Ökologie vereinen

Mit der Produktionsstätte, bei der auch weiterhin auf den hohen Qualitätsanspruch Wert gelegt wird, konnten jedoch auch im Bereich des vieldiskutierten Umstiegs auf Erneuerbare Energien und CO2-Einsparungen neue Maßstäbe gesetzt werden. Perimeterdämmung durch Glasschaumschotter, Ausgleich der versiegelten Bodenfläche durch großflächiges Gründach, Photovoltaikanlage und eine noch zu errichtende Windkraftanlage machen Florida-Eis zum Vorreiter bei Qualität und Umweltverträglichkeit.

Um auch anderen Unternehmen einen Anreiz zu geben, hat Olaf Höhn einen Kurzfilm erstellen lassen den Interessierte hier sehen können:

Florida Eis Kurzfilm

Patrick Rein

Eis-Zeit kann kommen

Firma Florida Eismanufaktur wird endgültige Zulassung der neuen Produktionsstätte in Staaken ausgesprochen

Noch lassen die Außentemperaturen wenig Gedanken an Eiskonsum aufkommen, doch Spandaus überbezirklich bekannte Eismarke Florida ist schon jetzt für die bevorstehenden wärmeren Jahreszeiten bestens gerüstet: Am Montag fand erfolgreich die Zulassungsbegehung der neuen Produktionsstätten am Zeppelinpark durch die zuständige bezirkliche Lebensmittelaufsicht und des zulassenden Landesamtes für Gesundheit und Soziales statt. Die enge Zusammenarbeit zwischen der Spandauer Lebensmittelaufsicht und den Betreibern der Florida Eis Manufaktur – Herrn Olaf Höhn – war Grundlage für diesen „nicht alltäglichen“ Erfolg bei einer Zulassungsbegehung.

Auch Stadtrat Stephan Machulik nahm an der Zulassungsbegehung samt Rundgang mit Geschäftsführer Olaf Höhn (re.) teil.

Auch Stadtrat Stephan Machulik nahm an der Zulassungsbegehung samt Rundgang mit Geschäftsführer Olaf Höhn (re.) teil.

Innovativ und ökologisch

Bereits jetzt wird am neuen Standort produziert – denn nicht nur mit dem eigenen Betrieb mehrerer Eiscafes sondern auch durch den neuen Vertriebsweg über Edeka Filialen herrscht immer Nachfrage. Doch nicht nur geschmacklich werden bei Florida Zeichen gesetzt.  Der komplette Neubau ist mit Pellet-Heizung und Solaranlage energetisch und CO2-frei geplant und umgesetzt. Während Kühlräume sonst generell über eine Fußbodenheizung verfügen um ein Aufplatzen des Bodens zu vermeiden, ging Geschäftsführer Olaf Höhn in Kooperation mit der TU Dortmund gänzlich neue Wege und verzichtete auf den Energieverschwender. Ein neues Verfahren schützt dennoch den Bodenbelag und könnte bei Erfolg neue Maßstäbe bei Kühlräumen setzen.

Mitarbeiter sind das Fundament erfolgreicher Unternehmungen doch es gibt kaum Bewerber auf offene Stellen.

Mitarbeiter sind das Fundament erfolgreicher Unternehmungen doch es gibt kaum Bewerber auf offene Stellen.

Erfolgreicher Mittelstand

Zu Recht ist Geschäftsführer Höhn stolz auf die neue Produktionsstätte. Neben Ökologie und Innovation kamen aber auch die Mitarbeiter nicht zu kurz. Viele der fast 200 Angestellten sind schon seit Jahrzehnten im Betrieb. Und es sollen bis zu 50 weitere Einstellungen folgen. Doch da kommt es auch bei Florida Eis zu einem der großen Probleme des Mittelstands: es fehlen qualifizierte Bewerber oder aber die Bereitschaft Arbeit aufzunehmen. Trotz eigenen Vorträgen vor Arbeitssuchenden beim Arbeitsamt blieb der Schreibtisch von Olaf Höhn weites gehend frei von Bewerbungen.

Bis zum Sommer wird dieser Eisvorrat bereits verzehrt sein.

Bis zum Sommer wird dieser Eisvorrat bereits verzehrt sein. Fotos (3): Patrick Rein

Keine Grundstücke mehr vorhanden

Während der offiziellen Eröffnung der Produktionsstätte von Florida Eis am 6. März nichts mehr im Wege steht, mangelt es in Spandau für andere langsam an Platz. Wie bekannt wurde, sucht beispielsweise ein Malereibetrieb seit längerem nach einem entsprechenden Grundstück zum Kauf um dort ein Betriebsgelände aufzubauen. Doch der Bezirk scheint momentan keinen Platz für etablierte Firmen und den damit verbundenen Einnahmen und Arbeitsplätzen mehr bieten zu können. Zumindest musste nun erstmal wieder ein Gelände angemietet und die Suche über die Bezirksgrenzen hinaus ausgeweitet werden.

Patrick Rein