Action pur – bei der Feuerwache Spandau-Süd

Tag der offenen Tür mit wertvollen Tipps, Informationen und Unterhaltung pur

„Born to be wild“ schallt es laut durch die Spandauer Feuerwache Süd. Zum Tag der offenen Tür hat die Feuerwehr die Kollegen von der Polizei angefordert. Die Jungs der Cover-Rock-Band Hundertzehn begeistern auch die jüngsten Besucher, die vor der Bühne tanzen und herum springen. In musikalischer Eintracht kann hier sowohl die grüne als auch die neue blaue Polizeiuniform bestaunt werden.

Die Band Hundertzehn auf der Bühne

Die Band Hundertzehn auf der Bühne

Für die Kleinen wird so einiges geboten, ob Hüpfburg oder die Fahrt mit einem der Löschboote, alles was in Spandau unter zehn ist, kommt hier auf seine Kosten. Die Jugendfeuerwehr Berlin Kladow bespaßt die Kinder mit einem Parcours, an dessen Ende mit einer Wasserspritze das Loch in einem Holzhaus getroffen werden muss.

Zur Sicherheitserziehung, trägt die Freiwillige Feuerwehr Staaken mit ihrer Show „The magic of fire“ bei. „Dies ist eine Show mit Tipps rund um die Gefahr in Haushalt und Garten“, erklärt der Sprecher, der wegen des schlechten Empfangs des Mikros auch schon mal auf das Löschfahrzeug steigt. Dass auch der alte NOMEX-Einsatzanzug noch sicher ist, beweist ein Kollege unter dem Motto „mit dieser Kleidung gehen wir für Sie durchs Feuer“. Zehn Sekunden bei 750 Grad Celsius sind kein Problem. Die Gefahr verschiedener Brandtypen wird eindrucksvoll demonstriert und die Zuschauer bekommen gleich Tipps zum sicheren Umgang mit Grill, Feuerwerk und Co mit auf den Weg. Ob gezeigt wird wie eine Spraydose aussieht die bei 60 Grad, zum Beispiel im Auto, explodiert oder ein Flashover beim Eindringen in eine brennende Wohnung demonstriert wird, oft knallt und zischt es gewaltig. „Und jetzt die Ohren zuhalten und zum Druckausgleich den Mund öffnen“, kommt es oft als Anweisung vom Sprecher. Ein weiteres Highlight: der Fettbrand. Dass man Fett nie mit Wasser löschen darf, sei schon bei vielen Berlinern angekommen, allerdings gebe es leider immer noch häufig Einsätze deswegen, bemängelten die Feuerwehrleute. Ein Tropfen Wasser in brennendem Fett vertausendsiebenhundertfacht sich nach ihren Angaben. Also: „Deckel drauf und fertig“.

Wie gefährlich ein Fettbrand ist, bekam nur die "Strohpuppe" zu spüren

Wie gefährlich ein Fettbrand ist, bekam nur die "Strohpuppe" zu spüren

Auch der richtige Umgang mit dem Fernsehgerät wurde den großen und kleinen Besuchern näher gebracht. „Schalten Sie dass Gerät ganz aus und lassen Sie es nicht auf Stand by. So können Sie im Jahr 100 Euro sparen“, wurde ihnen beigebracht. Außerdem sei ein Feuermelder wichtig. Denn im Schlaf werde man durch das Feuer nicht überrascht. Der fehlende Sauerstoff, durch das Feuer verzehrt, mache den Schlaf nur noch tiefer. „Ein Vorteil ist, sie merken nicht wenn sie verbrennen“, meinte der Sprecher scherzhaft. Aber ein Feuermelder sei dann doch besser.

Hier auf dem Tag der offenen Tür treffe ich auch Pfarrer Jörg Kluge an. Der Feuerwehrseelsorger hat zwar nachher noch eine Taufe, „aber man muss sich ja mal zeigen und Hände schütteln“.

Ich mache mich wieder auf den Weg, gerade läuft das Löschboot ein, um weitere Besucher an Bord zu nehmen. Die Polizeiband bereitet sich auf ihren nächsten Einsatz vor.

Kirsten Stamer


 

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